Erdogans Flieger in der Putschnacht bei Flightradar 24: Kennung von Turkish Airlines.

Putsch in der TürkeiWie entkam Erdogans Flieger den Kampfjets?

In der Nacht des missglückten Putsches in der Türkei hatten Kampfjets den Flieger von Präsident Erdogan im Visier. Ein Täuschungsmanöver könnte ihm das Leben gerettet haben.

Top-Jobs

AMX Support

Lizenzierter Fluggerätmechaniker / Certifying Staff B1/B2 (m/w/d)

AMX Support Germany GmbH
Vollzeit
Flughafen Oberpfaffenhofen (EDMO
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
AMX Support

Flugzeug Mechaniker

AMX Support Germany GmbH
Vollzeit
Flughafen Oberpfaffenhofen (EDMO
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
AMX Support

LAGER MITARBEITER (m/w/d) – Luftfahrt

Oberpfaffenhofen / Flughafen München (EDMO)
AMX Support Germany GmbH
Vollzeit
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
Pilatus Logo

Lizenzierter Luftfahrzeugelektriker (a)

Vollzeit
Pilatus Flugzeugwerke AG
Flugzeughersteller
Feste Anstellung
Top jobs
Schweiz

In der Türkei herrscht Ausnahmezustand. Seitdem der Putschversuch gescheitert ist, ist kaum etwas wie vorher. Nur Präsident Recep Tayyip Erdogan ist weiter an der Macht, vielleicht sogar mächtiger als zuvor. Dabei, so berichten verschiedene türkische Medien, wäre sein Flugzeug in der Nacht des versuchten Putsches, fast abgeschossen worden.

Erdogan war in der Nacht mit einer Gulfstream IV unterwegs vom Ferienort Marmaris zurück nach Istanbul. Weil die Putschisten den Istanbul Atatürk Airport unter ihre Kontrolle gebracht hatten, konnte der Jet des türkischen Präsidenten dort nicht landen. Währenddessen, so berichtet ein Insider der Nachrichtenagentur Reuters am nächsten Tag, seien zwei F-16-Kampfjets zu Erdogans Flieger aufgestiegen. «Warum sie nicht feuerten, ist ein Rätsel», so der Informant.

Transpondersignal von Turkish Airlines angenommen

Einen möglichen Grund nennt nun der Blog The Aviationist: Wie aus verschiedenen Datenquellen ersichtlich sei, habe der Flieger des Präsidenten mit der Registrierung TC-ATA über Istanbul die Identität gewechselt. Die Piloten hätten das Transpondersignal manipuliert und damit die Kennung eines Turkish-Airlines-Fluges angenommen: THY 8456.

Auch wenn sich die Putschisten wohl immer noch sicher waren, dass Erdogan sich in der Maschine befand – den Abschuss eines Jets hätten sie nur riskieren können, wenn überhaupt kein Zweifel daran bestand, dass sich keine Touristen und Zivilisten im Inneren befinden. Sonst hätten sie ihre Glaubwürdigkeit im Nachhinein aufs Spiel gesetzt.

Tausende Festnahmen und Entlassungen

Im Laufe der Nacht gelang es den Erdogan-treuen Kräften, den Istanbuler Flughafen wieder in ihre Gewalt zu bringen. Der Präsident konnte landen. Nach fast 24 Stunden der Unsicherheit war am Samstag (16. Juli) dann schließlich klar: Der Putsch ist gescheitert. Seither wurden in der türkischen Verwaltung Tausende Menschen entlassen und verhaftet. Er wolle den Staat von allen «Viren» reinigen, erklärte Erdogan.

Mehr zum Thema

Die TC-GVC: Der Airbus A319 geht nun fest an Albanien.

Türkei schenkt Albanien einen Airbus A319

ticker-tuerkei

Türkei erwägt Verbot von Powerbanks an Bord

Der neue Tower am Flughafen Ankara: Der Turm ist 77 Meter hoch.

Ankara erhält einen Flughafen, der «einer Weltmetropole würdig ist»

Reisende im Gang: Die Türkei verhängt jetzt Bußgelder gegen zu frühes Aufstehen.

Wer nach der Landung zu früh aufsteht, wird angezeigt

Video

Lockheed L-1011  03
In Kenias Hauptstadt Nairobi steht eine 45-jährige Lockheed L-1011 Tristar, die wieder abheben und Fracht transportieren soll. aeroTELEGRAPH sprach mit einem, der an dem Projekt beteiligt ist - und auch eine 57-jährige Douglas DC-8 wieder in die Luft bringen will.
Timo Nowack
Timo Nowack
Comac C919 von China Southern Airlines: Außen fix und innen?
Bislang setzt Shenzhen Airlines ausschließlich auf Airbus und Boeing. Nun möchte die mehr als 200 Flugzeuge starke Air-China-Tochter auch die Comac C919 einsetzen. Interesse gibt es auch von Loong Air. Das Problem: Lieferketten und Produktionsgeschwindigkeit bremsen den chinesischen Hersteller.
Timo Nowack
Timo Nowack
So weist Lufthansa auf die Spielregeln hin: Neues Highspeed-Internet an Bord.
Erstmals hat ein Flugzeug von Lufthansa Passagiere regulär ans Ziel gebracht, in dem das neue Highspeed-Internet installiert ist. Wir waren an Bord und haben das neue Angebot getestet.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin