Weißer Jet: Flieger, die im Wet-Lease unterwegs sind, kann man nicht immer zuordnen.

Nach Aufhebung des 737-Max-GroundingsPlatzt die Blase auf dem Leasingmarkt?

Boeing, die Zulieferer und die Airlines werden aufatmen, wenn die 737 Max wieder fliegen darf. Für Turbulenzen dürfte das allerdings bei Wet-Lease-Anbietern und Leasingfirmen sorgen.

Top-Jobs

Pilatus Logo

Head of Mechanical Final Assembly PC-12 (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Logo

Lizenzierter Luftfahrzeugmechaniker Experimental Shop (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
ticker-dfs-deutsche-flugsicherung

Fluglotse (w/m/d)

Deutsche Flugsicherung DFS
Studium
Langen b. Frankfurt
Top jobs
Deutschland
.

Event Manager (m/f, 100%)

Vollzeit
IRF Reputation AG
Basel
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Luftfahrt

Bald ein Jahr lang steht die Boeing 737 Max schon am Boden. Nach zwei tödlichen Abstürzen untersagten die Luftfahrtbehörden weltweit den Betrieb des Flugzeugmodells. Seitdem überarbeitet der Hersteller die Flugsteuerung und hofft auf eine Rückkehr. Doch der angepeilte Termin verschiebt sich wieder und wieder nach hinten, seit Januar ruht sogar die Produktion.

Unter all dem leiden Boeing und die Zulieferer. Auch Fluggesellschaften, die bereits 737 Max in den Flotten haben oder welche erwarteten, werden in Mitleidenschaft gezogen. Es gibt allerdings auch Unternehmen, die von der Krise profitieren. Wet-Lease-Anbieter und Leasingfirmen haben derzeit keine Probleme, ihre Flugzeuge zu  vermieten, weil Airlines die fehlenden Flieger ersetzen müssen. Besonders Boeing 737 NG und Jets der Airbus-A320-Familie sind gefragt.

Fast 800 Boeing 737 Max in Warteposition

Als Boeing kürzlich mitteilte, man rechne erst für «Mitte 2020» mit einer Freigabe der Behörden, erklärte Tuifly, man werde als Ersatz «bestehende Leasingverträge von Fluggeräten verlängern». Auch bei Sun Express hieß es: «Wir haben uns, genau wie im vergangenen Jahr, frühzeitig um Ersatzkapazitäten gekümmert.» Solange die 737 Max am Boden ist, bleiben Ersatzflieger also gefragt und die Preise hoch.

Aber was geschieht, wenn das Grounding endet? Mehr als 380 der Maschinen werden weltweit wieder abheben dürfen. Zudem wird Boeing beginnen, die rund 400 schon produzierten, aber noch geparkten Flugzeuge auszuliefern. «Der Markt hat so etwas noch nicht gesehen», warnt die britische Beratungsfirma IBA. Dass so vielen Jets in so kurzer Zeit auf den Markt kämen, sei einmalig.

Leasingpreise bei Langstreckenjets angespannt

Natürlich werden auch einige Leasingfirmen, die Max-Kunden sind, aufatmen. Auf der anderen Seite wird jedoch die Nachfrage nach Ersatzfliegern schnell wegbrechen. IBA warnt daher vor einem schwierigen Jahr für die Leasing- und Wet-Lease-Branche mit starken Änderungen bei den Preisen.

Weiterhin erwartet die Beratungsfirma, dass die Leasingraten für Langstreckenflieger wie den Airbus A330 weiter zurückgehen werden. Das bedeute zusätzliche Unsicherheiten für die Leasingunternehmen. Einige werden das womöglich nicht überleben und vom Markt verschwinden, so die Prognose von IBA.

Mehr zum Thema

Produktion der 737 Max: Steht seit Januar still.

Nach dem Grounding ist Boeing die Sorgen nicht los

2014 bestellt Sun Express 50 Boeing 737 Max zur Flottenerneuerung.

So reagieren Sun Express und Tuifly auf längeres Grounding

Ryanair erhält erste Boeing 737 Max vielleicht erst im Oktober

Ryanair erhält erste Boeing 737 Max vielleicht erst im Oktober

ticker-airbus-konzern-

USA sehen Airbus-Kredit als Gefahr für Handelsfrieden

Video

lufthansa fra gate of the future 07
Lufthansa und der Flughafen Frankfurt testen im Terminal 1, wie ein Gate effizienter funktionieren kann und zugleich komfortabler für die Gäste wird. Dabei geht es sowohl um Lounge-Elemente, als auch darum, Bewegungen zu analysieren und einem Software-Wirrwarr Herr zu werden.
Timo Nowack
Timo Nowack
airbus a340 600 lufthansa abschied duesseldorf
Der erste von vier Airbus A340-600 von Lufthansa hat Düsseldorf wieder verlassen. Der lange Vierstrahler winkte zum Abschied.
Timo Nowack
Timo Nowack
Airbus A350 von Finnair in Melbourne: Der Weihnachtsmann fliegt selbstverständlich mit der finnischen Nationalairline nach Australien.
15.200 Kilometer, ein Zwischenstopp in Bangkok und ein neuer Kontinent im Streckennetz: Finnair hat ihre erste Australien-Verbindung eröffnet. Weshalb die Wahl auf Melbourne fiel, warum auch Fracht eine wichtige Rolle spielt und weshalb selbst der Iran-Krieg die Airline nicht von ihren Plänen abbrachte.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin