Flieger von Aer Lingus: Wird wirklich mehr geklaut?

Entschuldigung bei den MitarbeiternAer Lingus hat doppeltes Diebstahl-Problem

Weil bei der irischen Airline übermäßig viel gestohlen wird, werden die Mitarbeiter stärker kontrolliert. Die fühlen sich dadurch in ihrer Ehre verletzt. Aer Lingus musste sich entschuldigen.

Top-Jobs

bwlv

Fluggerätmechaniker (m/w/d)

BWLV-Motorflugschule Hahnweide
Vollzeit
Kirchheim/Teck
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Flugschule
Pilatus Logo

Team Leader Account Management

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Hahnair Logo

Compliance Monitoring Manager (all genders)

Hahn Air Lines GmbH
Vollzeit
Düsseldorf
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
Etihad Job

Captain A320

Etihad Airways
Vollzeit
Abu Dhabi
Top jobs
United Arab Emirates
Feste Anstellung

Es sind deutliche Worte des Aer-Lingus-Chefs. «Wir entschuldigen uns aufrichtig für den Unmut, den wir ausgelöst haben», schrieb  Stephen Kavanagh im Namen der Konzernleitung in einer Mitteilung an die Mitarbeitenden. Diese seien in der letzten Woche «verletzenden und erniedrigenden Kommentaren» ausgesetzt gewesen. Die irische Fluggesellschaft versprach, als Entschädigung 25.000 Euro an zwei von den Mitarbeitern ausgewählte Wohltätigkeitsorganisationen zu spenden, berichtet dien Zeitung Irish Independent.

Hintergrund der Entschuldigung: Letzte Woche kündigte Operativchef Mike Rutter in einem Schreiben an, dass aufgrund von «jährlichen Verlusten in Millionenhöhe  als Folge von Materialdiebstahls durch Mitarbeitende» neue Sicherheitsmaßnahmen eingeführt würden. Dazu gehören etwa Überwachungskameras im Terminal 2 des Flughafens Dublin. Zudem kommen Security-Mitarbeitende, welche die Mitarbeitenden in ihren Pausenräumen überwachen sowie Lagerräume für Duty-Free-Güter kontrollieren.

Mehr Diebstahl als bei anderen Airlines

In den USA seien wegen Diebstahlsverdacht sogar die Strafverfolgungsbehörden hinzugezogen worden, so Aer Lingus. Wie Operativchef Rutter erklärt, würden die eigenen Mitarbeitenden mehr Dinge von Passagieren als auch mehr Firmeneigentum stehlen, als dies im Branchendurchschnitt der Fall sei. Offenbar waren die Worte zu hart und haben die Mitarbeiter der Airline verärgert.

Kavanagh betonte nun in seinem Entschuldigungsbrief, dass man die Professionalität der Mitarbeitenden, ihre harte Arbeit und ihre Hingabe sehr schätze. Man wolle sämtliche Probleme unter Einbezug der Mitarbeitenden und ihrer Gewerkschaften angehen. Aer Lingus betont, dass die Diebstähle von ganz wenigen Mitarbeitenden begingen würden.

Mehr zum Thema

Premium-Passagiere lassen gerne Bettzeug mitgehen

Premium-Passagiere lassen gerne Bettzeug mitgehen

Flieger von Aer Lingus: Die Airline will mehr Sitze auf Atlantikstrecken.

Aer Lingus will mehr Kapazität auf der Langstrecke

ticker-aer-lingus

Aer Lingus verhandelt weiter über Abbau von bis zu 500 Stellen

ticker-aer-lingus

Aer Lingus beschleunigt Starlink-Einführung

Video

Airbus U740 Valkyrie: Erstflug erfolgreich absolviert.
Sie startet ohne Landebahn, erreicht bis zu Mach 0,8 und kann bewaffnet werden: Die Airbus U740 Valkyrie hat ihren ersten Flug absolviert. Künftig soll das autonome Kampflugzeug gemeinsam mit Eurofightern operieren.
gerard al fil
Gérard Al-Fil
Boeing 747-8 von Lufthansa: Am 10.Oktober wäre es fast zu einem Tailstrike in Los Angeles gekommen.
Eine Boeing 747-8 von Lufthansa musste in Los Angeles durchstarten. Dabei kam das Heck des Jumbo-Jets der Piste bedenklich nahe.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Szene aus «111 - Echoes from Halifax»: Der Film zeigt die Tragödie anhand menschlicher Schicksale nach.
Anne Walser ist Produzentin des Kinofilms «111- Echoes from Halifax». Im Interview erklärt sie, weshalb das Thema Absturz von Swissair-Flug SR111 auch nach mehr als 25 Jahren noch aktuell ist, wieso sie bewusst auf einen Katastrophenfilm verzichtete und wie sich das Team vorbereitete.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin