Potestschild gegen den Flughafenausbau: Harter Kampf um die Stimmen des Volkes.

Air Dolomiti droht München

Die Münchener entscheiden über die dritte Startbahn. Bei einem Nein weicht die Tochter der Lufthansa etwa nach Zürich aus.

Top-Jobs

Weeze

Verkehrsleiter vom Dienst (w/m/x)

Flughafen Niederrhein GmbH
Weeze
Feste Anstellung
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
DERTOUR Logo

Virtuelle Reisebetreuung (m/w/d)

Reiseveranstalter
DERTOUR Destination Services AG
Home Office
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

CAMO Engineer f/m/d (full time) in Vienna (Austria)

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs
DERTOUR Logo

Reiseleiter (m/w/d)

Reiseveranstalter
DERTOUR Destination Services AG
Griechenland
Spanien
Portugal
Top jobs

Die Drohung kommt ziemlich unverblümt. Sollte sich eine Mehrheit der Münchner gegen eine dritte Startbahn aussprechen, «werden wir zwangsläufig andere Hubs im Lufthansa-Verbund ansteuern müssen, um weiterhin wachsen zu können», sagte Michael Kraus gegenüber der Süddeutschen Zeitung. Ein Teil des Verkehrs könne dann nach Zürich, Wien oder Frankfurt verlagert werden, so der Air-Dolomiti-Chef weiter. 90 Prozent der Flüge wickle seine Fluggesellschaft derzeit pünktlich ab. Ohne den Ausbau sei das künftig nicht mehr möglich. Rund 80 bis 90 Flüge führt die italienische Airline und Lufthansa-Tochter täglich von und nach München in ihrem Flugplan. In den nächsten Jahren wolle man noch öfter in italienische Städte fliegen und auch neue Ziele anderswo ansteuern. Aber ohne neue Piste gehe das einfach nicht.

Kraus' Aussage kommt in einer heißen Phase vor dem Bürgerentscheid vom 17.Juni. Gegner und Befürworter stecken bereits heftig im Abstimmungskampf. Dabei sind die Ressourcen klar verteilt. Das Lager der Gegner, in dem unter anderem die Parteien Grüne, Freie Wähler, Die Linke, Piraten sowie die Organisationen Attac und Bund Naturschutz vertreten sind, geben nach eigenen Angaben 78’000 Euro aus. «Wir wollen auf keinen Fall das Fliegen oder den Münchner Flughafen verteufeln» erklärte die Münchner Grünen-Chefin Katharina Schulze gegenüber der Süddeutschen. Man sei ganz einfach der Meinung, dass zwei Start- und Landebahnen ausreichten. Das Befürworter-Bündnis aus SPD, CSU und FDP sowie Verbänden und Unternehmen hat dagegen rund eine Million zur Verfügung. Es will die Bedeutung des Flughafens für Bayerns Wirtschaft hervorheben.

Es reicht, es reicht nicht...

Der Flughafen selbst behauptet, ohne dritte Startbahn drohe das Chaos. Bereits heute übersteige die Nachfrage die Kapazität. Deshalb könne man neue Strecken teils gar nicht mehr zulassen, obwohl Fluglinien diese gerne anbieten würden. Von den heute 37 Millionen Passagieren werde München Franz Josef Strauss bis 2025 auf 58 Millionen wachsen – sofern das auch möglich wäre, prognostiziert das Management. Die Gegner argumentieren, dass es auch mit nur zwei Pisten durchaus noch Raum für Wachstum gebe. Sie verweisen dabei auf die Zahl der Flugbewegungen, die etwa im ersten Quartal 2012 sanken.

Mehr zum Thema

Ryanair Malta Air Boeing 737-800 Landung

Können Sie diese Falschaussagen über die Luftfahrt aufdecken?

Flieger von Air Canada: Kanada erlebt einen Tourismusboom.

USA sind out - noch nie gab es so viele Flüge aus Europa nach Kanada

Die Golden Gate Bridge am Eingang der San Francisco Bay: Beide Flughäfen in der Nähe.

Sommerflaute: Nachfrage für Flüge zwischen Europa und USA erholt sich kaum

Platz 7: Barcelona
55 Millionen (+10,3 Prozent vs. 2023, +4,4 Prozent vs. 2019)

Europas beliebteste Flugrouten im Sommer 2025

Video

Erster Being 737-800 Kombifrachter: Air Inuit hat das Flugzeug am 13. Januar in den Liniendienst aufgenommen.
Fast fünfzig Jahre prägten röhrende 737-200 C den Alltag im Norden Québecs. Jetzt hebt erstmals eine Boeing 737-800 Kombi für Air Inuit ab – mit 90 Sitzen, Palettenfracht und als Weltpremiere.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Das Doomsday Plane bei der Landung in Los Angeles. Rarer Vogel.
In Los Angeles tauchte erstmals seit Langem wieder eine Boeing E-4B öffentlich auf. Während der Ersatz für die Weltuntergangsflugzeuge der USA bereits entsteht, absolvierte der alternde fliegende Kommandoposten einen ungewöhnlichen Rundflug über das Land.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
alaska airlines
Die amerikanische Fluggesellschaft ist Boeing-Kundin durch und durch. Das zeigte sie bisher auch auf jedem ihrer Flugzeuge - mit der Aufschrift Proudly All Boeing. Nun hat Alaska Airlines ihren Slogan angepasst.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies