A330 von Aer Lingus: Die Iren wollen einen ihrer zehn A330 stillegen.

RestrukturierungAer Lingus wirft Airbus A330 raus, um Platz für A321 XLR zu schaffen

Die irische Fluglinie steht vor erheblichen Herausforderungen. Sie plant nun drastische Einschnitte bei Personal, Flotte und Netzwerk. So will Aer Lingus wieder profitabel werden.

Top-Jobs

sunny cars

Customer Service Expert (m/w/d)

München / Remote
Feste Anstellung
Autovermietung
Sunny Cars
Deutschland
30 - 40 Stunden
Top jobs
IFFD Flugdienste

Piloten/ First Officer (m/w/d)

IFFD GmbH
Graz/Klagenfurt
Feste Anstellung
NCC-Betrieb
Österreich
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

Flight Operations Officer in Vienna (Austria)

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

First Officer Embraer 550 / Legacy 500 (m/f)

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs

Dass es bei Aer Lingus aktuell nicht rund läuft, wurde im August offensichtlich. Eigentlich sollte die irische Fluglinie als erste weltweit den Airbus A321 XLR erhalten. Doch dann zog Konzernmutter IAG den Stecker und verkündete, dass stattdessen Iberia die prestigeträchtige erste Auslieferung erhalten werde.

Der Grund für den Wechsel war intern. Es schwelte ein Tarifkonflikt zwischen Aer Lingus und ihren Pilotinnen und Piloten. Die Fluggesellschaft sei nicht in der Lage, «die erforderlichen Zusicherungen hinsichtlich der Kostenstruktur zu geben, um die für Investitionen in die Flotte erforderlichen Erträge zu gewährleisten», begründete IAG den Schritt.

Kein Personalabbau im großen Stil

Gut steht es um die Fluglinie weiter nicht. Von allen IAG-Airlines ist Aer Lingus am wenigsten rentabel. «Wir brauchen Gewinne, um Schulden abzuzahlen, Zinsen für Kredite zu zahlen, die Aktionäre, denen das Unternehmen gehört, zu entschädigen und die Gewinne in die Zukunft des Unternehmens zu reinvestieren», so Chefin Lynne Embleton in einer Videobotschaft an ihre Mitarbeitenden, aus der die Zeitung The Irish Independent zitierte.

Aer Lingus will daher sowohl die Einnahmen steigern als auch die Kosten senken. Sie plant als Folge, die Belegschaft zu verringern und die Flotte zu verkleinern, um Kosteneinsparungen zu erzielen. Diese Maßnahmen sollen hauptsächlich über die natürliche Fluktuation und einen Einstellungsstopp umgesetzt werden. Eine breite Entlassungswelle sei nicht vorgesehen. Vereinzelt seien jedoch «lokale Kündigungen» möglich, will das Blatt aus aus gut informierten Quellen erfahren haben.

Anpassung auch beim Netz

Dafür hat  Chefin Embleton in der Videobotschaft die Pläne zur Flotte erläutert: Sie plant, einen ihrer zehn Airbus A330 außer Dienst zu stellen und die Kurzstreckenflotte um drei A320 zu verkleinern. Dieser Schritt soll Platz für die Aufnahme von acht Airbus A321 XLR schaffen, deren erweiterte Reichweite neue Strecken ermöglichen würde, erklärte Embleton. Dabei schaut Aer Linus besonders Richtung Nordamerika. Einst waren sechs XLR für die Iren vorgesehen.

Aer Lingus konzentriert sich zudem auf profitable Routen und will diese ausbauen, während schwächere Strecken überprüft werden. Welche Routen betroffen sind, will das Management in den kommenden Wochen präsentieren.

Passagierdeckelung bremst

Ein Grund der überall reinspielt, ist die Passagierobergrenze am Flughafen Dublin. Im Mai 2023 verkündete die irische Luftfahrtbehörde IAA, dass im Winterflugplan 2024/25 maximal 14,4 Millionen Passagiere den Flughafen nutzen dürfen. Dies Maßnahme soll Verspätungen und Betriebsstörungen verringern. Aer Lingus und Ryanair haben rechtliche Schritte gegen diese Beschränkung eingeleitet, da sie negative Auswirkungen auf ihre Geschäftsmodelle befürchten.

Mehr zum Thema

Airbus A321 XLR für Aer Lingus: Mitte Februar 2024 in Hamburg gesichtet.

Aer Lingus spricht wieder für Airbus A321 XLR vor

Airbus A321 XLR für Aer Lingus: Mitte Februar 2024 in Hamburg gesichtet.

Konflikt mit Cockpit-Crews kostet Aer Lingus den Airbus-A321-XLR-Titel

Erster Airbus A321 XLR: Bei Iberia trägt das Flugzeug die Kennung EC-OIL:

Die allererste Fluggesellschaft besitzt jetzt einen Airbus A321 XLR

ticker-dublin

EU stoppt geplante Nachtflugbeschränkungen für Dublin

Video

Dassault Falcon 10X: Die Franzosen haben am 10. März das Rollout gefeiert.
Die Entwicklung verzögerte sich immer mehr. Nun hat Dassault endlich ihren neuesten Ultralangstrecken-Businessjet erstmals öffentlich präsentiert. Die Falcon 10X soll mit Geräumigkeit, Reichweite und Geschwindigkeit punkten.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Raketenabwehr: Ist im Iran-Krieg zentral geworden.
Raketen, Drohnen und Apaches: Mit Jets, Hubschraubern und Flugabwehrsystemen verteidigen sich die Vereinigten Arabischen Emirate und sorgen so auch dafür, dass Flugzeuge von Emirates, Etihad, Flydubai oder Air Arabia wieder starten können.
gerard al fil
Gérard Al-Fil
Boeing 777 von Emirates in Dubai: Der Betrieb wurde kurzzeitig gestoppt.
Einen großen Teil ihres Streckennetzes will die Golfairline wieder bedienen – auch Ziele wie Frankfurt, München oder Zürich. Doch ein Drohneneinschlag beim Flughafen Dubai International führte zu einem kurzfristigen Stopp aller Flüge von Emirates. Die Folge sind mitunter große Verspätungen.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin