Airbus A350 von Aeroflot: Muss im Ausland gewartet werden.

SanktionenAeroflot schlachtet neuen Airbus A350 für Ersatzteile aus

Wegen der westlichen Sanktionen kommen russische Airlines nicht an Ersatzteile. Daher beginnen sie nun, teils neue Flieger auseinander zu bauen. So auch Aeroflot.

Top-Jobs

Hahnair

Document Control Manager (all genders)

Düsseldorf
Feste Anstellung
Hahn Air Lines GmbH
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Hahnair

Prozessmanager (all genders)

Düsseldorf
Feste Anstellung
Hahn Air Lines GmbH
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Pilatus Logo

Crossmedia Marketing Content Redakteur (a)

Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Flugzeugwerke AG
Schweiz
Vollzeit
Top jobs
Flightkeys

Subject Matter Expert (f/m/o)

Vienna
Feste Anstellung
Luftfahrttechnologie
Flightkeys GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs

Wartung und Instandhaltung ist in der Luftfahrt essenziell. Wenn nicht jedes Teil einwandfrei funktioniert, kann es zu einem Desaster kommen. Daher treffen die Sanktionen des Westens Russlands Luftfahrt hart. Denn Ersatzteile für Jets aus westlicher Produktion sind nur noch über Umwege zu bekommen.

Dass das zu Problemen führen könnte, war klar. Aeroflot Billigtochter Pobeda hat bereits im Frühjahr die Flotte verkleinert, um im Notfall Flugzeuge für Ersatzteile ausschlachten zu können. 16 von 41 Flugzeugen mottete sie ein.

Dringender Bedarf an A350-Teilen

Jetzt ist auch die Mutter dabei, teilweise noch neue Flugzeuge aufgrund Mangels an Ersatzteilen auszuschlachten. Wie eine Quelle der Nachrichtenagentur Reuters sagte, nimmt Aeroflot einen fast neuen Airbus A350 auseinander. So will die Fluglinie an Teile kommen, mit denen sie andere der Airbus-Jets reparieren kann.

Auch ein Superjet 100 werde ausgeschlachtet. Der Flieger stammt zwar aus russischer Produktion, besteht dennoch zu einem großen Teil aus Bauteilen, die in westlichen Ländern produziert werden. Selbst Airlines mit vielen Superjets in der Flotte sind daher mit denselben Problemen konfrontiert wie solche mit Airbus- oder Boeing-Flugzeugen.

Beim Superjet lauert ein großes Problem

Vom geparkten Aeroflot-Superjet etwa musste ein Triebwerk abgebaut werden, um es bei einem anderen wieder anzubauen. Beim russischen Modell könnte es sogar noch schneller zu Problemen kommen, falls die Hersteller aus dem Westen schlicht beschließen, die Ersatzteile gar nicht mehr herzustellen.

Auch aus einigen Boeing 737 und Airbus A320 von Aeroflot hat die Airline bereits Ersatzteile entnommen. Und es dürften noch mehr werden. Nahezu 80 Prozent der Aeroflot-Flotte besteht aus Boeings und Airbus' Flugzeugen.

Größte Probleme mit A350 und Q-Serie

Nicht nur bei Ersatzteilen, auch bei der Wartung ist Russland mitunter abhängig vom Ausland. Im Entwicklungsplan der russischen Luftfahrtindustrie bis 2030 etwa wird davon ausgegangen, dass Russland die größten Herausforderungen beim Airbus A350 und der De Havilland Canada Dash 8 zu bewältigen hat, da die Wartung dieser Flugzeuge im Ausland erfolgte.

Mehr zum Thema

Airbus A320 von Aeroflot: An Ersatzteile kommt die Staatsairline nicht.

Russische Firmen dürfen Airbus- und Boeing-Teile kopieren

Boeing 737 von Pobeda: Zu wenig Ersatzteile.

China hilft Russland mit Ersatzteilen aus

Boeing 737 von Pobeda in Memmingen: Die Airline muss sich verkleinern.

Weil Ersatzteile fehlen, muss Pobeda die Flotte verkleinern

ticker-airbus-neo-1

Airbus liefert im Februar 35 Flugzeuge aus - 28 Orders von drei Kunden

Video

parallel landing san francisco
Am Flughafen von San Francisco sind parallele Landungen künftig tabu. Die neue Regel der US-Luftfahrtbehörde sorgt nicht nur für das Ende eines spektakulären Anblicks – sondern auch für deutlich mehr Verspätungen.
Laura Frommberg
Laura Frommberg
santa monica douglas dc 3 monument
Er ist mehr als 100 Jahre alt, doch Ende 2028 wird er schließen. Der Flughafen Santa Monica in Kalifornien war zwar nie ein großer Verkehrsflughafen, aber dennoch historisch bedeutsam.
Timo Nowack
Timo Nowack
wrack bombardier crj 900 ntsb
Die Unfalluntersuchungsbehörde NTSB hat neues Videomaterial zum Zusammenstoß einer Bombardier CRJ 900 von Air Canada mit einem Feuerwehrauto am New Yorker Flughafen LaGuardia veröffentlicht. Die Aufnahmen zeigen, wie heftig die Kollision war.
Timo Nowack
Timo Nowack