Airbus A350 von Air Mauritius: Die Fluglinie kämpft ums Überleben.

Corona-KriseAir Mauritius droht das endgültige Aus

Schlechte Nachrichten für Air Mauritius: Die Staatsairline des Inselstaates wird sich vielleicht nicht mehr von der Krise erholen, warnt der Sonderverwalter.

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Hohe Kosten bei quasi null Einnahmen. Dieses Problem zwingt in der Corona-Krise selbst finanziell starke Fluglinien zu drastischen Maßnahmen. Noch vergangenes Jahr wäre etwa eine Staatsbeteiligung an Lufthansa undenkbar gewesen. Noch schlechter steht es um Unternehmen, die schon vorher keine Gewinne schrieben und die nicht über viel Liquidität verfügen – etwa Air Mauritius.

Die Krise könnte sogar das Ende der Fluglinie bedeuten. Ende April war Air Mauritius zahlungsunfähig und stellte sich unter Gläubigerschutz. Doch vielleicht bleibt es nicht dabei. Ausgerechnet im Jahr des 50. Jubiläums könnte es für die Nationalairline des Inselstaates zu Ende gehen. «Die Möglichkeit einer Liquidation wird immer sichtbarer», sagte Air-Mauritius-Sonderverwalter Sattar Hajee Abdoula vor der lokalen Presse.

Bereits erste Schritte unternommen

Eines sei sicher: Alle müssten finanzielle Opfer bringen, falls man Air Mauritius retten könne. Es wurden sogar schon erste Schritte in Richtung einer Liquidation unternommen. Man habe «den Prozess der Einreichung unseres Antrags beim Redundancy Board begonnen». Die Institution ist für alle Fälle von Verkleinerungen und Schließungen von Unternehmen aus wirtschaftlichen, finanziellen, strukturellen, technologischen und anderen Gründen zuständig.

Air Mauritius ging es bereits vor der Pandemie nicht gut. Unter anderem wollte sie deshalb zwei der vier bestellten Airbus A350 an South African Airways vermieten. Zudem hatte der Aufsichtsrat eine Strategieüberprüfung angestoßen.

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