Ein Airbus A220 von Air Austral: Die Airline verkauft die drei Flugzeuge wieder.

Airline aus Reunion Air Austral verkauft noch in diesem Jahr drei Airbus A220 und fordert Millionenzuschuss

Air Austral macht Nägel mit Köpfen. Noch in diesem Jahr sollen die drei Airbus A220 der Airline ausgemustert werden, ab 2027 übernehmen zwei Airbus A320 Neo. Für die Übergangszeit brauchen die Franzosen frisches Kapital, während der Sanierungsplan sonst erste Früchte trägt.

Top-Jobs

Goldeck Logo

Kapitän Pilatus PC-12NGX (f/m/d)

Goldeck-Flug Gesellschaft m.b.H.
Vollzeit
Top jobs
Wien / Wiener Neustadt
Österreich
Feste Anstellung
Business Aviation
Sparfell Logo

Captain/First Officer Embraer 550 / Legacy 500 (m/f)

SPARFELL Luftfahrt GmbH
Vollzeit
Vienna
Top jobs
Österreich
Feste Anstellung
Business Aviation
Pilatus Logo

Mechaniker Flugzeugkomponenten (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller

Air Austral war die erste französische Fluggesellschaft, die den Airbus A220 im Sommer 2021 einglottet hat. Doch glücklich geworden ist die Fluglinie aus dem Übersee-Departement Reunion mit dem kleinsten Airbus nie. Die Probleme mit den GTF-Triebwerken haben die drei Flugzeuge der Airline immer wieder am Boden gehalten.

Und so wurde Ende des vergangenen Jahres bekannt, dass Air Austral ihre drei Airbus A220 mit den Kennungen F-OMER, F-OLAV sowie F-OTER verkaufen und durch zwei Airbus A320 Neo ersetzen wird. Und nun gibt es einen konkreten Zeitplan. Laut einem Dokument, das dem Ausschuss des Regionalrats von Réunion vorgelegt wurde, sollen die drei Airbus A220 noch in diesem Jahr ausgemustert werden, berichtet das Portal Zinfos974. Die beiden Airbus A320 Neo kommen erst 2027.

Air Austral will sich Ankunft der Airbus A320 Neo vorbereiten

Noch im November 2025 hieß es, dass der erste Airbus A320 Neo im März und der zweite im Mai 2027 ausgeliefert werden solle. Air Austral will die Übergangsphase, in der die Airline nur noch auf zwei Wetlease-ATR-72-600 von Ewa Air, drei Boeing 777-300ER und zwei Boeing 787-8 zurückgreifen kann, nutzen, um sich auf die Ankunft der Airbus A320 Neo vorzubereiten. Dazu gehören die Pilotenausbildung, die Anpassung der Flugpläne sowie alle für die Inbetriebnahme notwendigen Maßnahmen.

Aber aus dem Dokument, das dem Regionalrat vorgelegt wurde, geht auch hervor, dass das Management seine Aktionäre um einen weiteren Kapitalzuschuss von 3,6 Millionen Euro gebeten hat, um den Flottenwechsel und den Fünfjahres-Sanierungsplan weiter zu finanzieren. Die Airline sitzt weiterhin auf einem dreistelligen Millionenbetrag an Schulden. Gründe dafür sind die Pandemie, strukturelle Nachteile als kleine Insel-Airline sowie die Triebwerksprobleme der A220.

Air Austral braucht 3,6 Millionen Euro

Air Austral möchte die 3,6 Millionen Zuschüsse nach dem sogenannten Pari-passu-Prinzip aufteilen: Jeder Aktionär zahlt genauso viel, wie er ohnehin am Unternehmen beteiligt ist. Die privaten Aktionäre haben sich verpflichtet, 2 Millionen Euro beizusteuern, was 55 Prozent der Summe entspricht. Die staatliche Beteiligungsgesellschaft Sematra muss ihrerseits 1.636.364 Euro aufbringen, also 45 Prozent, und hat dafür bei der Region Réunion um finanzielle Unterstützung gebeten.

Der Sanierungsplan zahlt sich aus. Der Sender France Info berichtete im Juni, dass die Airline einen Nettogewinn von 1,5 Millionen Euro für das Geschäftsjahr 2025-2026 bekannt gegeben. Der erste Gewinn seit Jahren. Der Umsatz stieg um 5 Prozent auf 464 Millionen Euro, verglichen mit 440 Millionen Euro im Vorjahr. Auch die Passagierzahlen legten um 5 Prozent zu und erreichten rund 1,2 Millionen beförderte Passagiere.

Schön, dass Sie hier sind! Unsere Redaktion kennt die Branche, ihre Akteure und Zahlen – seit vielen Jahren. Wenn Sie uns unterstützen wollen, zahlen Sie weniger als für ein Getränk am Flughafen. Zudem lesen Sie werbefrei und stärken die unabhängige Berichterstattung. Jeder Beitrag zählt. Jetzt hier klicken und abonnieren

Mehr zum Thema

Einer der drei Airbus A220-300 von Air Austral: Er trägt das Kennzeichen F-OMER.

Airbus sticht Boeing bei Air Austral aus

Airbus A220 von Air Austral (hier noch vor der Auslieferung): Wird wieder aussortiert.

Air Austral will ihre Airbus A220 nicht mehr - und sich A320 Neo oder Boeing 737 Max anschaffen

ticker-air-austral

Air Austral setzt im Juli auf Paris-Strecke Airbus A340 ein

Tower des Flughafens von Mayotte: Der Zyklon richtete Zerstörung an.

Zyklon verwüstet Kontrollturm - keine Flüge mehr möglich

Video

Der Airbus A350-1000 ULR mit der Kennung F-WULR ist um 10:43 Ortszeit zum ersten Mal auf australischem Boden gelandet.
Ohne Passagiere, aber mit über tausend Sensoren an Bord, ist der erste Airbus A350-1000 ULR für Qantas Project Sunrise in Melbourne gelandet. Der Testjet legte die Strecke von Toulouse in nicht ganz 20 Stunden zurück, noch in unlackierter Green Livery.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Die VA-1X von Vertical Aerospace: Zeigte in Farnborough, was sie kann.
Elektrische Senkrechtstarter gelten als eines der Zukunftsthemen der Luftfahrt. Auf der Farnborough Airshow demonstrierte Vertical Aerospace eindrucksvoll die Fähigkeiten seines Prototyps. Bis Passagiere regelmäßig mit Evtols fliegen, dürfte allerdings noch einige Zeit vergehen.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
Airbus A340-300 von Mahan Air bei der Landung im Jemen: Der Airport ist seit zehn Jahren gesperrt.
Ein Airbus A340 von Mahan Air weicht auf einen seit über zehn Jahren gesperrten Flughafen aus, nachdem Regierungstruppen die Landebahn in Sanaa beschossen haben. Die Regierung hat den gesamten Luftverkehr ausgesetzt.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies