737-Max-Simulator: Boeing schickt Piloten zum Training.

Aufhebung des GroundingsBoeing-737-Max Piloten müssen in den Simulator

Der Flugzeughersteller wollte verhindern, dass Piloten von 737 Max vor der Aufhebung des Groundings in den Simulator müssen. Jetzt hat Boeing die Meinung geändert.

Top-Jobs

k5 logo

Captain A320 (m/w/d)

K5-Aviation GmbH
München, Hamburg, Stuttgart
Feste Anstellung
Business Aviation
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
logo-gi-group

Teamleiter (gn) am Flughafen Hamburg

Hamburg
Feste Anstellung
Gi Group Recruiting
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Hahnair Logo

Kapitän C680A (all genders) mit Zusatzaufgaben

Düsseldorf
Feste Anstellung
Hahn Air Lines GmbH
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Hahnair Logo

Deputy Continuing Airworthiness Manager (all genders)

Düsseldorf
Feste Anstellung
Hahn Air Lines GmbH
Deutschland
Vollzeit
Top jobs

Als Boeing im Spätsommer 2011 die 737 Max auf den Markt brachte und begann, sie Kunden schmackhaft zu machen, war der geringe Schulungsaufwand ein wichtiges Verkaufsargument. Das neue Flugzeug verhalte sich derart ähnlich wie das Vorläufermodell 737 NG, dass ein Wechsel für Piloten ein Kinderspiel sei, so der Hersteller. Sie müssten lediglich ein kurzes Training am Computer oder Tablet absolvieren.

Der geringe Trainingsaufwand ist für Betreiber wichtig, weil eine Schulung im Simulator finanziell gleich doppelt zu Buche schlägt: Die Stunden im Gerät sind einerseits teuer und andererseits kann der Geschulte in dieser Zeit nicht arbeiten. Das Argument war deshalb ein Faktor für den Erfolg der Boeing 737 Max. Mehr als 4900 Bestellungen kamen bis heute zusammen.

Unsicherheit durch Tests mit Piloten

Auch nachdem zwei 737 Max abstürzten und das Modell weltweit gegroundet wurde, glaubte Boeing, dass eine Schulung im Simulator für den Neustart nicht nötig sein werde. Doch die amerikanische Luftfahrtbehörde sah es nach anfänglicher Zustimmung zuletzt anders. Wie die Zeitung Wall Street Journal kürzlich berichtete, tendierte die Federal Aviation Administration FAA zuletzt auf eine Pflicht zum Training im Simulator, bevor Piloten wieder in die 737 Max steigen dürfen.

Auslöser des Meinungsumschwungs bei der FAA waren offenbar Simulatortests im Dezember. Dabei spielten Piloten von American Airlines, Southwest, United und Aeromexico Notfallszenarien in der korrigierten 737 Max durch. Zwar kam es dabei zu keinem Kontrollverlust. Aber die Hälfte der Tester folgte nicht den korrekten Checklisten, die für diese Fälle vorgesehen sind, schreibt die Zeitung Seattle Times.

Gigantischer Zusatzaufwand

Darum schließt sich der Hersteller jetzt der Meinung der Behörde an. «Boeing empfiehlt vor der Wiederinbetriebnahme der 737 Max ein Simulatortraining zusätzlich zum computergestützten Training für alle 737-Max-Piloten», erklärte er am Dienstagabend (7. Januar) in einer Mitteilung. Interimschef Greg Smith ergänzte: «Das Vertrauen der Öffentlichkeit, der Kunden und der Interessengruppen in die 737 Max ist für uns von entscheidender Bedeutung, und mit diesem Fokus hat Boeing beschlossen, allen Piloten ein Max-Simulator-Training in Kombination mit einem computergestützten Training zu empfehlen, bevor die Max sicher wieder in Betrieb genommen wird.»

Klar ist: Das Simulatortraining bedeutet für 737-Max-Betreiber ein gigantischer Zusatzaufwand. Die Rückkehr des Fliegers dürfte sich dadurch weiter verzögern.

Mehr zum Thema

Geparkte Boeing 737 Max: Sie stehen noch ein paar Wochen da.

Hat die Boeing 737 Max noch eine Schwachstelle?

Kabine einer Boeing 737 Max: Wer will einsteigen?

So will Boeing die Passagiere in der 737 Max beruhigen

Geparkte Boeing 737 Max: Es rollen keine Flieger mehr aus dem Werk.

Boeing pausiert die Produktion der 737 Max definitiv

ticker-boeing-1

Boeing und U.S. Navy testen erstmals Tarnkappendrohne MQ-25A Stingray

Video

03cb5639-a63e-4644-b420-139634c38344
Die abgelegenste bewohnte Insel der Welt kämpft mit der Angst vor einem Hantavirus-Ausbruch. Nun warf ein britischer Airbus A400 M medizinisches Material über Tristan da Cunha ab – begleitet von Fallschirmjägern und Notfallmedizinern.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
Der Airbus A321 Neo von Frontier: Die Passagiere verließen das Flugzeug über die Notrutschen.
Dramatische Szenen am Flughafen Denver: Ein Airbus A321 Neo von Frontier Airlines stoppte den Startlauf abrupt, nachdem das Flugzeug eine Person auf der Piste erfasst hatte.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
Absturzstelle: Hier prallte der Jet ins Gebirge.
Der Absturz von Flug MU5735 beschäftigt Ermittlungsbehörden seit mehr als vier Jahren. Jetzt deuten neue Daten darauf hin, dass es im Cockpit der Boeing 737 von China Eastern Airlines vor dem Crash zu einem Kampf um die Kontrolle kam.
Laura Frommberg
Laura Frommberg