McDonnell Douglas MD-11 von UPS: Früher für Swiss als HB-IWM unterwegs.

20 Jahre nach dem StartWo sind Swiss-Flieger der ersten Stunde hin?

Die Flotte der Schweizer Fluggesellschaft bestand beim Start vor 20 Jahren aus Crossair- und Swissair-Flugzeugen. Die meisten wurden seither ausgeflottet. Was ist aus ihnen geworden? Ein paar Beispiele.

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Alles musste schnell gehen. Nach dem knapp dreitägigen Grounding von Swissair und der Insolvenz der Swissair Group machten sich die Schweizer Politik und Wirtschaft umgehend daran, auf der Basis von Crossair eine neue Nationalairline zu gründen. Am 31. März 2002 startete Swiss zu ihrem Erstflug.

Die Flotte der neuen Fluggesellschaft bestand beim Start vor 20 Jahren aus Crossair- und Swissair-Flugzeugen. 13 der Jets fliegen noch heute für sie. Dazu gehört etwa der 27-jährige Airbus A321 mit dem Kennzeichen HB-IOC, der bei Swissair die Taufnamen Neuchâtel und Lausanne getragen hatte und jetzt St. Moritz heißt.

Früher bei Swissair, jetzt in Jordanien

Genauso verhält es sich beim A321 HB-IOF. Oder mit dem knapp 26-jährigen Airbus A320 mit dem Kennzeichen HB-IJK. Während der Corona-Krise wurden die drei genannten Ex-Swissair-Flieger mit anderen Swiss-Jets nach Amman in Jordanien zur langfristigen Einlagerung geflogen.

Der Airbus A321 mit dem Kennzeichen HB-IOC: Flog früher für Swissair. Bild: Simeon Lüthi/aeroTELEGRAPH

Die meisten Flugzeuge aus der Startflotte hat Swiss jedoch längst verabschiedet. Dazu gehören auch die zwei Saab 2000, die einst die Kennzeichen HB-IZU und HB-IZS getragen hatten. Sie wurden 2002 und 2003 ausgeflottet, als die junge Airline bereits in argen Turbulenzen steckte. Die eine steht inzwischen seit bald drei Jahren ungenutzt bei einer Leasinggesellschaft in den USA herum, die andere flog zuletzt für die schwedische Regionalairline Air Leap, die vor wenigen Tagen den Betrieb einstellen musste.

Über Griechenland in den Iran

2003 legte Swiss auch die McDonnell Douglas MD-83 mit dem Kennzeichen HB-IUO still.  Sie erlebte danach eine regelrechte Odyssee und flog bei Airlines in Schweden, Griechenland und der Ukraine. Heute gehört sie der iranischem Taban Airlines. Auch die ehemalige HB-IUN (ausgeflottet 2003) landete nach denselben Zwischenstationen im Iran, bei Zagros Air.

Im September 2003 verließ die MD-11 mit dem ehemaligen Kennzeichen HB-IWM die Flotte von Swiss. Sie ist noch heute unterwegs und fliegt für UPS. Der Frachtriese hat noch einige weitere MD-11 übernommen, die früher bei der Schweizer Lufthansa-Tochter im Einsatz gestanden hatten.

Philippinen und Argentinien

Im Dezember 2003 wurde die Embraer E145 mit dem Kennzeichen HB-JAB verabschiedet. Sie flog danach in den USA und Mexiko. Heute ist sie in Argentinien für American Jet unterwegs. Auch Langstreckenflugzeuge wurden stillgelegt. Dazu gehört der Airbus A330, der bei Swiss als HB-IQO unterwegs war. Zuletzt war er für Air Caraïbes Atlantique im Einsatz, steht inzwischen aber geparkt herum.

Der Airbus A330 mit dem Kennzeichen F-HHUB: Flog früher für Swiss. Bild: Eric Salard/Flickr/CC BY-SA 2.0/bearbeitet

Einige Jets der Vorgängerairlines standen jedoch bei Swiss noch sehr lange im Einsatz, dazu gehören die Jumbolinos. Der letzte von ihnen wurde im August 2017 aus der Flotte genommen. Die Avro RJ 100 mit dem Kennzeichen HB-IYZ flog später für Royal Air Philippines, wurde aber 2019 stillgelegt. Die ein paar Monate früher verabschiedete HB-IXT fliegt jedoch bei der Fluglinie weiter.

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