Start einer 737 Max: Bisher hat Boeing 219 Exemplare ausgeliefert.

BoeingAbbau von 737-Max-Stau dauert sechs Jahre

Wie lange braucht Boeing, um den Stau bei der 737-Max-Produktion abzuarbeiten? Eine Analyse geht von einem Abbau bis 2026 aus - frühestens.

Top-Jobs

bwlv

Fluggerätmechaniker (m/w/d)

BWLV-Motorflugschule Hahnweide
Vollzeit
Kirchheim/Teck
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Flugschule
Pilatus Logo

Team Leader Account Management

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Hahnair Logo

Compliance Monitoring Manager (all genders)

Hahn Air Lines GmbH
Vollzeit
Düsseldorf
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
Etihad Job

Captain A320

Etihad Airways
Vollzeit
Abu Dhabi
Top jobs
United Arab Emirates
Feste Anstellung

Boeing hat viele Probleme und Herausforderungen rund um die 737 Max. Dazu gehören Klagen und Schadensersatzforderungen. So ziehen etwa zwei Betreiber der Businessjetvariante vor Gericht. F&L Aviation IV und Brilliant Aviation wollen Boeing unter anderem dazu bringen, die 737 Max zurückzunehmen. Sie argumentieren, sie hätten die Flieger nie gekauft, hätten sie von der Existenz der Flugsteuerungssoftware MCAS gewusst.

Eine andere Herausforderung für den amerikanischen Flugzeughersteller wird es, die seit Januar gestoppte Produktion der 737 Max wieder hochzufahren und die bereits produzierten und geparkten Exemplare auszuliefern. Das kann der Hersteller tun, sobald die Behörden weltweit grünes Licht geben und das Modell wieder abheben darf. Von 2020 bis 2023 sollten 2682 Boeing 737 Max ausgeliefert werden. Das macht rund 570 Jets pro Jahr plus die etwa 400, die seit dem Grounding produziert aber nicht ausgeliefert wurden, wie das Portal Leeham News errechnet hat.

Mindestens bis 2026

Zum Vergleich: Im Jahr 2018 hatte der Flugzeugbauer 580 Boeing 737 an Kunden übergeben, bei einer Zahl von 806 insgesamt ausgelieferten Flugzeugen. Das Problem: Er wird es gemäß Leeham gerade schaffen, 1827 der Flieger bis Ende 2023 auszuliefern. Demnach wird Boeing 855 Exemplare der 737 Max nicht rechtzeitig an die Kunden übergeben können.

Die Analyse kommt zu dem Schluss, dass es mindestens bis zum Jahr 2026 dauern wird, bis der Stau ganz abgearbeitet ist. Und selbst das nur unter der Annahme, dass vor 2025 keine neuen Orders reinkommen, die um die Produktionsplätze konkurrieren.

Viele Piloten benötigt

Boeing muss unter anderem die rund 400 geparkten Flugzeuge fit für den Flugbetrieb machen. Auch sind genügend Piloten nötig, um die Testflüge mit den Maschinen durchzuführen. Die Kunden benötigen ebenfalls genügend Cockpitcrews, welche die 737 Max fliegen dürfen - dazu werden nach neuesten Empfehlungen Simulatortrainings nötig sein.

Zugleich wird der Hersteller die Betreiber personell unterstützen, die bereits über 737 Max verfügen. 100 bis 150 Stunden Vorbereitung sind pro Flieger für den Neustart nötig, etwa um Flüssigkeiten zu wechseln, Triebwerke zu überprüfen, das Softwareupdate für das MCAS auszuspielen und zu testen. All das betrifft nur die geparkten Flugzeuge. Auch das Hochfahren der Produktion bei Boeing selber und bei den Zulieferern, die zuletzt teilweise viele Mitarbeiter entlassen mussten, wird kein einfaches Unterfangen.

Mehr zum Thema

Produktion der 737 Max: Steht seit Januar still.

Nach dem Grounding ist Boeing die Sorgen nicht los

Wanderfalke: Zwei dieser Vögel sind bei Boeing zuhause.

Falken sorgen für Flugbetrieb im 737-Max-Werk

Weißer Jet: Flieger, die im Wet-Lease unterwegs sind, kann man nicht immer zuordnen.

Platzt die Blase auf dem Leasingmarkt?

Boeing 737 Max 8 im Hintergrund, Max 10 im Vordergrund: In der Bestellung ist es anders herum.

Boeing hat riesige 737-Max-Bestellung von Turkish Airlines jetzt sicher

Video

Ex-Swissair-Sprecher Urs Peter Naef: «»
Als die Nachricht vom Absturz vor Halifax eintraf, war das Krisenhandbuch der Swissair-Kommunikationsabteilung noch nicht fertig. Medienverantwortlicher Urs Peter Naef musste improvisieren - und zugleich die Angehörigen vor aufdringlichen Medien schützen. Seine wichtigste Lehre aus der Katastrophe: «Steh zu dem, was passiert ist, und zeig Flagge.»
Christopher Scheffelmeier
Christopher Scheffelmeier
Kälin
Mit der Rückkehr der Angehörigen aus Kanada war die Arbeit für die Swissair längst nicht beendet. Persönliche Gegenstände mussten zurückgegeben, Gedenkveranstaltungen organisiert und Familien weiter begleitet werden. Der Ehemalige Finanzchef Walter Kälin blickt auf die Herausforderungen zurück – und erklärt, wie die Erfahrungen von damals die heutige Krisenbetreuung prägen
Christopher Scheffelmeier
Christopher Scheffelmeier
Ex-Swissair-Personalchef Matthias Mölleney zum Unglück von Flug SR1111: «...»
Als Flug SR111 von Swissair vor Halifax abstürzte, war Matthias Mölleney erst seit 95 Tagen Personalchef der Airline. Plötzlich musste er die Angehörigen und Mitarbeitenden betreuen und zugleich den Flugbetrieb aufrechterhalten. Fast drei Jahrzehnte später erinnert er sich an die schwersten Tage seiner Karriere – und an die Lehren für das spätere Grounding.
Christopher Scheffelmeier
Christopher Scheffelmeier