Airbus A380 von Qatar Airways: Bleibt vorerst am Boden.

Qatar AirwaysAirbus A380 «wirtschaftlich und ökologisch unvertretbar»

Qatar Airways will statt Ziele aus dem Flugplan zu streichen kleinere Flugzeuge einsetzen. Dem Airbus A380 verteilt die Golfairline in der aktuellen Lage schlechte Zensuren.

Top-Jobs

k5 logo

Captain A320 (m/w/d)

K5-Aviation GmbH
München, Hamburg, Stuttgart
Feste Anstellung
Business Aviation
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
logo-gi-group

Teamleiter (gn) am Flughafen Hamburg

Hamburg
Feste Anstellung
Gi Group Recruiting
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Hahnair Logo

Kapitän C680A (all genders) mit Zusatzaufgaben

Düsseldorf
Feste Anstellung
Hahn Air Lines GmbH
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Hahnair Logo

Deputy Continuing Airworthiness Manager (all genders)

Düsseldorf
Feste Anstellung
Hahn Air Lines GmbH
Deutschland
Vollzeit
Top jobs

Jahrzehntelang gab es für die aufstrebenden Fluggesellschaften vom Persischen Golf nur eine Richtung: nach oben. Emirates, Etihad und Qatar Airways meldeten stetig steigende Passagierzahlen. Diesen Trend unterbricht die Covid-19-Pandemie. Für 2020 erwartet die Internationale Luftverkehrsvereinigung Iata für den Nahen Osten insgesamt einen Rückgang des Flugaufkommens von 56 Prozent.

In Doha versuchte man auch auf dem Höhepunkt der Corona-Krise, ein möglichst großes Netz aufrecht zu erhalten. Man habe so «Fluggästen, Regierungen und Partnern aus der Branche gezeigt, dass man sich auf Qatar Airways verlassen», könne, erklärte Johannes Falck, der neue Chef für Deutschland, Österreich und die Schweiz kürzlich im Gespräch mit aeroTELEGRAPH. Dennoch leidet auch die Fluggesellschaft mit den grauen Flugzeugen. Alleine in den Monaten Juli und August wird Katar zehn Millionen Fluggäste weniger zählen als im Vorjahr, so die Prognose der Iata.

Spitze Bemerkung auch an die Adresse von Emirates

Statt Ziele zu streichen, will Qatar Airways aber lieber kleinere Flugzeuge einsetzen. Auf jeder Strecke wolle man «vernünftige Kapazitäten» anbieten, so Vorstandsvorsitzender Akbar Al Baker. Der Airbus A350 sei «die optimale Wahl für die strategisch wichtigsten Langstreckenrouten nach Amerika, Europa und in den asiatisch-pazifischen Raum», so die Fluggesellschaft. Die Boeing 787 stellten zudem «angemessene Kapazität» für weitere Europa-Strecken bereit.

Für die Airbus A380 sieht Al Baker dagegen weiterhin keinen Bedarf. Die Superjumbos nehme man erst dann wieder in Betrieb, wenn «die Nachfrage wieder ein angemessenes Niveau erreicht hat». Unter den derzeitigen Umständen sei es«weder wirtschaftlich noch ökologisch vertretbar, ein so großes Flugzeug einzusetzen». Es ist nicht nur eine Aussage zum A380 selbst, sondern auch zu Konkurrent Emirates, der bereits wieder mit A380 fliegt.

Ökologisch und wirtschaftlich besser

Bei der Entscheidung stützt sich Qatar Airways auch auf eine interne Analyse. Dabei wurden A380 und A350 auf Flügen von Doha nach London, Guangzhou, Frankfurt, Paris, Melbourne, Sydney, Toronto und New York verglichen. Man habe festgestellt, dass der Superjumbo auf jeder dieser Strecken über 80 Prozent mehr CO2 pro Blockstunde –  damit meint man die Zeit vom Losrollen vom Gate am Abflugort bis zum Abstellen der Triebwerke am Ankunftsort – ausstößt als der A350.

Qatar Airways spricht zwar in der Mitteilung nur vom CO2. Doch der Ausstoß an Treubahusgasen korreliert direkt mit dem Verbrauch von Treibstoff.

Mehr zum Thema

Airbus A350 von Qatar Airways: Die Fluggesellschaft muss Umwege fliegen.

Qatar Airways fordert fünf Milliarden Schadenersatz

Airbus A350 von Qatar Airways: Bald wieder mehr unterwegs.

Qatar baut in Deutschland, Österreich und Schweiz aus

Airbus A380 von Qatar: Hat der Superjumbo in Katar noch eine Zukunft?

A380 von Qatar Airways kehren «vielleicht nie» zurück

emirates airbus a380 flagge 02

Emirates setzt nationales Ausrufezeichen auf Airbus A380

Video

03cb5639-a63e-4644-b420-139634c38344
Die abgelegenste bewohnte Insel der Welt kämpft mit der Angst vor einem Hantavirus-Ausbruch. Nun warf ein britischer Airbus A400 M medizinisches Material über Tristan da Cunha ab – begleitet von Fallschirmjägern und Notfallmedizinern.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
Der Airbus A321 Neo von Frontier: Die Passagiere verließen das Flugzeug über die Notrutschen.
Dramatische Szenen am Flughafen Denver: Ein Airbus A321 Neo von Frontier Airlines stoppte den Startlauf abrupt, nachdem das Flugzeug eine Person auf der Piste erfasst hatte.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
Absturzstelle: Hier prallte der Jet ins Gebirge.
Der Absturz von Flug MU5735 beschäftigt Ermittlungsbehörden seit mehr als vier Jahren. Jetzt deuten neue Daten darauf hin, dass es im Cockpit der Boeing 737 von China Eastern Airlines vor dem Crash zu einem Kampf um die Kontrolle kam.
Laura Frommberg
Laura Frommberg