Boeing 737-800 von Comair bei einem Testflug auf St. Helena: Die Airline fliegt in Südafrika auch als British Airways.

ComairÄrger für British Airways in Südafrika

Die südafrikanische Fluggesellschaft Comair steckt in Nöten. Die Behörden drohen ihr akut mit Lizenzentzug. Das trifft auch British Airways, für die Comair Inlandsrouten fliegt.

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Es geht um viel. In Südafrika drohen bald mehr als 800 wöchentliche nationale und regionale Flüge auszufallen. Der Air Services Licensing Council als Hüter der Luftfahrtregeln des Landes droht, Comair die Lizenz zu entziehen. Die Fluggesellschaft verstoße gegen die Vorschrift, dass südafrikanische Airlines zu maximal 25 Prozent ausländischen Aktionären gehören dürfen, so der Vorwurf. Bis am Mittwoch (11. Mai) hätte Comair den Gegenbeweis erbringen sollen.

Auch wenn der Name Comair in Südafrika nicht direkt am Himmel zu sehen ist - die Fluggesellschaft ist im Land einer der größten Anbieter. Ihre Billigtochter Kulula bietet mit 25 Flugzeugen wöchentlich rund 410 Flüge im In- und nahen Ausland an. Weitere 400 Inlandsflüge führt Comair für British Airways unter deren Markennamen durch. So wird Comair etwa auch unter dem Label British Airways den neuen Flug von Johannesburg nach St. Helena durchführen.

British Airways besitzt 11,5 Prozent

Entsprechend hart kämpft Comair denn auch gegen das drohende Grounding. Mit einer richterlichen Verfügung konnte die Fluggesellschaft am Mittwoch erwirken, dass der Air Services Licensing Council seine Drohung nicht umgehend wahr macht. Ein weiteres Gericht muss nun zuerst über die Vorwürfe entscheiden, welche die Behörde Comair macht. Erst dann darf allenfalls der Lizenzentzug vollstreckt werden.

Comair gehört gemäß den letzten öffentlichen Angaben zu 11,5 Prozent British Airways und zu 6,1 Prozent der chinesischen HNA Group. Die Behörden glauben aber, dass noch weitere ausländische Anteilseigner existieren. Das verneint die Airline.

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