Airbus A330 von Aeroflot: Die Airline sichert sich Langstreckenflugzeuge.

Trotz SanktionenAeroflot kauft Leasingfirmen acht Airbus A330 ab

Die russische Nationalairline hat acht Airbus A330 erworben. Möglich macht das eine Ausnahmeklausel in der Sanktionsverordnung der EU. Sie hilft Aeroflot und den Leasingfirmen.

Top-Jobs

Pilatus Logo

Lizenzierter Luftfahrzeugmechaniker (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Logo

Luftfahrzeugmechaniker Flugbetrieb (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Logo

Teamleiter Montage & Support (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Logo

Leiter Zerspanung Kleinteile / Stv. Abteilungsleiter (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller

Es geht um Hunderte von Flugzeugen: Nach dem Einmarsch Russlands in die Ukraine verabschiedete die Europäische Union harte Sanktionen. Auch Leasingfirmen sind davon betroffen. Sie mussten ihre Verträge mit russischen Kunden bis Ende März kündigen.

Doch die russischen Fluggesellschaften wollen die Flugzeuge behalten. Das passiert mitunter auf illegalem Weg, indem die Flieger einfach nicht zurückgegeben werden. Es gibt allerdings auch andere Möglichkeiten, wie das Beispiel Aeroflot zeigt. Die russische Nationalairline hat in den vergangenen Wochen acht Airbus A330 von ausländischen Leasinggebern erworben.

Für Flüge auf die Maledvien oder in die Türkei

«Die A330 wurden im Rahmen der vertraglichen Verpflichtungen von ausländischen Leasinggebern zurückgekauft. Die Flugzeuge wurden in das russische Register überführt», teilt die Fluglinie der Nachrichtenagentur Tass mit. Für Aeroflot seien Eigentumszertifikate der Russischen Föderation ausgestellt worden. Die Airbus A330 sind für Aeroflot wichtig, um die verbliebenen Langstreckenziele bedienen zu können. So sollen sie unter anderem für Flüge auf die Malediven, in die Türkei und nach Usbekistan eingesetzt werden

Von welchen Leasingfirmen die Airbus A330 stammen, erklärte Aeroflot nicht. Gemäß dem Luftfahrtdatenanbieter CH Aviation besitzt die Airline zwölf A330, von denen vier geleast sind - bei Aercap, Gecas und Goshawk.

Änderung in der Sanktionsverordnung

Möglich macht den Kauf der Jets eine Ausnahmeregelung in der Sanktionsverordnung der EU, die am 8. April vorgenommen wurde. Die «Übertragung des Eigentums an dem Luftfahrzeug nach vollständiger Begleichung der Leasingverbindlichkeiten» heißt es darin. Sprich: Aeroflot musste erst alle Leasingraten bezahlen und konnte dann das Flugzeug der Leasingfirma abkaufen.

Die Ausnahmeregelung hat für beide Parteien Vorteile. Leasinggesellschaften sichern sich Vermögenswerte. Aeroflot kommt den Verpflichtungen nach und kann nach einer Aufhebung der Sanktionen in der Zukunft einfacher wieder mit den westlichen Leasinggebern ins Geschäft kommen, statt erst alte Ausstände begleichen zu müssen. Zudem verhindert sie Beschlagnahmungen an ausländischen Flughäfen.

Mehr zum Thema

FSB-Beamter, Heckflosse eines A350 von Aeroflot: Razzia in den Büros der Airline.

Razzia bei Aeroflot nach Kritik an Krieg und Putin

Utair, Russland

Aeroflot, Pobeda, S7 und Utair stehen jetzt auf Schwarzer Liste

Airbus A321 von Aeroflot: Keine Daten mehr aus Genf.

Aeroflot und Co. müssen Flugrouten ohne Hilfe berechnen

aeroflot boeing 777 globus

In diese Länder können Russinnen und Russen noch fliegen

Video

Das Heck ragt in den Himmel.
Eine Boeing 787 fiel am Gate in Frankfurt auf die Nase. Am Vortag soll es eine Fehlermeldung und einen Technikauftrag für den Dreamliner on Lufthansa gegeben haben.
Timo Nowack
Timo Nowack
guayaquil airbus a350 iberia
Es sollte ein freudiger Moment werden, aber endete mit einem Flugzeug, das nicht mehr abheben konnte. Am Flughafen Guayaquil in Ecuador ist ein Airbus A350 von Iberia beim Wassersalut mit einem Feuerwehrfahrzeug kollidiert.
Timo Nowack
Timo Nowack
Die D-ABPQ liegt auf der Nase: Die Boeing 787-9 sollte nach Los Angeles fliegen.
Zwischenfall am Flughafen Frankfurt: Das Bugfahrwerk einer Boeing 787 von Lufthansa knickte am Gate ein. Der Dreamliner wurde dabei erheblich beschädigt. Es gab auch mehrere Verletzte unter Crew und Bodenmitarbeitenden.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin