Weißer Jet: Flieger, die im Wet-Lease unterwegs sind, kann man nicht immer zuordnen.

Nach Aufhebung des 737-Max-GroundingsPlatzt die Blase auf dem Leasingmarkt?

Boeing, die Zulieferer und die Airlines werden aufatmen, wenn die 737 Max wieder fliegen darf. Für Turbulenzen dürfte das allerdings bei Wet-Lease-Anbietern und Leasingfirmen sorgen.

Top-Jobs

Pilatus Logo

Allroundmitarbeiter Luftfahrzeug (a) Flugzeugmontage/-unterhalt

Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Flugzeugwerke AG
Schweiz
Vollzeit
Top jobs
sunny cars

Customer Service Expert (m/w/d)

München / Remote
Feste Anstellung
Autovermietung
Sunny Cars
Deutschland
30 - 40 Stunden
Top jobs
IFFD Flugdienste

Piloten/ First Officer (m/w/d)

IFFD GmbH
Graz/Klagenfurt
Feste Anstellung
NCC-Betrieb
Österreich
Vollzeit
Top jobs

Bald ein Jahr lang steht die Boeing 737 Max schon am Boden. Nach zwei tödlichen Abstürzen untersagten die Luftfahrtbehörden weltweit den Betrieb des Flugzeugmodells. Seitdem überarbeitet der Hersteller die Flugsteuerung und hofft auf eine Rückkehr. Doch der angepeilte Termin verschiebt sich wieder und wieder nach hinten, seit Januar ruht sogar die Produktion.

Unter all dem leiden Boeing und die Zulieferer. Auch Fluggesellschaften, die bereits 737 Max in den Flotten haben oder welche erwarteten, werden in Mitleidenschaft gezogen. Es gibt allerdings auch Unternehmen, die von der Krise profitieren. Wet-Lease-Anbieter und Leasingfirmen haben derzeit keine Probleme, ihre Flugzeuge zu  vermieten, weil Airlines die fehlenden Flieger ersetzen müssen. Besonders Boeing 737 NG und Jets der Airbus-A320-Familie sind gefragt.

Fast 800 Boeing 737 Max in Warteposition

Als Boeing kürzlich mitteilte, man rechne erst für «Mitte 2020» mit einer Freigabe der Behörden, erklärte Tuifly, man werde als Ersatz «bestehende Leasingverträge von Fluggeräten verlängern». Auch bei Sun Express hieß es: «Wir haben uns, genau wie im vergangenen Jahr, frühzeitig um Ersatzkapazitäten gekümmert.» Solange die 737 Max am Boden ist, bleiben Ersatzflieger also gefragt und die Preise hoch.

Aber was geschieht, wenn das Grounding endet? Mehr als 380 der Maschinen werden weltweit wieder abheben dürfen. Zudem wird Boeing beginnen, die rund 400 schon produzierten, aber noch geparkten Flugzeuge auszuliefern. «Der Markt hat so etwas noch nicht gesehen», warnt die britische Beratungsfirma IBA. Dass so vielen Jets in so kurzer Zeit auf den Markt kämen, sei einmalig.

Leasingpreise bei Langstreckenjets angespannt

Natürlich werden auch einige Leasingfirmen, die Max-Kunden sind, aufatmen. Auf der anderen Seite wird jedoch die Nachfrage nach Ersatzfliegern schnell wegbrechen. IBA warnt daher vor einem schwierigen Jahr für die Leasing- und Wet-Lease-Branche mit starken Änderungen bei den Preisen.

Weiterhin erwartet die Beratungsfirma, dass die Leasingraten für Langstreckenflieger wie den Airbus A330 weiter zurückgehen werden. Das bedeute zusätzliche Unsicherheiten für die Leasingunternehmen. Einige werden das womöglich nicht überleben und vom Markt verschwinden, so die Prognose von IBA.

Mehr zum Thema

Produktion der 737 Max: Steht seit Januar still.

Nach dem Grounding ist Boeing die Sorgen nicht los

2014 bestellt Sun Express 50 Boeing 737 Max zur Flottenerneuerung.

So reagieren Sun Express und Tuifly auf längeres Grounding

Ryanair erhält erste Boeing 737 Max vielleicht erst im Oktober

Ryanair erhält erste Boeing 737 Max vielleicht erst im Oktober

ticker-boeing-1

Boeing liefert im Februar 51 Flugzeuge aus - deutlich mehr als Airbus

Video

crj900 laguardia ntsb
Das Cockpit wurde völlig zerstört, die Piloten der Bombardier CRJ900 von Air Canada überlebten den Zusammenstoß mit einem Feuerwehrtruck nicht. Die Funkaufzeichnungen dokumentieren die dramatischen Momente vor dem Unglück.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
la guardia crj 900 air canada express
Am Flughafen LaGuardia in New York ist eine Bombardier CRJ900 von Air Canada nach der Landung mit einem Feuerwehrfahrzeug zusammengestoßen. Die beiden Piloten kamen ums Leben.
Timo Nowack
Timo Nowack
König Willem-Alexander bei seinem letzten Flug mit einer Boeing 737: Er lässt sich nochmals umschulen.
Fußballfans, Familien auf dem Weg nach Lappland oder Urlauber nach Ibiza: Viele Passagiere ahnten nicht, dass ihr Kopilot der König der Niederlande war. Jetzt flog Willem-Alexander letztmals mit einer Boeing 737 von KLM - und beginnt nun die Umschulung auf Airbus.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin