Regent Viceroy: Der bemannt Erstflug ist geglückt.

Regent ViceroyNeuer Seegleiter hebt zum erst Mal mit Menschen an Bord ab

Der amerikanische Hersteller Regent will seine Seegleiter in Küstenregionen in aller Welt liefern. Jetzt hat das Bodeneffektfahrzeug Viceroy erstmals einen bemannten Flug absolviert. Und die Zulassung verläuft anders als bei einem Flugzeug.

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Im Jahr 2022 kündigte Hawaiian Airlines an, in die Firma Regent zu investieren, um künftig mit deren Bodeneffektfahrzeugen zwischen den hawaiianischen Inseln zu fliegen. 2023 stellte Regent dann erstmals ein Modell in Originalgröße vor. Sie nennt ihre Flieger Seegleiter.

Geplant sind mittlerweile mehrere zivile Varianten: Viceroy Electric und Viceroy Hybrid für jeweils bis zu zwölf Reisende, die autonom fliegende Version Squire sowie die große Variante Monarch für bis zu 100 Fluggäste. Hinzu kommen militärische Varianten.

Erster bemannter Flug dauerte 30 Sekunden

Anfang September hat ein Viceroy-Prototyp den ersten bemannten Flug absolviert. Er fand am Firmensitz an der Narragansett Bay im Bundesstaat Rhode Island mit zwei Kapitänen an Bord statt. Der Seegleiter legte laut Regent eine Strecke von 596 Metern in einer Höhe von zehn Metern über dem Wasser zurück. Der Flug dauerte 30 Sekunden. «Dieser Flug markiert das erste Mal, dass ein Bodeneffektfahrzeug für den kommerziellen Einsatz und militärische Anwendungen im großen Maßstab entwickelt und einsatzbereit gemacht wurde», so Regent.

Die Seegleiter von Regent kombinieren Tragflächenboot-Eigenschaften (Hydrofoils) mit dem Bodeneffektprinzip. Sie operiert ausschließlich über Wasser und nutzt drei Betriebsmodi: Schwimmen auf dem Rumpf, Gleiten auf Tragflächen (Foiling) und Fliegen im Bodeneffekt in einer Höhe von maximal einer Flügelspannweite über der Wasseroberfläche. Dabei starten sie bei niedriger Geschwindigkeit auf dem Rumpf, wechseln nach dem Verlassen des Hafenbereichs auf die Tragflügel und heben dann schließlich ab.

Die Luftfahrtbehörde FAA unterstützt bei Zulassung nur

Regent will erste Exemplare Ende 2027 ausliefern und verfügt laut eigenen Angaben über einen Auftragsbestand auf sechs Kontinenten, der die Produktion über Jahre auslasten wird. Die Zertifizierung in den Vereinigten Staaten läuft derzeit, allerdings nicht wie bei einem Flugzeug. «Nach US-Recht gelten Bodeneffektfahrzeuge als kleine Passagierschiffe und unterliegen der Regulierung durch die US-Küstenwache», erklärt der Hersteller. Die Luftfahrtbehörde FAA unterstützt die Küstenwache bei der Zulassung aber technisch.

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