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Gedankenspiel

Was Emirates ohne A380 tun würde

Der Airbus A380 steht im Zentrum der Strategie der Golfairline. Ohne den Superjumbo müsste man alles überdenken, gestand nun Emirates-Chef Tim Clark.

Emirates

A380 in Cricket-Speziallackierung: Emirates stützt sich voll auf den Flieger ab

Immer und immer wieder drängt Emirates Airbus, schnell eine verbesserte Version des größten Passagierflugzeuges der Welt zu lancieren. Doch Airbus hat sich bislang nur sehr vage auf eine Neuausgabe verpflichtet. Der A380 Neo werde irgendwann kommen, versprach der europäische Flugzeugbauer lediglich. Konkreter wurde er bislang nicht.

Es ist kein Wunder, dass besonders Emirates so sehr auf eine bessere Version des A380 hofft. Die Fluglinie am Persischen Golf hat sich voll auf den Superjumbo ausgerichtet. Die strategische Lage zwischen Asien, Ozeanien und Europa und der wachsende Flugverkehr helfen, die vielen Plätze im A380 zu füllen. Heute fliegt Emirates vom Drehkreuz Dubai aus 33 Ziele an. Laufend werden es mehr. Wenn nun die Kosten pro Sitzplatz weiter sinken, steigt der Vorteil von Emirates weiter an.

Bestehende Airbus A380 möglichst lange fliegen

Doch was, wenn Airbus eben doch keinen A380 Neo bringt und das Programm einstellt? Wenn der A380 tatsächlich nicht mehr gebaut werden sollte, so erklärte kürzlich Emirates-Chef Tim Clark, dann werde man «die vorhandenen Maschinen so lange wie möglich nutzen». Und man werde Airbus verpflichten, sie so lang wie möglich zu warten und unterhalten. Wenn diese Zeit abläuft, dann müsste die Golfairline grundsätzlich über die Bücher. «Dann müssen wir unser Geschäftsmodell anpassen» so Clark gemäß der Zeitung The National.

Boeing jedenfalls hat bereits ihre 747-8 als Ersatz angeboten. In Sachen Effizienz und Kapazität sei die 747-8 sehr geeignet für Emirates. Doch der neue Jumbo-Jet hat einen Nachteil. Er bietet nur 467 Menschen Platz. Der A380 ist da bei den Kosten pro Sitz überlegen. Zudem ist die 747-8 bis zum Lebensende der A380 auch alt.



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