Flieger von Cyprus Airways: Zukunft am seidenen Faden

Notverkauf von Cyprus Airways

Die zyprische Nationalairline steckt in massiven finanziellen Problemen. Der Staat sucht darum dringend Investoren. Die Rettung könnte aus China kommen.

Top-Jobs

bwlv

Fluggerätmechaniker (m/w/d)

BWLV-Motorflugschule Hahnweide
Vollzeit
Kirchheim/Teck
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Flugschule
Pilatus Logo

Team Leader Account Management

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Hahnair Logo

Compliance Monitoring Manager (all genders)

Hahn Air Lines GmbH
Vollzeit
Düsseldorf
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
Etihad Job

Captain A320

Etihad Airways
Vollzeit
Abu Dhabi
Top jobs
United Arab Emirates
Feste Anstellung

Zypern ist verzweifelt, nicht nur was die Staatsfinanzen anbetrifft, sondern auch die Nationalairline. «Wir sind bereit, mit absolut jedem zu sprechen, um einen Käufer zu finden», erklärte eine Regierungssprecherin dieser Tage. Die Fluggesellschaft liegt dem ohnehin schon strauchelnden EU-Staat auf der Tasche. Vergangenes Jahr sackten die Einnahmen um 18 Prozent auf 176 Millionen Euro ab. Die Verkleinerung des Streckennetzes, die zunehmende Konkurrenz und die schwache Konjunktur seien dafür verantwortlich, so das Management. Unter dem Strich resultierte ein Rekordverlust von 55,8 Millionen Euro. Inzwischen sei die Lage derart schlimm, dass die Airline faktisch pleite sei, heißt es in Nikosia. Die Regierung sucht daher einen Investor.

Nun sieht es aus, als gäbe es Hoffnung. Die chinesische Firma Beijing Yi Xiang Da Investment habe Repräsentanten nach Zypern geschickt, um über einen möglichen Kauf der Nationalairline zu verhandeln, berichtet die Zeitung Famagusta Gazette. Die Fortschritte seien sehr ermutigend, auch wenn es noch kein konkretes Ergebnis gebe. Beijing Yi Xiang Da Investment ist indes ein völlig unbeschriebenes Blatt. Im Internet hinterlässt die keinerlei Spuren.

Auch anderer Interessent

Doch die Chinesen sind nicht die einzigen, die an der Fluggesellschaft interessiert sind. Wie Kommunikationsminister Tasos Mitsopoulos der Zeitung Cyprus Mail erklärte, zeigt auch Middle East Airlines aus dem Libanon Interesse. «Der Vorsitzende signalisierte nun wieder deutliches Interesse. So sehr, dass er wohl bald ins Land kommt, um sich die Situation genauer anzuschauen», so Mitsopoulos. Das libanesische Unternehmen prüfte schon früher einen Einstieg.

Cyprus Airways wird mehr oder weniger nur noch mit Staatshilfen am Leben gehalten. Und auch diese bereiten der Regierung Probleme. Die EU-Kommission untersucht zur Zeit, ob die Subventionen überhaupt erlaubt waren. Falls nicht, droht der Airline schneller das Aus als gedacht. Die Suche nach einem Investor ist überlebenswichtig. Die Fluggesellschaft hat eine Flotte von zehn Mittelstreckenjets, alle aus der Airbus-A320-Familie.

Mehr zum Thema

Emirates und Dubai: Zwei Schwergewichte der Luftfahrt, die zuletzt Passagiereinbrüche verzeichneten.

Wer zählt am meisten Passagiere?

ticker-atc

Europas Luftverkehr erreicht erneut Rekordniveau: 37.640 Flüge an einem Tag

Airbus A330 von Sir Lankan Airlines in Colombo: Die Fluglinie will mehr Langstreckenjets.

Sri Lankan Airlines will forsch wachsen - doch es fehlen Flugzeuge

Ryanair: Wie viele Flugzeuge hat die Airline-Gruppe?

Können Sie diese Falschaussagen über die Luftfahrt aufdecken?

Video

airbus a350 f erstflug 01
Am Dienstag ist der Airbus-A350-Frachter zum ersten Mal abgehoben. Ende 2027 will der Flugzeugbauer den ersten A350 F aus der Serienproduktion ausliefern. Zwei Kunden kommen für die Premiere infrage.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Timo Nowack
Timo Nowack
Ex-Swissair-Sprecher Urs Peter Naef: «»
Als die Nachricht vom Absturz vor Halifax eintraf, war das Krisenhandbuch der Swissair-Kommunikationsabteilung noch nicht fertig. Medienverantwortlicher Urs Peter Naef musste improvisieren - und zugleich die Angehörigen vor aufdringlichen Medien schützen. Seine wichtigste Lehre aus der Katastrophe: «Steh zu dem, was passiert ist, und zeig Flagge.»
Christopher Scheffelmeier
Christopher Scheffelmeier
Kälin
Mit der Rückkehr der Angehörigen aus Kanada war die Arbeit für die Swissair längst nicht beendet. Persönliche Gegenstände mussten zurückgegeben, Gedenkveranstaltungen organisiert und Familien weiter begleitet werden. Der Ehemalige Finanzchef Walter Kälin blickt auf die Herausforderungen zurück – und erklärt, wie die Erfahrungen von damals die heutige Krisenbetreuung prägen
Christopher Scheffelmeier
Christopher Scheffelmeier