Airbus-A320-Produktion in Hamburg: Steiler Anstieg der Produktion geplant.

Zulieferer informiertAirbus bringt A320 aufs Vorkrisen-Niveau zurück

Der Flugzeugbauer schaut wieder optimistisch in die Zukunft. Beim A320 setzt sich Airbus Ziele wie vor der Krise. Nur bei einem Modell fährt er die Produktion nicht hoch.

Top-Jobs

k5 logo

Captain A320 (m/w/d)

K5-Aviation GmbH
München, Hamburg, Stuttgart
Feste Anstellung
Business Aviation
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
logo-gi-group

Teamleiter (gn) am Flughafen Hamburg

Hamburg
Feste Anstellung
Gi Group Recruiting
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Hahnair Logo

Kapitän C680A (all genders) mit Zusatzaufgaben

Düsseldorf
Feste Anstellung
Hahn Air Lines GmbH
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Hahnair Logo

Deputy Continuing Airworthiness Manager (all genders)

Düsseldorf
Feste Anstellung
Hahn Air Lines GmbH
Deutschland
Vollzeit
Top jobs

Die europäische Flugsicherung Eurocontrol hat kürzlich drei Prognosen zur Erholung des Luftverkehrs vorgestellt. Das pessimistischste Szenario geht davon aus, dass die Branche bei lückenhafter Durchimpfung und Ausbrüchen neuer Virusstämme erst 2029 zu alter Stärke zurückfindet. Airbus sieht es offenbar anders und macht optimistischere Annahmen.

Man gehe davon aus, «dass sich der Markt für Verkehrsflugzeuge zwischen 2023 und 2025 wieder auf das Niveau von vor Covid-19 erholen wird, angeführt vom Schmalrumpf-Segment», teilt der europäische Flugzeugbauer am Donnerstag (27. Mai) mit. Daher habe man seine Zulieferer informiert, dass die Produktion hochgefahren werde.

Monatlich 70 A320 Anfang 2024

Airbus bestätigt eine durchschnittliche Produktionsrate der A320-Familie von 45 Jets pro Monat im vierten Quartal 2021 und plant eine Rate von 64 fürs zweite Quartal 2023. «In Erwartung eines sich weiter erholenden Marktes fordert Airbus seine Zulieferer außerdem auf, ein Szenario mit einer Rate von 70 bis zum ersten Quartal 2024 zu ermöglichen», heißt es weiter. Längerfristig prüft Airbus sogar Möglichkeiten für Raten von bis zu 75 bis 2025.

70 bis 75 A319 Neo, A320 Neo und A321 Neo - das ist ein Wert, als hätte es nie eine Krise gegeben. Dieses Ziel hatte sich Airbus im Frühjahr 2018 nämlich schon einmal für die Zukunft gesetzt. Kurz vor Beginn der Pandemie plante man dann vorerst mit einer Monatsrate von 65 bis 67 Fliegern für das Jahr 2023. Das sind ganz ähnliche Werte, wie man jetzt wieder anpeilt.

Anstieg auch beim Airbus A220

Beim A220 wird die Produktionsrate von derzeit etwa fünf Flugzeugen pro Monat aus dem kanadischen Mirabel und Mobile in den USA Anfang 2022 auf etwa sechs Jets steigen. Man plane außerdem «eine monatliche Produktionsrate von 14 Flugzeugen bis zur Mitte des Jahrzehnts», so Airbus.

Dass Hochfahren des Ausstoßes beim A220 ist auch wichtig, um neue Kunden zu gewinnen. Southwest Airlines entschied sich Ende März gegen das Modell von Airbus und für eine riesige Order von Boeing 737 Max 7. Das Management des Billigfliegers machte deutlich, dass die bessere Verfügbarkeit der Max 7 ein wichtiger Faktor bei der Entscheidung war.

Nur beim A330 ändert sich nichts

Bei den Langstreckenfliegern bleibt Airbus vorsichtiger. Die aktuelle Produktionsrate von fünf A350 pro Monat soll bis Herbst 2022 auf sechs steigen. Beim A330 bleibt es gar bei einer durchschnittlichen Rate von zwei Flugzeugen pro Monat.

«Die Luftfahrtbranche beginnt sich von der Covid-19-Krise zu erholen», sagt Airbus-Chef Guillaume Faury. «Die Botschaft an unsere Zulieferer gibt dem gesamten industriellen System die Möglichkeit, die notwendigen Fähigkeiten zu sichern und bereit zu sein, wenn die Marktbedingungen es erfordern.» Parallel dazu stelle Airbus das industrielle System bei der Strukturmontage um und modernisiere die Produktionsanlagen der A320-Familie.

Mehr zum Thema

Struktur-Montage bei Airbus-Tochter Premium Aerotec in Nordenham: Wird integirert.

Airbus krempelt Flugzeugstruktur-Montage um

Verschiffung eines A380-Teils aus dem Airbus-Werk Puerto Real: Ein Bild aus guten Zeiten.

Airbus-Werk in Puerto Real «wirtschaftlich nicht haltbar»

Airbus-A220-Montage in Mobile in den USA: Die Produktionsrate ist noch niedrig.

Was Southwest am Airbus A220 störte

ticker-airbus-konzern-

Airbus holt Strategieberater Eric Kirstetter in den Vorstand

Video

Moment der Kollision: Zum Glück verletzte sich der Fahrer nur leicht.
Eine Boeing 767 von United Airlines berührte beim Anflug in Newark einen Lastwagen und einen Lichtmast. Flug UA169 landete dennoch sicher. Brisant: Weder Cockpit noch Flugsicherung registrieren die Kollision zunächst.
Laura Frommberg
Laura Frommberg
Rundflug zur Aero Friredrichshafen: Blick auf die Insel Mainau
Auf der Aero Friedrichshafen wurden die Flugzeuge ausgestellt und bewegten sich nicht – außer das von Alpen Air. Die kleine deutsche Airline hob ab und zeigt, wie sich die Allgemeine Luftfahrt wirklich anfühlt. Ein kurzer Flug, der lange im Kopf bleibt.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
TV-Bericht über den Zwischenfall: Drei Verletzte.
Flughafen Araxos
Die Taufe einer Boeing 737 Max von Tuifly wird jäh unterbrochen: Kurz vor Beginn der Zeremonie bricht eine Treppe am griechischen Flughafen Araxos zusammen. Mehrere Menschen stürzen, drei von ihnen müssen ins Krankenhaus.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin