Lufthansa-Chef Carsten Spohr und die Business-Class-Suite der Allegris-Kabine: Die Zahlungsbereitschaft ist offenbar da.

Business ClassLufthansa sieht «erfreulich hohe Zahlungsbereitschaft» für spezielle Allegris-Sitze

Wer in der Business Class von Lufthansas neuer Allegris-Kabine einen der besonderen Plätze buchen möchte, muss kräftig draufzahlen. Laut Konzernchef Carsten Spohr zeigen erste Erfahrungen, dass Kundinnen und Kunden dazu bereit sind.

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Lufthansas neue Langstreckenkabine Allegris bietet insgesamt 14 Sitzoptionen. Seit vergangenem Herbst ist bekannt: Die besonderen Sitze in der Business Class sind nur gegen Aufpreis zu haben. Anfang Dezember verriet die Fluglinie dann auch, wie teuer es wird.

Beim Privacy Seat am Fenster und beim Extra Long Bed mit 2,20 Metern Liegefläche geht es ab 100 Euro Aufschlag los, beim Extra Space Seat (auch Thron genannt) ab 130 Euro. Die Business Class-Suite können Reisende ab 400 Euro reservieren. All das gilt pro Strecke.

Viele finden die Aufschläge für Allegris-Sitze zu hoch

aeroTELEGRAPH wollte damals von den Leserinnen und Lesern wissen, wie sie die Aufpreise beurteilen. Mehr als 2750 Menschen stimmten ab. Davon wählten nur 3 Prozent die Antwortmöglichkeit «Die sind echt günstig». 17 Prozent fanden «Ich finde die Preise angebracht». Und die große Mehrheit von 80 Prozent meinte: «Mir erscheint das zu teuer.»

Zum Start der Einführung von Allegris erhob Lufthansa diese Gebühren noch nicht, doch das hat sich nun geändert. So sagte Lufthansa-Group-Chef Carsten Spohr am Donnerstag (31. Juli) in einem Pressegespräch zum zweiten Quartal 2025: «Ein besonderes Augenmerk liegt auf den erstmalig in diesem Quartal verkauften Tickets für die unterschiedlichen Sitze unserer neuen Allegris-Kabine.» Und dabei zeigte sich der Konzernchef sehr zufrieden.

Allegris lässt flugbezogene Zusatzerlöse deutlich steigen

«Wir spüren hier bereits ein sehr, sehr gezieltes Buchungsverhalten unserer Gäste, einhergehend mit einer erfreulich hohen Zahlungsbereitschaft für das differenzierte Sitzangebot in der neuen Business Class», so Spohr. «Inzwischen haben über 500.000 Kunden auf über 2200 Flügen den Genuss des Allegris-Sitzes schon genießen dürfen und da wir gleichzeitig unsere digitalen Vertriebskanäle für Zusatzleistungen weiterentwickelt haben, haben wir die erfreuliche Entwicklung, dass wir bei den sogenannten flugbezogenen Zusatzerlösen 19 Prozent Anstieg sehen.» Auf weitere Details ging Spohr nicht ein.

Bisher kommt die Allegris-Kabine nur in Airbus A350-900 von Lufthansa zum Einsatz. Die Fluggesellschaft hat bisher zehn der Flieger in Empfang genommen. Ab September sollen dann auch Boeing 787-9 mit Allegris hinzukommen, wenn auch zuerst noch mit etlichen geblockten Business-Class-Sitzen, für die noch die Zertifizierung fehlt.

Auch Swiss bietet bei Swiss-Senses-Kabine zur Kasse

Lufthansa-Group-Tochter Swiss erwartet ihren ersten A350-900 samt neuer Kabine Anfang Oktober. Er wird mit Swiss Senses ausgestattet sein, dem Schweizer Pendant zu Allegris. Auch Swiss wird Aufschläge für besondere Sitze verlangen und zwar schon ab dem Start der Langstreckenflüge, die für November geplant sind. Preise sind noch nicht bekannt.

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Acht Suites gibt es in der Business Class. Sie unterscheiden sich durch längere Betten, größere Bildschirme - und sie sind mit Türen verschließbar.

Das sind Lufthansas Aufpreise in der Allegris-Kabine

Die Suiten in der Übersicht von oben - und eine mit Monitor und Auflage.

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