Produktion der 737 Max: Steht seit Januar still.

Viele ProblemeNach dem Grounding ist Boeing die Sorgen nicht los

Anfang Januar stoppte der Flugzeugbauer die 737-Max-Produktion. Wann Boeing sie wie stark hochfahren kann, ist noch unsicher. Das ist auch für Airlines und Zulieferer eine Herausforderung.

Top-Jobs

bwlv

Fluggerätmechaniker (m/w/d)

BWLV-Motorflugschule Hahnweide
Vollzeit
Kirchheim/Teck
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Flugschule
Pilatus Logo

Team Leader Account Management

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Hahnair Logo

Compliance Monitoring Manager (all genders)

Hahn Air Lines GmbH
Vollzeit
Düsseldorf
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
Etihad Job

Captain A320

Etihad Airways
Vollzeit
Abu Dhabi
Top jobs
United Arab Emirates
Feste Anstellung

Sehnlichst wartet Boeing darauf, dass die Behörden in den USA und weltweit die 737 Max wieder abheben lassen. Doch auch wenn das bis im Sommer wirklich geschieht, werden das laufende und das nächste Jahr alles andere als einfach für den amerikanischen Flugzeughersteller. Seine Zulieferer stehen vor ebenso großen Herausforderungen.

Das Fachportal Leeham News erwartet unter Berufung auf Informanten, dass Boeing die Produktion der 737 Max mit einem Ausstoß von rund 10 bis 15 Maschinen pro Monat starten wird. 2021 könnten 42 Flieger erreicht werden und erst 2022 wieder 57, wie das einst für 2019 eingeplant gewesen war. Das Portal betont, dass dies nur eines von Dutzenden Szenarien von Boeing ist - allerdings das wahrscheinlichste derzeit.

Zulieferer entlässt 2800 Mitarbeiter

Boeing hat rund 400 fertig produzierte 737 Max geparkt. Wall-Street-Analysten gehen davon aus, dass der Hersteller rund 25 der Flieger pro Monat ausliefern kann. Leeham News rechnet aufgrund fehlender Ressourcen bei der Luftfahrtbehörde der USA mit einer geringeren Zahl. Die geparkten Jets werden die neue Flugsteuerungssoftware erhalten, sobald diese von den Behörden freigegeben ist. Danach müssen sie betriebsbereit gemacht werden und Testflüge absolvieren, bevor sie an die Kunden gehen können.

Zudem lagern beim Zulieferer Spirit Aerosystems schon 100 weitere fertige Rümpfe für 737 Max. Das Unternehmen wird diesen Monat 2800 Mitarbeiter entlassen und weitere könnten folgen. Es verweist auf die Unsicherheit, wann die 737 Max wieder fliege und wie schnell Boeing die Produktion wieder aufnehme. Spirit Aerosystems beschäftigt weltweit rund 18.000 Mitarbeiter. Für kleinere Zulieferer dagegen könnte die Lage existenzbedrohend werden.

Herkulesarbeit bei Airlines

Je länger das Grounding dauert und je langsamer Boeing danach die Produktion hochfahren kann, desto größer ist auch die Frage, ob und wie der Flugzeugbauer seine eigenen Arbeitsplätze erhalten kann. Im Großraum Seattle hängen rund 10.000 Jobs direkt an der Boeing 737. Auf jeden dieser Arbeitsplätze kommen zusätzlich drei bis vier indirekte.

Die Beratungsfirma IBA erwartet derweil generell ein schwieriges Jahr für die Luftfahrt. Zum einen werde Boeing beginnen, geparkte sowie neu produzierte 737 Max auszuliefern. Zudem würden mehr als 380 Exemplare, die schon bei Airlines stehen, den Betrieb wieder aufnehmen. Das bedeutet auch für die Fluggesellschaften eine Herkulesarbeit. So etwas habe die Branche noch nie gesehen.

Mehr zum Thema

Geparkte Boeing 737 Max: Es rollen keine Flieger mehr aus dem Werk.

Boeing pausiert die Produktion der 737 Max definitiv

Boeing-Werk in Renton: So voll war es dort schon im Juni.

Boeing will monatlichen Auslieferungsrekord brechen

Boeing 737 Max von Southwest: Eine Änderung steht an.

Jede 737 Max braucht über 100 Stunden Arbeit zum Neustart

Boeing 737 Max 8 im Hintergrund, Max 10 im Vordergrund: In der Bestellung ist es anders herum.

Boeing hat riesige 737-Max-Bestellung von Turkish Airlines jetzt sicher

Video

Ex-Swissair-Sprecher Urs Peter Naef: «»
Als die Nachricht vom Absturz vor Halifax eintraf, war das Krisenhandbuch der Swissair-Kommunikationsabteilung noch nicht fertig. Medienverantwortlicher Urs Peter Naef musste improvisieren - und zugleich die Angehörigen vor aufdringlichen Medien schützen. Seine wichtigste Lehre aus der Katastrophe: «Steh zu dem, was passiert ist, und zeig Flagge.»
Christopher Scheffelmeier
Christopher Scheffelmeier
Kälin
Mit der Rückkehr der Angehörigen aus Kanada war die Arbeit für die Swissair längst nicht beendet. Persönliche Gegenstände mussten zurückgegeben, Gedenkveranstaltungen organisiert und Familien weiter begleitet werden. Der Ehemalige Finanzchef Walter Kälin blickt auf die Herausforderungen zurück – und erklärt, wie die Erfahrungen von damals die heutige Krisenbetreuung prägen
Christopher Scheffelmeier
Christopher Scheffelmeier
Ex-Swissair-Personalchef Matthias Mölleney zum Unglück von Flug SR1111: «...»
Als Flug SR111 von Swissair vor Halifax abstürzte, war Matthias Mölleney erst seit 95 Tagen Personalchef der Airline. Plötzlich musste er die Angehörigen und Mitarbeitenden betreuen und zugleich den Flugbetrieb aufrechterhalten. Fast drei Jahrzehnte später erinnert er sich an die schwersten Tage seiner Karriere – und an die Lehren für das spätere Grounding.
Christopher Scheffelmeier
Christopher Scheffelmeier