Kaffeebecher von Tuifly: «Mehr Airlines» passt als Motto.

PlanNeuer deutscher Ferienflieger von Air Berlin und Tui

Tuifly und das Ferienfluggeschäft von Air Berlin sollen zusammengelegt werden. Das ist der Plan der beiden Unternehmen. Dadurch könnten sich vor allem für einen Aktionär neue Optionen ergeben.

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Als Stefan Pichler vergangenen Donnerstag die Fragen von Angestellten und Presse beantwortete, blieb er in diesem Punkt sehr vage. Zur Zukunft des Ferienfluggeschäfts sagte der Chef von Air Berlin nicht viel mehr als bereits am Vorabend in der Pressemeldung angekündigt worden war. Der Bereich werde kommendes Jahr in einen eigenständig agierenden Geschäftsbereich ausgelagert und für den suche man strategische Optionen.

Inzwischen scheint zumindest eines klar zu sein: Das Ferienfluggeschäft von Air Berlin wird mit Tuifly zusammengeführt, wenn auch alle Gremien dem Plan zustimmen. Das schreiben die Nachrichtenagentur DPA und die Wirtschaftszeitung Handelsblatt übereinstimmend. Sie beziehen sich auf einen Brief von Tuifly-Aufsichtsratschef Henrik Homann sowie konzerninterne Kreise. Demnach soll aus der Zusammenlegung eine neue Ferienfluggesellschaft mit 61 Flugzeugen entstehen.

Niki mit dabei

In die neue Fluggesellschaft soll Tui gemäß dem Handelsblatt die 27 in Eigenregie eingesetzten deutschen Flugzeuge einbringen. Air Berlin steuert die 20 Maschinen von Niki bei. Zum anderen soll die Fluglinie die 14 Flugzeuge abgeben, die sie seit einigen Jahren von Tuifly gechartert hat. Damit käme die neue Ferienflug-Airline auf eine Flotte von 61 Maschinen. Was mit der Schweizer Air-Berlin-Tochter Belair passiert, die vor allem im Ferienfluggeschäft aktiv ist, blieb zunächst unklar.

«Tuifly als Ganzes in einen Verbund einzubringen, sehen wir als interessante Option», so Homann in dem Brief an den Aufsichtsrat von Tui. Der Reisekonzern ist daran interessiert eine Lösung zu finden, weil mehr als ein Drittel der Flotte von Tuifly Germany für Air Berlin fliegt. Wenn Air Berlin aufgeben müsste, fielen wichtige Einnahmen weg und hohe Kosten an.

Tui, Etihad und Sabanci-Familie

Wie die Zeitung Bild am Sonntag meldet, wird die neue Gruppe ihren Sitz in Österreich haben. Tui werde 25 Prozent der Anteile halten. Weitere 25 Prozent würden bei Etihad liegen. Die Mehrheit der Aktien soll aber eine österreichische Stiftung besitzen.

Unklar ist, inwiefern die restlichen Aktionäre von Air Berlin beteiligt würden. Das sind neben Etihad Airways (29 Prozent) die türkische Esas Holding der türkischen Industriellenfamilie Sabanci (12 Prozent) sowie die Kleinaktionäre, welche die Mehrheit an Air Berlin halten. Für Etihad passt das Ferienfluggeschäft nicht in die Strategie. Die Familie Sabanci dagegen besitzt die Billigairline Pegasus. Für sie könnten sich aus dem Deal neue Optionen ergeben.

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