Flieger von Lufthansa und Ryanair: Die beiden Todfeinde.

ÜbernahmeWas Air Berlin Lufthansa und Easyjet bringt

Die zweitgrößte deutsche Fluggesellschaft steht vor der Zerschlagung. Die zwei Sieger des Air-Berlin-Deals sind Lufthansa und Easyjet. Sie haben ein gemeinsames Ziel.

Top-Jobs

Sparfell Logo

CAMO Engineer f/m/d (full time) in Vienna (Austria)

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs
DERTOUR Logo

Reiseleiter (m/w/d)

Reiseveranstalter
DERTOUR Destination Services AG
Griechenland
Spanien
Portugal
Top jobs
Lübeck

Safety Manager (m/w/d) am Flughafen Lübeck

Lübeck
Feste Anstellung
Flughafen Lübeck
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Condor Logo Stelle

Duty Manager Ground Handling Center im Schichtdienst (m/w/d)

Feste Anstellung
Condor Flugdienst GmbH
Deutschland
Vollzeit
Top jobs

Das Rennen um die Filetstücke von Air Berlin ist schon fast entschieden. Denn die insolvente deutsche Fluggesellschaft verhandelt nur noch mit zwei Interessenten, wie das deutsche Wirtschaftsministerium am Dienstag (15. August) erklärte. Die Gespräche verliefen «seit Längerem» und seien «sehr weit fortgeschritten».

Das Bundeswirtschaftsministerium wurde noch konkreter. Schon in den nächsten Wochen könne «eine Entscheidung durch Lufthansa sowie eine weitere Airline finalisiert werden». Später war aus Berlin zu hören, dass der zweite Interessent Easyjet sei.

Alle gegen Ryanair

Lufthansa und Easyjet sind keine Freunde. Sie sind in Europa vielerorts Konkurrenten. Aber sie haben gleichzeitig einen gemeinsamen Feind. Und der heißt Ryanair. Die Iren machen sich gerade in Deutschland breit, etwa durch einen massiven Ausbau in Frankfurt. Eine weitere Ausbreitung wollen beide verhindern. Der Air-Berlin-Deal bietet ihnen dazu die Chance. Kein Wunder, dass Ryanair wütend reagiert. Die Billigairline wittert einen Komplott mit staatlichem Segen.

Am meisten von der Situation profitiert ganz klar Lufthansa. Die deutsche Fluggesellschaft kann ihre Billigairline Eurowings mit einem Deal markant vergrößern. Dies nicht nur durch eine definitive Übernahme der derzeit geleasten 33 Air-Berlin-Flieger, sondern auch durch eine schnelle Übernahme von Personal sowie die Einverleibung weiterer Strecken der insolventen Konkurrentin. So könnten etwa gewisse Teile von Niki gut zu Eurowings passen. Auch einige Langstrecken ab Düsseldorf wären für Lufthansa wohl interessant.

Berlin und Düsseldorf

Für Easyjet ist vor allem Berlin von Interesse. Die Billigairline ist derzeit in Schönefeld aktiv. Sie wird dort aber von Ryanair bedrängt. Mit einer Ergänzung durch Air-Berlin-Routen ab Tegel und Personal könnten die Briten vor allem im Hinblick auf die Eröffnung von BER in der deutschen Hauptstadt schnell markant wachsen. Aber die Briten könnten auch ein Auge auf Düsseldorf geworfen haben.

Eurowings ist in Düsseldorf wie auch in Tegel bereits stark. Lufthansa ist durchaus daran gelegen, noch einen starken Konkurrenten zu haben, damit die Wettbewerbshüter gütig gestimmt sind. Easyjet kommt deshalb wie gerufen.

Mehr zum Thema

Die desolate Lage von Air Berlin in Zahlen

Die desolate Lage von Air Berlin in Zahlen

Boeing 737 von Ryanair: Bald noch öfter in Frankfurt zu sehen.

Ryanair baut in Frankfurt weiter massiv aus

ticker-easyjet

Easyjet springt nach Eurostar-Ausfall mit Zusatzflug und größeren Jets zwischen London und Paris ein

ticker-easyjet

Easyjet zieht sich ganz aus Salerno zurück

Video

amsterdam schiphol schneemann
Der Schnee sorgt für Chaos und Hunderte Flugausfälle am größten Flughafen der Niederlande. Trotz der harten Bedingungen hat das Bodenpersonal in Amsterdam offenbar Spaß bei der Arbeit.
Timo Nowack
Timo Nowack
Die Boeing 757 des Justizministeriums der USA nach der Landung in New York: Diktator an Bord.
Nach dem nächtlichen Zugriff der U.S. Army in Caracas endet der Weg des venezolanischen Machthabers vor einem Gericht in New York – an Bord einer 36 Jahre alten Boeing 757 des Justizministeriums der USA.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
Die verunglückte ATR 72 von Buddha Air: Überschoss die Landebahn in Bhadrapur.
Bei der Landung in Bhadrapur konnte eine ATR 72 von Buddha Air nicht rechtzeitig abbremsen. Sie schoss 300 Meter über die Piste hinaus. Sieben Menschen wurden dabei verletzt.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin