Letzte Aktualisierung: um 19:01 Uhr

737 Max oder A320 Neo

Wiederbelebte Jet Airways plant Großeinkauf bei Airbus oder Boeing

Die neuen Eigentümer der indischen Fluggesellschaft wollen 2022 wieder starten. Jetzt bereiten sie eine große Bestellung von Boeing 737 Max oder Airbus A320 Neo vor.

aeroTELEGRAPH

Boeing 737 der alten Jet Airways: Zum Neustart kauft die Fluglinie neue Flieger.

Sie war die älteste private indische Fluggesellschaft, als sie unterging. 1992 gegründet, wuchs Jet Airways dank neuen Fliegern, attraktiven Preisen und gutem Service über die Jahre zur größten Fluggesellschaft des riesigen Landes heran. Doch im Zuge der Expansion stiegen auch die Schulden. Am 17. April 2019 scheiterten Verhandlungen mit Gläubigern und Jet Airways musste den Betrieb einstellen.

Schon damals kündigte das Unternehmen an, das Grounding sei nur temporär. Wenige glaubten das. Doch im Oktober 2020 fanden die Insolvenzverwalter einen Käufer. Ein Konsortium, bestehend aus dem indischstämmigen und in Dubai ansässigen Investor Murari Lal Jalan und der Finanzgesellschaft Kalrock Capital des deutschen Investors Florian Fritsch, kaufte für 8,66 Milliarden Rupien oder umgerechnet 100 Millionen Euro die Reste von Jet Airways.

Voller Service mit Fokus auf Geschäftsreisende

Das Konsortium kündigte schon damals an, neue Flugzeuge kaufen zu wollen. Jetzt wird das offenbar konkret. Wie das Portal Bloomberg Quint berichtet, verhandelt Jet Airways mit Airbus und Boeing über eine Bestellung von mindestens 100 neuen Flugzeugen. Infrage kommen dabei die 737 Max und der A320 Neo. Nicht nur ein Kauf ist ein Thema, auch Leasing ist eine Option.

Die wiederbelebte Fluggesellschaft will im Frühjahr 2022 zuerst mit Inlandsflügen wieder starten. Ab dem dritten oder vierten Quartal 2022 sollen dann auch Ziele im nahen Ausland hinzukommen, angeflogen ab Bangalore, Delhi und Mumbai. Die neue Jet Airways will vollen Service bieten und vor allem auch Geschäftsreisende ansprechen.

Alte Flugzeuge sollen verkauft werden

Jet Airways besitzt aktuell noch elf Flugzeuge, darunter Boeing 737 und 777 sowie Airbus A330. Sie sollen allerdings verkauft werden, da sie bereits älter und daher weniger effizient sind.