Letzte Aktualisierung: 9:46 Uhr

CALC will 200 Jets

Airbus und Boeing buhlen um Leasingfirmen

Nach Dubai Aerospace will auch China Aircraft Leasing Hunderte von neuen Flugzeugen kaufen. Im Rennen stehen Airbus A320 und Boeing 737, A350 und 787.

aeroTELEGRAPH

Produktion von Boeing in Everett: Die Amerikaner stehen mit Airbus im Wettstreit.

Es locken die Megadeals: Eben erst hat das Leasingunternehmen Dubai Aerospace bekannt gegeben, rund 400 Flugzeuge kaufen zu wollen. Dabei schaut es sich den Airbus A320 Neo und die Boeing 737 Max an. Der Auftrag des Unternehmens aus den Vereinigten Arabischen Emiraten hätte einen Wert nach Listenpreisen von über 40 Milliarden Dollar. Und schon plant eine weitere Leasinggesellschaft einen Großeinkauf.

China Aircraft Leasing – meist kurz CALC genannt – will rund 200 neue Flieger erstehen. Die Order werde Kurz- und Langstreckenflugzeuge umfassen, erklärte Geschäftsführer Mike Poon der Nachrichtenagentur Bloomberg. Rund 160 kleinere Jets werde man ordern, so der Manager. Dabei stehen ebenfalls der A320 und die Boeing 737 im Rennen. Unklar ob es nur um die klassischen Versionen oder auch die modernisierten Versionen Neo und Max geht.

Bis zum Ende des Jahres

Bei den 40 zur Diskussion stehenden Langstreckenjets treten die Boeing 787 und der Airbus A350 gegeneinander an. Die Wahl hänge davon ab, wie gut die offerierten Preise seien und wie schnelle Produktionsslots (Zeitfenster zur Lieferung der Flieger) zur Verfügung stehen, so Poon. Bis zum Ende des Jahres will CALC eine Entscheidung treffen.

Boeing hat insofern einen gewissen Vorteil als China seinen Handelsüberschuss mit den USA auf Druck von Präsident Donald Trump verringern muss. Ein Großeinkauf aus China würde da helfen.



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