Modell eines A380 von Air Austral: Die Airline muss Jets verkaufen.

Air Austral stellt sich die A380-Frage

Die französische Fluglinie macht Verlust. Sie verkauft nun einen Jet, streicht Strecken und prüft eine Abbestellung bei Airbus.

Top-Jobs

Pilatus Logo

Allroundmitarbeiter Luftfahrzeug (a) Flugzeugmontage/-unterhalt

Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Flugzeugwerke AG
Schweiz
Vollzeit
Top jobs
sunny cars

Customer Service Expert (m/w/d)

München / Remote
Feste Anstellung
Autovermietung
Sunny Cars
Deutschland
30 - 40 Stunden
Top jobs
IFFD Flugdienste

Piloten/ First Officer (m/w/d)

IFFD GmbH
Graz/Klagenfurt
Feste Anstellung
NCC-Betrieb
Österreich
Vollzeit
Top jobs

23,9 Millionen beträgt das Loch alleine in der ersten Hälfte des Geschäftsjahres, das Ende September zu Ende ging. Über die vollen zwölf Monate erwartet das Management von Air Austral einen Verlust von mindestens 27 Millionen. Schuld daran seien vor allem die massiven Schwankungen des Euro-Wechselkurses und der Preisanstieg um rund 50 Prozent beim Kerosin. Zusätzliches Kapital von 40 Millionen Euro sei deshalb eine Sache von «hoher Dringlichkeit» geworden, schrieb Unternehmenschef Gérard Ethève in seiner Einladung zur außerordentlichen Hauptversammlung der Aktionäre am 2. Dezember. Das Umfeld habe die Liquidität «stark vermindert». Das frische Geld bekam Air Austral dann auch. Der staatliche Großaktionär Sematra, eine Einheit aus Vertretern des Lokalparlaments der französischen Überseeinsel und der Wirtschafts- und Tourismuskammer, willigte ein, das Kapital um 20 Millionen Euro zu erhöhen und zugleich eine Anleihe über weitere 20 Millionen auszugeben. Er hält 46,6 Prozent der Aktien. Der Rest der Aktien befindet sich in den Händen privater Unternehmen und Personen.

Air-Austral-Chef Ethève will zugleich sparen. So strich er bereits die Flüge von der Heimbasis auf der französischen Insel La Réunion nach Sydney und Nouméa sowie den nach Bangkok. Zugleich plant er den Verkauf einer Boeing B777-200, welche das Unternehmen erst vor Kurzem erworben hatte. Die Gewerkschaften sind damit aber nicht einverstanden. Denn sie sehen die Probleme nicht im Umfeld, sondern in der Führung. In einem offenen Brief an das Management werfen sie diesem vor, eine größenwahnsinnige Expansionsstrategie gefahren zu haben, insbesondere beim Ausbau der Flotte. Der Flugzeugpark sei deshalb «überdimensioniert und in gewissen Fällen nicht an die operativen Notwendigkeiten angepasst» schrieben sie gemäß dem Onlineportal Zinfo 974. Das führe zu einer unbefriedigenden und sinkenden Auslastung.

Zwei Wochen Zeit

Zu Flottenerneuerung und -ausbau gehört auch die Bestellung von zwei Airbus A380 in der XXL-Version. Air Austral orderte den Superjumbo in einer Einklassenkonfiguration, welche 840 Sitzplätze bietet. Viele Experten hielten dies schon bei der Bestellung im Jahr 2009 für eine Fehlentscheidung. Nun geht auch der Verwaltungsrat erneut über die Bücher. Bis Ende Jahr will Großaktionär Sematra Klarheit darüber, ob die Airline die A380 wirklich braucht oder nicht und dann entsprechende Maßnahmen treffen.

Mehr zum Thema

... D-AIMK ist am 12. März aus Manila nach Frankfurt zurückgekehrt.

Lufthansa holt Airbus A380 aus Abu Dhabi zurück - jedoch ohne Fluggäste an Bord

airbus a380 lufthansa 100 jahre muc 02

Das schillernde Leben des Airbus A380, der jetzt den XXL-Kranich trägt

british airways airbus a380 landing london heathrow-ref42999

So baut British Airways die Kabinen ihrer Airbus A380 um

ticker-qantas

Airbus-A380-Charter: Bad Bunny in Australien gelandet

Video

crj900 laguardia ntsb
Das Cockpit wurde völlig zerstört, die Piloten der Bombardier CRJ900 von Air Canada überlebten den Zusammenstoß mit einem Feuerwehrtruck nicht. Die Funkaufzeichnungen dokumentieren die dramatischen Momente vor dem Unglück.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
la guardia crj 900 air canada express
Am Flughafen LaGuardia in New York ist eine Bombardier CRJ900 von Air Canada nach der Landung mit einem Feuerwehrfahrzeug zusammengestoßen. Die beiden Piloten kamen ums Leben.
Timo Nowack
Timo Nowack
König Willem-Alexander bei seinem letzten Flug mit einer Boeing 737: Er lässt sich nochmals umschulen.
Fußballfans, Familien auf dem Weg nach Lappland oder Urlauber nach Ibiza: Viele Passagiere ahnten nicht, dass ihr Kopilot der König der Niederlande war. Jetzt flog Willem-Alexander letztmals mit einer Boeing 737 von KLM - und beginnt nun die Umschulung auf Airbus.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin