Und so wurde Ende des vergangenen Jahres bekannt, dass Air Austral ihre drei Airbus A220 mit den Kennungen F-OMER, F-OLAV sowie F-OTER verkaufen und durch zwei Airbus A320 Neo ersetzen wird. Und nun gibt es einen konkreten Zeitplan. Laut einem Dokument, das dem Ausschuss des Regionalrats von Réunion vorgelegt wurde, sollen die drei Airbus A220 noch in diesem Jahr ausgemustert werden, berichtet das Portal Zinfos974. Die beiden Airbus A320 Neo kommen erst 2027.
Air Austral will sich Ankunft der Airbus A320 Neo vorbereiten
Aber aus dem Dokument, das dem Regionalrat vorgelegt wurde, geht auch hervor, dass das Management seine Aktionäre um einen weiteren Kapitalzuschuss von 3,6 Millionen Euro gebeten hat, um den Flottenwechsel und den Fünfjahres-Sanierungsplan weiter zu finanzieren. Die Airline sitzt weiterhin auf einem dreistelligen Millionenbetrag an Schulden. Gründe dafür sind die Pandemie, strukturelle Nachteile als kleine Insel-Airline sowie die Triebwerksprobleme der A220.
Air Austral braucht 3,6 Millionen Euro
Air Austral möchte die 3,6 Millionen Zuschüsse nach dem sogenannten Pari-passu-Prinzip aufteilen: Jeder Aktionär zahlt genauso viel, wie er ohnehin am Unternehmen beteiligt ist. Die privaten Aktionäre haben sich verpflichtet, 2 Millionen Euro beizusteuern, was 55 Prozent der Summe entspricht. Die staatliche Beteiligungsgesellschaft Sematra muss ihrerseits 1.636.364 Euro aufbringen, also 45 Prozent, und hat dafür bei der Region Réunion um finanzielle Unterstützung gebeten.
Der Sanierungsplan zahlt sich aus. Der Sender France Info berichtete im Juni, dass die Airline einen Nettogewinn von 1,5 Millionen Euro für das Geschäftsjahr 2025-2026 bekannt gegeben. Der erste Gewinn seit Jahren. Der Umsatz stieg um 5 Prozent auf 464 Millionen Euro, verglichen mit 440 Millionen Euro im Vorjahr. Auch die Passagierzahlen legten um 5 Prozent zu und erreichten rund 1,2 Millionen beförderte Passagiere.
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