Airbus A350 von Aeroflot in der Produktion: Die restlichen Exemplare werden nicht mehr an die russische Airline ausgeliefert.

Vorauszahlungen für A350Airbus zahlt Aeroflot 199 Millionen Dollar zurück

Selbst die russische Nationalairline staunt: Sie verhandelte mit Airbus über die Rückgabe von Vorauszahlungen für vier A350. Und hatte Erfolg. Zugleich will Aeroflot westlichen Leasingfirmen 47 Jets abkaufen.

Top-Jobs

k5 logo

Captain A320 (m/w/d)

K5-Aviation GmbH
München, Hamburg, Stuttgart
Feste Anstellung
Business Aviation
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
logo-gi-group

Teamleiter (gn) am Flughafen Hamburg

Hamburg
Feste Anstellung
Gi Group Recruiting
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Hahnair Logo

Kapitän C680A (all genders) mit Zusatzaufgaben

Düsseldorf
Feste Anstellung
Hahn Air Lines GmbH
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Hahnair Logo

Deputy Continuing Airworthiness Manager (all genders)

Düsseldorf
Feste Anstellung
Hahn Air Lines GmbH
Deutschland
Vollzeit
Top jobs

Es war wohl die letzte Lieferung für eine sehr lange Zeit. Am 24. Februar 2022 und damit just an dem Tag, an dem Russland die Ukraine angriff, lieferte Airbus noch einen A350 an Aeroflot. Weitere 15 Exemplare des Langstreckenmodells hätten folgen sollen. Doch dazu kam es nicht mehr.

Für vier 2007 bestellte Langstreckenflieger hatte Aeroflot größere Anzahlungen geleistet, da sie sich bereits in Produktion befanden. Pre-Delivery Payments nennen sich diese Zahlungen im Branchenjargon. Dieses Geld wollte die russische Nationalairline zurück und bat deshalb in Toulouse um ein Gespräch. Und sie fand damit Gehör.

«Auf alle Bedingungen einigen»

«Wir haben letztes Jahr sehr intensiv und interessant mit Airbus zusammengearbeitet», erklärte Vorstandsvorsitzender Sergey Aleksandrovsky vergangene Woche gemäß der Nachrichtenagentur Tass. Und schließlich habe man sich «auf alle Bedingungen einigen» können. «Im Dezember 2022 wurden uns die 199  Millionen Dollar für vier A350 von Airbus zurückerstattet», so der Manager weiter.

Und dann fügte Aleksandrovsky an: «So seltsam es klingen mag, aber es ist uns gelungen, trotz der Sanktionen eine Einigung zu erzielen.» Airbus will sich nicht zur Rückzahlung äußern. «Wir geben keinen Kommentar zu unseren vertraulichen vertraglichen Vereinbarungen mit Kunden ab», so ein Sprecher zu aeroTELEGRAPH.

Auch Verhandlungen mit westlichen Leasingfirmen

Mit den 199 Millionen Dollar gibt sich Aeroflot jedoch nicht zufrieden. Man verhandle allgemein über weitere vorausbezahlte Beträge. «Aber es verläuft nicht so positiv. Ich weiß nicht, wie unsere Verhandlungen enden werden», so Aleksandrovsky. Der Gesamtbetrag sei «erheblich».

Gleichzeitig spricht Aeroflot mit westlichen Leasingfirmen über den Kauf von Flugzeugen, wie die Agentur Interfax berichtet. Dabei gehe es um 47 Jets. Doch die Verhandlungen hätten sich «als etwas komplizierter und länger herausgestellt, als wir erwartet hatten. Aber wir arbeiten aktiv an einem Vergleich». Die Leasinggeber reagierten sehr empfindlich auf das Thema.

Flotte von fast 350 Fliegern

Aeroflot hat im vergangenen Jahr Leasingfirmen zehn Boeing 777-300 ER und acht Airbus A330 abgekauft. Die Flotte der Gruppe, zu der auch Pobeda und Rossiya gehören, umfasst aktuell 346 Flugzeuge. 102 Flieger sind nur im russischen Register eingetragen und können deshalb problemloser ins Ausland fliegen.

Mehr zum Thema

Aeroflots jüngster Airbus A350: Auf diesem Archivbild im Testflugbetrieb zu sehen.

Aeroflot schickt jüngsten Airbus A350 wieder auf die Strecke

Air India erhält Airbus A350 mit Aeroflot-Kabine

Air India erhält Airbus A350 mit Aeroflot-Kabine

Hier rollt ein Airbus A350 von Turkoflot

Hier rollt ein Airbus A350 von Turkoflot

Boeing 777 von Nordwind Airlines: Fliegt eher leer nach Nordkorea.

Flüge von Moskau nach Pjöngjang bleiben praktisch leer

Video

Der Airbus A321 Neo von Frontier: Die Passagiere verließen das Flugzeug über die Notrutschen.
Dramatische Szenen am Flughafen Denver: Ein Airbus A321 Neo von Frontier Airlines stoppte den Startlauf abrupt, nachdem das Flugzeug eine Person auf der Piste erfasst hatte.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
Absturzstelle: Hier prallte der Jet ins Gebirge.
Der Absturz von Flug MU5735 beschäftigt Ermittlungsbehörden seit mehr als vier Jahren. Jetzt deuten neue Daten darauf hin, dass es im Cockpit der Boeing 737 von China Eastern Airlines vor dem Crash zu einem Kampf um die Kontrolle kam.
Laura Frommberg
Laura Frommberg
Der Moment vor der Berührung: Die Boeing 767 von United fliegt extrem niedrig an.
Eine Boeing 767 von United Airlines ist bei der Landung in Newark extrem tief geflogen. Neue Videoaufnahmen zeigen nun von außen, wie das Hauptfahrwerk den Lastwagen auf der Autobahn berührte.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin