Flugzeug von Aeroflot: Viele in Europa geleast.

Europäische LeasinggeberRussischen Airlines droht Abzug von Hunderten Jets

Leasingfirmen aus Europa müssen ihre Verträge mit russischen Airlines kündigen. Es geht um Hunderte Flugzeuge. Die Rückholung der Flieger droht zum Problem zu werden.

Top-Jobs

Sparfell Logo

CAMO Engineer f/m/d (full time) in Vienna (Austria)

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs
DERTOUR Logo

Reiseleiter (m/w/d)

Reiseveranstalter
DERTOUR Destination Services AG
Griechenland
Spanien
Portugal
Top jobs
logo aerotelegraph rund

Journalist:in Militärluftfahrt und Verteidigung

Medien
aeroTELEGRAPH
Top jobs
Home Office
Lübeck

Safety Manager (m/w/d) am Flughafen Lübeck

Lübeck
Feste Anstellung
Flughafen Lübeck
Deutschland
Vollzeit
Top jobs

Als Reaktion auf den Angriffskrieg Russlands gegen die Ukraine hat die EU nicht nur ihren Luftraum für russische Flugzeuge gesperrt. Sie verbietet auch den Export von Flugzeugen. Im Detail untersagt sie «die Ausfuhr, den Verkauf, Lieferung oder Weitergabe von aller Luftfahrzeuge, Luftfahrzeugteile und Ausrüstungen nach Russland aller damit verbundenen Reparatur-, Wartungs- und Finanzdienstleistungen Dienstleistungen».

Wie die Zeitung Financial Times unter Berufung auf drei mit dem Thema vertraute Personen berichtet, fällt auch Flugzeugleasing unter dieses Verbot. Demnach dürfen nicht nur keine neuen Verträge mit russischen Airlines geschlossen werden. Auch bestehende Verträge müssen innerhalb von 30 Tagen, also bis zum 28. März, gekündigt werden.

Leasinggeber vor großer Herausforderung

Dabei geht es um riesige Zahlen. Denn von den 980 in Russland aktiven Flugzeugen stammen laut dem Luftfahrtdatenanbieter Cirium 515 mit einem Marktwert von insgesamt zehn Milliarden Dollar von nicht-russischen Leasinggebern. Davon gehen Flugzeuge im Wert von fünf Milliarden Dollar auf das Konto europäischer Unternehmen. Die meisten davon sitzen in Irland, so etwa Aercap, SMBC Aviation Capital und Avolon.

Hunderte Flugzeuge innerhalb von nur 30 Tagen zurückzuziehen, ist eine riesige logistische Herausforderung für die Leasingfirmen. Denn all diese Maschinen müssen zu neutralen Zielen außerhalb Russlands ausgeflogen werden. Hinzu kommen die aktuellen Umstände.

Stellen russische Airlines sich quer?

Ein Manager aus der Dubliner Leasingbranche sagte der irischen Zeitung Independent, eine Wiederinbesitznahme sei nie einfach. Aber die derzeitige Kriegslage sei eine einzigartige Herausforderung. Er hält es auch für denkbar, dass russische Betreiber sich weigern.

Sollten russische Fluglinien die Vertragskündigungen der Leasinggeber tatsächlich ignorieren und die Flieger zugleich nur noch im Inland betreiben, werden die Leasinggeber kaum Zugriff auf ihr Eigentum bekommen. Zwar riskieren die Fluggesellschaften damit, ihre Geschäftsbeziehungen zu den Leasingunternehmen langfristig zu beschädigen. Mit entsprechenden Anweisungen aus dem Kreml ist das jedoch durchaus denkbar.

Flotten würden deutlich schrumpfen

Sollte die russischen Fluggesellschaften die geleasten Flugzeuge aber zurückgeben, droht ihnen eine drastische Schrumpfung. Gemäß des Beratungsunternehmens Alton Aviation hat etwa die staatliche kontrollierte Aeroflot rund 50 Prozent ihrer 186 Flugzeuge von nicht-russischen Unternehmen geleast.

Mehr zum Thema

Boeing 737.800 von Aeroflot: Flog gestern nach Griechenland - ganz kurz.

Mysteriöser Flug von Aeroflot in gesperrten griechischen Luftraum

Westjet-Flieger mit ukrainischen Farben.

Zelenskyy: Flughafen von Vinnytsia von den Russen zerstört

Die in Köln gestrandete Boeing 737 F von Atran: Kann Deutschland nicht mehr verlassen.

Wo überall russische Flugzeuge gestrandet sind

Ilyushin-Chefs Daniil Brenerman vor der Il-114-300: Das erste Flugzeug hat jetzt die Kabinenausstattung bekommen.

Erster Blick in die Kabine der Ilyushin 114-300

Video

Das Doomsday Plane bei der Landung in Los Angeles. Rarer Vogel.
In Los Angeles tauchte erstmals seit Langem wieder eine Boeing E-4B öffentlich auf. Während der Ersatz für die Weltuntergangsflugzeuge der USA bereits entsteht, absolvierte der alternde fliegende Kommandoposten einen ungewöhnlichen Rundflug über das Land.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
alaska airlines
Die amerikanische Fluggesellschaft ist Boeing-Kundin durch und durch. Das zeigte sie bisher auch auf jedem ihrer Flugzeuge - mit der Aufschrift Proudly All Boeing. Nun hat Alaska Airlines ihren Slogan angepasst.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
alaska airlines 1282 ntsb boeing 737 max 9
Obwohl im Flug ein Loch im Rumpf einer Boeing 737 Max 9 von Alaska Airlines klaffte, landete die Crew das Flugzeug im Januar 2024 sicher. Jetzt klagt der Kapitän gegen den Flugzeughersteller.
Timo Nowack
Timo Nowack