Sukhoi Superjet von Yakutia Airlines: Oft am Boden.

MangelYakutia muss Superjets für Ersatzteile ausschlachten

Die Regionalairline bietet im Fernen Osten Russlands subventionierte Flüge an. Doch zwei der Superjet 100 von Yakutia Airlines können nicht mehr abheben.

Top-Jobs

Pilatus Logo

Team Leader Account Management

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Hahnair

Compliance Monitoring Manager (all genders)

Hahn Air Lines GmbH
Vollzeit
Düsseldorf
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
Etihad Job

Captain A320

Etihad Airways
Vollzeit
Abu Dhabi
Top jobs
United Arab Emirates
Feste Anstellung
Etihad Job

First Officer A320

Abu Dhabi
Feste Anstellung
Etihad Airways
United Arab Emirates
Vollzeit
Top jobs

Mehr als acht Monate sind vergangen, seit Russland den Angriff auf die Ukraine gestartet hat. Der Westen hat auf die Invasion mit Sanktionen reagiert, die auch die russische Luftfahrt zu spüren bekommen. Neue Flugzeuge oder Ersatzteile sind von europäischen oder amerikanischen Firmen nicht mehr zu bekommen.

Und das hat auch für Airlines Konsequenzen, die mit russischen Flugzeugen fliegen. Denn selbst im Superjet 100 stammen mehr als der Hälfte der Teile aus dem Westen. Auch wenn ein russisches Triebwerk gerade entwickelt wird, fliegen die aktuellen Exemplare etwa noch mit russisch-französischen Sam-146-Triebwerken. Sie stammen aus einer Kooperation des Herstellers Safran mit dem russischen Hersteller NPO Saturn.

Flieger zurückholen geht nicht

Aufgrund der Sanktionen können die Triebwerke aber nicht mehr in Frankreich repariert werden. Das sorgt jetzt für Stress zwischen der staatlichen Leasingfirma GTLK und Yakutia Airlines. Die Fluggesellschaft hat schon vor einer Weile zwei ihrer Superjets für Ersatzteile ausgeschlachtet. Insgesamt vier der Flieger hat sie von GTLK bezogen. Zwei fliegen noch.

Diese hat bei einer Inspektion ihrer Flieger laut der Zeitung Vedomosti festgestellt, dass bei zwei Superjets Triebwerke und andere für die Flugtüchtigkeit wichtige Komponenten fehlen. Das sei schon seit mehr als einem Jahr so. Yakutia Airlines soll laut dem Bericht auch Rechnungen an GTLK nicht bezahlt haben. Die Leasingfirma hat die Verträge daher gekündigt und will die Flieger zurückholen. Nur geht das nicht.

Regierung will die Superjets bei Yakutia

Weil aufgrund der Sanktionen keine Ersatzteile verfügbar sind, können die Flugzeuge nicht flugtüchtig gemacht werden. Außerdem könnte es laut dem Fernsehsender RBC sein, dass auch die Regierung etwas dagegen hat, dass GTLK die Superjets wieder beschlagnahmt. Denn Yakutia führt Flüge an entlegene Ziele in Russlands Fernem Osten durch. Diese werde durch die Regierung subventioniert.

Laut RBC sei es der Regierung der Region wichtig, dass Yakutia weiterhin mit Superjets fliegt. Man habe daher auch beim Kreml um Unterstützung angefragt, etwa in Form von Hilfe bei den ausgefallenen Leasingraten.

Auch Aeroflot zerlegt neue Flieger

Der Krieg sorgt auch bei anderen Fluggesellschaften des Landes für Ersatzteilmangel. Auch die mehrheitlich staatliche Aeroflot hat zu kämpfen. Die entschied sich schon vor einer Weile dafür, einen fast neuen Airbus A350 für Ersatzteile zu zerlegen. 

Mehr zum Thema

Airbus A350 von Aeroflot: Muss im Ausland gewartet werden.

Aeroflot schlachtet neuen Airbus A350 für Ersatzteile aus

Boeing 737 von Aeroflot mit bermudischem VQ-Kennzeichen: verliert Lufttüchtigkeit.

740 Jets von Aeroflot, S7, Utair und Co. verlieren Zulassung

Sukhoi Superjet von Yakutia Airlines: Oft am Boden.

Auch Yakutia beklagt sich über Superjet

Betreiber: Wer fliegt die meisten Airbus A350?

Wer sind die größten Betreiber dieser Flugzeugmodelle?

Video

Flughafen Gander am 11. September 2001: 38 Großraumflugzeuge strandeten an dem kanadischen Airport.
Nach den Anschlägen vom 11. September 2001 sperrten die USA ihren Luftraum. Fast 240 Flugzeuge auf dem Weg ins Land konnten nicht mehr umkehren. Kanada nahm sie auf – und musste innerhalb weniger Stunden Zehntausende gestrandete Reisende unterbringen und versorgen.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
regent viceroy first flight
Der amerikanische Hersteller Regent will seine Seegleiter in Küstenregionen in aller Welt liefern. Jetzt hat das Bodeneffektfahrzeug Viceroy erstmals einen bemannten Flug absolviert. Und die Zulassung verläuft anders als bei einem Flugzeug.
Timo Nowack
Timo Nowack
eurowings training center dus
Eurowings und Lufthansa Aviation Training haben ein Ausbildungszentrum eröffnet: In Düsseldorf üben Flugbegleiterinnen und Flugbegleiter künftig, wie sie eine verrauchte Kabine evakuieren, einen bewusstlosen Piloten retten und eine Axt benutzen. aeroTELEGRAPH erhielt einen ersten Einblick ins neue Crew Training Center und sprach mit den Trainerinnen und Trainern.
Timo Nowack
Timo Nowack