Airbus-Werk in Mobile, Alabama: Nun werden hier auch A220 fertig gebaut.

Endmontage in Mobile gestartetAirbus A220 - jetzt auch made in USA

Der europäische Flugzeugbauer hat mit der Produktion von Airbus A220 in den USA begonnen. Die erste Maschine aus Mobile soll in einem Jahr ausgeliefert werden.

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Es war auch eine Lösung, um horrende Strafzölle von 292 Prozent zu umgehen, die aus Washington drohten. Boeing hatte im Frühjahr 2017 gegen Bombardier geklagt und dem Konkurrenten aus Kanada vorgeworfen, die C-Series mit Dumpingpreisen zu verschleudern. Als Airbus wenige Monate später das Zepter bei der Bombardier C-Series übernahm, kündigte der europäische Flugzeugbauer an, künftig die Flieger für Kunden aus den USA in den USA zu bauen.

Obwohl Boeing die Klage klar verlor, hielt Airbus am Plan fest. Neben dem bestehenden Endmontagewerk für Jets der A320-Familie errichtete der Flugzeughersteller in Mobile im US-Bundesstaat Alabama für 300 Millionen Dollar eine neue Produktionshalle und weitere Gebäude zur Endmontage von Airbus A220, wie die C-Series inzwischen heißt. Dort werden künftig die Regionaljets fertig gebaut, die an Kunden wie Delta oder Jetblue gehen werden.

40 bis 50 Flugzeuge pro Jahr

Am Montag (5. August) hat Airbus die Produktion von A220 in den USA offiziell gestartet. «Das erste Team von Produktionsmitarbeitern nahm seine Arbeit im Airbus-Montagewerk Mobile in Alabama auf», so der Konzern in einer Pressemitteilung. Die ersten Maschinen werden zwar noch in den bestehenden A320-Gebäuden gefertigt. Doch bald sollen in den neuen Hallen des US-Endmontagewerks 40 bis 50 A220 pro Jahr gebaut werden. Im kanadischen Mirabel sollen dann zugleich rund doppelt so viele A220-100 und A220-300 hergestellt werden.

Das erste Exemplar made in USA soll im dritten Quartal 2020 fertig sein. Der A220-300 wird dann an Kundin Delta Air Lines übergeben. «Mit Mobile und unserem Netz von Fertigungsstandorten in Asien, Kanada und Europa sind wir strategisch so aufgestellt, dass wir unsere Kunden weltweit besser bedienen können», kommentiert Airbus-Amerika-Chef C. Jeffrey Knittel.

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