Verunglückter Superjet von AeroflotIm hinteren Teil hatten Passagiere wenig Chancen

Bei der tödlichen Bruchlandung eines Superjets von Aeroflot brach ein Feuer aus. Für die Reisenden im hinteren Teil gab es wenig Überlebenschancen.

Top-Jobs

Pilatus Logo

Trainer Aircraft Chief Engineer

Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Flugzeugwerke AG
Schweiz
Vollzeit
Top jobs
k5 logo

Captain A320 (m/w/d)

K5-Aviation GmbH
München, Hamburg, Stuttgart
Feste Anstellung
Business Aviation
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
logo-gi-group

Teamleiter (gn) am Flughafen Hamburg

Hamburg
Feste Anstellung
Gi Group Recruiting
Deutschland
Vollzeit
Top jobs

Bis am Montagabend (5. Mai) blieb der Flugbetrieb in Moskau-Sheremetyevo stark eingeschränkt. Weil die Ermittler des Interstate Aviation Committee (Flugunfall-Untersuchung) und des Investigative Committee of the Russian Federation (Strafuntersuchung) alle Spuren sichern mussten, konnte Start- und Landebahn 06R/24L nicht benutzt werden. Auf der Piste war am Sonntagabend der Superjet 100 von Aeroflot verunglückt.

Beim Unglück starben 41 Menschen. Die meisten Opfer sind Passagiere, die im hinteren Teil des Flugzeuges saßen, wie russische Medien berichten. Sie waren besonders gefährdet, weil bei der Notlandung des weniger als zwei Jahre alten Superjets das Hauptfahrwerk brach und danach die Triebwerke auf die Piste aufschlugen und so wohl die Tragflächen beschädigten. Dadurch brach umgehend ein heftiger Brand von den Flügeln bis zum Leitwerk aus.

Griff nach Handgepäck bremste hintere Passagiere

Die meisten Toten seien Reisende, die in den hinteren Reihen gesessen hätten, heißt es. Die beiden hinteren Notausgänge waren wegen des Feuers nicht mehr benutzbar. Der 21-jährige Flugbegleiter Maxim M., der hinten im Flieger saß, versuchte sie zwar zu öffnen, schaffte es aber nicht mehr. Auch er verstarb zusammen mit 40 Passagieren. Gemäß der Nachrichtenagentur Interfax sollen Insassen, die noch ihr Handgepäck retten wollten, die Evakuierung verzögert haben, was die Überlebenschance der hinten sitzenden Reisenden verringerte.

Die Opfer von Unglücksflug SU1492 von Aeroflot sind hauptsächlich giftigen Dämpfen erlegen. Der Brand ließ Metalle und Verbundstoffe des Superjets, aber auch die Einrichtung schmelzen und verdampfen. Daneben erlitten sie schwere Verbrennungen, wie Ermittler der Nachrichtenagentur Tass erklärten.

Mehr zum Thema

Was bisher über die Bruchlandung von Moskau bekannt ist

Was bisher über die Bruchlandung von Moskau bekannt ist

13 Tote bei Bruchlandung eines Superjets in Moskau

13 Tote bei Bruchlandung eines Superjets in Moskau

Ex-Air-Albania-Airbus ist in Russland wider aufgetaucht: Das Flugzeug ist über den Oman nach Moskau geflogen.

Russische Airline besorgt sich über Umwege einen Airbus A320 - erneut über den Oman

Westliche Flugzeuge von Aeroflot: Russland führt ein eigenes Regelwerk für die Luftfahrt ein .

Ohne Westen: Russland baut eigenes Luftfahrt-Regelwerk auf

Video

erdfall la guardia loch
Am New Yorker Flughafen LaGuardia ist nahe einer Start- und Landebahn ein tiefes Loch im Rollweg entdeckt worden. Viele Flüge mussten am Mittwoch gestrichen werden.
Timo Nowack
Timo Nowack
Snowbirds im Formationsflug: Die Flugstaffel fliegt ab 2030 mit Pilatus PC-21.
Über 50 Jahre setzten die Snowbirds auf heimische Strahlflugzeuge von Canadair. Nach der aktuellen Saison ist damit Schluss. Künftig werden die Pilotinnen und Piloten der kanadischen Kunstflugstaffel mit Flugzeugen von Pilatus begeistern.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Sukhoi Su-57: Erstflug absolviert.
Die neue Variante des russischen Kampfjets soll nicht nur Pilotinnen und Piloten ausbilden, sondern künftig auch Kampfdrohnen koordinieren. Moskau positioniert die Sukhoi Su-57D damit noch stärker als Antwort auf amerikanische Tarnkappenflugzeuge wie die Lockheed Martin F-35.
gerard al fil
Gérard Al-Fil