Airbus A350 von Qatar Airways: Bald öfter in Deutschland zu sehen.

LiberalisierungWas das EU-Abkommen Qatar Airways in Deutschland ermöglicht

Die Golfairline fliegt öfter nach München. Das kürzlich in Kraft getretene Luftverkehrsabkommen zwischen der EU und Katar erlaubt Qatar Airways aber noch viel mehr Flüge nach Deutschland.

Top-Jobs

Pilatus Logo

Team Leader Account Management

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
HahnAir

Compliance Monitoring Manager (all genders)

Hahn Air Lines GmbH
Vollzeit
Düsseldorf
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
Etihad Job

Captain A320

Etihad Airways
Vollzeit
Abu Dhabi
Top jobs
United Arab Emirates
Feste Anstellung
Etihad Job

First Officer A320

Abu Dhabi
Feste Anstellung
Etihad Airways
United Arab Emirates
Vollzeit
Top jobs

Zwei deutsche Städte stehen schon lange auf der Wunschliste von Akbar Al Baker. «Wir wollen zwei neue Ziele in unseren Flugplan aufnehmen: Düsseldorf und Hamburg», sagte der Chef von Qatar Airways vor drei Jahren im Interview mit aeroTELEGRAPH. Man wolle je einen Flug pro Tag zu den beiden deutschen Destinationen durchführen. Beide Flughäfen hätten auch darum gebeten.

Doch die Fluggesellschaft durfte keine weiteren Strecken in den Flugplan aufnehmen, da Deutschland dies auf Druck von Lufthansa nicht zuließ. Und so blieb es für Qatar Airways bei Berlin, Frankfurt und München. Doch vergangene Woche haben die Europäische Union und Katar ein Luftverkehrsabkommen unterzeichnet. Es ist unmittelbar in Kraft getreten.

Von 35 Flügen auf beliebig viele

Damit darf die Nationalairline des Emirats theoretisch ab sofort von Doha aus jedes Ziel in der Union unbeschränkt mit Passagieren und Fracht anfliegen. Fünf Länder haben sich allerdings Übergangsregelungen ausbedungen, neben Belgien, Frankreich, Italien und den Niederlanden ist das auch Deutschland. Sie öffnen ihre Märkte schrittweise, bis im Winterflugplan 2024/25 die volle Liberalisierung greift.

Für Deutschland bedeutet dies, dass Qatar Airways schon ab Ende Oktober zu den bisher erlaubten 35 wöchentlichen Passagierflügen 21 zusätzliche durchführen darf – je sieben mehr nach Frankfurt, nach München und zur Gesamtheit der restlichen Flughäfen. Im Winter 2022/23 folgen nochmals insgesamt neun weitere, 2023/24 dann zusätzliche zwölf (immer gleichmäßig aufgeteilt auf Frankfurt, München und Restdeutschland). Ab Ende Oktober 2024 kann die Golfairline dann Deutschland beliebig oft ansteuern.

Zuerst Wiederausbau in München

Bei der Fracht steigt die Zahl der erlaubten wöchentlichen Flüge nach Deutschland von 10 auf 14 und bis im Winter 2023/24 auf 21. Danach wird auch der Cargomarkt ganz freigegeben. Die Flüge dürfen von der EU aus auch zu Zielen in anderen Ländern weitergeführt werden.

Diese Möglichkeiten schöpft Qatar Airways vorerst allerdings nicht aus. Dennoch erhöht die Golfairline in den kommenden Wochen ihr Angebot in Deutschland, das in der Corona-Krise reduziert worden war. Ab dem 13. Dezember 2021 verbindet sie München statt bisher ein Mal dann zwei Mal täglich mit dem Hamad International Airport in Doha. Neu gibt es einen Morgen- (9:20 Uhr) und einen Nachmittagsflug (15:20 Uhr).

Das Luftverkehrsabkommen zwischen der EU und Katar können Sie hier herunterladen.

Mehr zum Thema

Keine andere Airline hat sich so laut über den A380 beschwert wie Qatar Airways - und ihn dann nach der Pandemie doch zurück in den Betrieb geholt. 2022 bestellte Qatar Airways 34 Boeing 777-8 F, reduzierte aber im Gegenzug ihre frühere Order von 60 Boeing 777X der Passagierversion um 20 Exemplare auf 40.

In neun Wochen fliegt Qatar Airways wieder mit Airbus A380

Akbar Al Baker: «Ich war überrascht, dass American Airlines Teil der Bewegung gegen uns war.»

«Wir wollen Lufthansa nicht schaden»

Qatar-Airways-Chef Akbar Al-Baker im Airbus A350-1000: Erstkunde.

Warum der Streit mit Qatar Airways so heikel für Airbus ist

Flugzeug von Etihad in Frankfurt, im Hintergrund unter anderem Condor-Jets: Die Fluglinien aus den Emiraten dominieren das Geschäft.

Die Machtverhältnisse am Himmel zwischen Deutschland und den Emiraten

Video

midway atoll usfws
Die USA müssten mindestens 100 Millionen Dollar investieren, um den Flughafen des Midway Atolls betriebsbereit zu halten. Etliche Airlines und der Flugzeugbauer Boeing werben für die Investition - obwohl es so gut wie keine Starts und Landungen an dem Airport gibt.
Timo Nowack
Timo Nowack
Feuerwerk und Flugzeug: Keine gute Kombination.
Feuerwerk und Flugzeuge sind keine gute Kombination. Das zeigte sich am Flughafen Mundo Maya in Guatemala, als ein Airbus A320 von Avianca zur Landung ansetzte.
Laura Frommberg
Laura Frommberg
Der neue Honda Jet: Die Maschine heißt ab sofort Echelon.
Der japanische Businessjet-Hersteller vermeldet Fortschritte beim Bau der ersten Echelon-Maschine, muss aber gleichzeitig eine deutliche Verzögerung einräumen. Erstflug und Zulassung verschieben sich um bis zu drei Jahre.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies