Airbus A321 Neo in Aeroflot-Farben: Ersatzteile gibt es kaum.

Folgen der SanktionenAirbus-Chef schaut mit Sorge auf Ersatzteillage in Russland

Russischen Airlines fehlen nicht nur Flugzeuge, sondern auch Ersatzteile. Bei Airbus beobachtet man das mit Sorge.

Top-Jobs

Pilatus Logo

Team Leader Account Management

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
HahnAir

Compliance Monitoring Manager (all genders)

Hahn Air Lines GmbH
Vollzeit
Düsseldorf
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
Etihad Job

Captain A320

Etihad Airways
Vollzeit
Abu Dhabi
Top jobs
United Arab Emirates
Feste Anstellung
Etihad Job

First Officer A320

Abu Dhabi
Feste Anstellung
Etihad Airways
United Arab Emirates
Vollzeit
Top jobs

Ausgeliefert wird schon seit bald einem Jahr nichts mehr nach Russland. Wegen der Sanktionen des Westens infolge des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine erhalten die Airlines des Landes weder Flugzeuge noch Ersatzteile. Für Airbus ist das ein weniger großes Problem als für die ursprünglich eingeplanten Kunden. Die Nachfragen nach neuen Fliegern ist groß, der Flugzeugbauer wird sie auch so los - wie etwa einige für Aeroflot bestimmte Airbus A350 an Air India. Andere gingen an Turkish Airlines. 

Dennoch beobachtet auch die Konzernleitung in Toulouse, was mit den von Airbus gebauten Fliegern im Land geschieht. «Wir haben eine gewisse Sichtbarkeit, aber natürlich weniger als vor dem 24. Februar letzten Jahres», so Konzernchef Guillaume Faury diese Woche zu den Medien. «Wir beobachten, dass die russischen Fluggesellschaften trotz der Sanktionen weiter fliegen konnten. Tatsächlich flogen sie in der zweiten Hälfte des Jahres 2022 mehr als vor Covid.»

«Keine Möglichkeiten zu handeln»

Problematisch ist laut Faury die Situation, was Wartung und Instandhaltung angeht. «Wir hören von Situationen, in denen Teile oder Komponenten fehlen oder einige der Flugzeuge nicht in der Lage sind, weiter zu fliegen», so der Manager. Dennoch spreche man natürlich nicht mit den Fluggesellschaften des Landes. «Wir sind etwas besorgt über die Art und Weise, wie die Flugzeuge betrieben werden, aber wir haben keine wirklichen Möglichkeiten zu handeln», so Faury weiter.

Weil Teile fehlen und gewisse Prozesse gar nicht ohne Hilfe westlicher Firmen durchgeführt werden können, sucht die russische Luftfahrtbranche händeringend nach Lösungen. So versuchen Airlines etwa, die Regierung dazu zu bringen, die Wartungsintervalle westlicher Flugzeuge in Ausnahmefällen zu vergrößern. Laut der Zeitung Isvestiya wollen die Airlines neben den Intervallverlängerungen auch andere Ausnahmeregelungen, wie etwa Erleichterungen bei der Dokumentation des Wartungszustandes.

Schon einen A350 als Ersatzteilspender benutzt

Entschieden hat die Regierung in der Sache noch nicht. Dringend ist es aber allemal. Denn bereits vor Monaten haben die Fluggesellschaften damit begonnen, auch neue Flugzeuge als Ersatzteilspender zu nutzen. Aeroflot etwa schlachtete einen Airbus A350 aus, um andere Flieger des Typs in der Luft zu behalten.

Auch Superjets sind von dem Ersatzteilmangel betroffen - denn obwohl sie Flieger russischer Produktion sind, enthalten sie noch viele westliche Teile. Die Airline Yakutia etwa nutzte daher auch bereits ihrer eigenen Flugzeuge als Ersatzteilspender. Bald soll der Superjet russischer werden. Noch dieses Jahr wolle man die Tests für die russischen PD-8-Triebwerke abschließen, sagte kürzlich Sergey Chemezov, Chef der Irkut-Mutter Rostec.

Mehr zum Thema

Airbus A350 von Aeroflot: Muss im Ausland gewartet werden.

Aeroflot schlachtet neuen Airbus A350 für Ersatzteile aus

Der Airbus A321 XLR mit der Seriennummer MSN 11058 auf einem Foto von Mitte Mai: Auf dem Leitwerk ...

Airbus tilgt Russland vom A321 XLR

Airbus A320 von Aeroflot: Die meisten Flieger Russlands waren früher im Ausland registriert.

78 russische Flugzeuge im Ausland beschlagnahmt

Emirates und Dubai: Zwei Schwergewichte der Luftfahrt, die zuletzt Passagiereinbrüche verzeichneten.

Wer zählt am meisten Passagiere?

Video

Die Notrutsche wird abtransportiert: Verzögerungen beim Abflug der Boeing 767 von Austrian Airlines.
Eine versehentlich ausgelöste Notrutsche sorgte bei einer Boeing 767 von Austrian Airlines in Montreal für Verspätung. Die Rutsche musste ausgebaut und die betroffene Tür gesperrt werden. Dadurch durften statt 209 nur noch 141 Passagiere mit nach Wien fliegen.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
Flughafen Gander am 11. September 2001: 38 Großraumflugzeuge strandeten an dem kanadischen Airport.
Nach den Anschlägen vom 11. September 2001 sperrten die USA ihren Luftraum. Fast 240 Flugzeuge auf dem Weg ins Land konnten nicht mehr umkehren. Kanada nahm sie auf – und musste innerhalb weniger Stunden Zehntausende gestrandete Reisende unterbringen und versorgen.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
regent viceroy first flight
Der amerikanische Hersteller Regent will seine Seegleiter in Küstenregionen in aller Welt liefern. Jetzt hat das Bodeneffektfahrzeug Viceroy erstmals einen bemannten Flug absolviert. Und die Zulassung verläuft anders als bei einem Flugzeug.
Timo Nowack
Timo Nowack