Funkmast und Flugzeug: Drohen Probleme?

Nach Warnung in Frankreich5G-Regeln auch für deutsche Flughäfen im Gespräch

Die französische Luftfahrtbehörde sieht Risiken durch den neuen Mobilfunkstandard 5G. Auch in Deutschland wird über Regeln debattiert.

Top-Jobs

Pilatus Logo

Head of Mechanical Final Assembly PC-12 (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Logo

Lizenzierter Luftfahrzeugmechaniker Experimental Shop (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
ticker-dfs-deutsche-flugsicherung

Fluglotse (w/m/d)

Deutsche Flugsicherung DFS
Studium
Langen b. Frankfurt
Top jobs
Deutschland
.

Event Manager (m/f, 100%)

Vollzeit
IRF Reputation AG
Basel
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Luftfahrt

5G könnte zu Risiken im Flugverkehr führen. Davor warnte kürzlich die französische Luftfahrtbehörde. Die Nutzung von Smartphones oder Tablets an Bord mit dem neuen Mobilfunkstandard könne den Radarhöhenmesser des Flugzeuges stören, so die Direction générale de l'Aviation civile DGAC.

Die Behörde empfiehlt, 5G-kompatible Geräte in den Flugmodus zu versetzen oder abzuschalten. Zudem erklärte die DGAC, sie habe die Positionierung der 5G-Masten überwacht. An 17 französischen Flughäfen habe sie eine Drosselung der Antennenleistung angeordnet.

In Deutschland unkritische Frequenzen

Und in Deutschland? Entscheidend für die Beantwortung dieser Frage ist, welche Frequenzen für die Übertragung von 5G genutzt werden. «Die Radio-Höhenmesser arbeiten im Frequenzband von 4,2 bis 4,4 Gigahertz», erklärt eine Sprecherin der Deutschen Flugsicherung DFS. Vor 5G lagen die Frequenzen des Mobilfunknetzes unter 2,6 Gigahertz.

Bei 5G kann dieser Wert höher liegen. «Öffentliche Mobilfunknetze können in Deutschland für 5G die Frequenzen unter 3,7 Gigahertz nutzen», so die Sprecherin. Dieser Wert sei noch weit genug entfernt von dem der Höhenmesser. «Das ist also unkritisch.»

Am BER sendet die Telekom schon

Wichtig ist das bereits am BER. Berlin hat den ersten deutschen Airport, an dem die Telekom mit einer 5G-Antenne mit 3,6 Megahertz sendet. In Flughafen Frankfurt sind entsprechende Anlagen noch nicht in Betrieb. «Einige Flughäfen sind durch benachbarte Antennen mit 5G über die Frequenz 2,1 Gigahertz versorgt», so eine Telekom-Sprecherin.

«In anderen Ländern ist das anders», erklärt die DFS-Sprecherin. «Zum Beispiel in den Vereinigten Staaten, in Großbritannien und Japan gehen die 5G-Frequenzen bereits über die 3,7 Gigahertz hinaus.» Diese Annäherung an die Werte der Flugzeug-Höhenmesser würde in diesen Ländern für Beunruhigung in der Luftfahrt sorgen.

«Schutzzonen und Begrenzung der Leistung»

Aber auch in Deutschland beginnt die Debatte über 5G und Luftfahrtsicherheit gerade erst. Denn auch wenn es bisher noch nicht genutzt wird: Das Frequenzspektrum von 5G reicht viel höher, bis hoch in den zweistelligen Gigahertz-Bereich. Bei allen betroffenen deutschen und europäischen Behörden und Organisationen steht das Thema deshalb auf der Tagesordnung.

«Zurzeit führen insbesondere die Fachleute für das Frequenzmanagement aus der Luftfahrt intensive Gespräche mit den Telekom-Regulierungsbehörden», so die DFS-Sprecherin. Mit Studien wolle man zeigen, dass Regeln für die Installation von 5G-Mobilfunkstationen erforderlich seien. «Diese sollten zum Beispiel durch Schutzzonen um Flughäfen und eine Begrenzung der Sendeleistung Störungen auf Radio-Höhenmesser verhindern.»

Bisher keine Störungen

Die Telekom hält derweil fest, in Gesprächen mit den Behörden sei deutlich geworden, «dass es bislang in keinem europäischen Land Störungen gegeben hat». Daher seien «vor Abschluss der Studien keine regulatorischen Maßnahmen notwendig», sagte die Sprecherin.

Mehr zum Thema

Sendemast und Flugzeug von Airbus France: Sicherheitswarnung.

Birgt 5G Gefahren für den Flugverkehr?

Skyguide: Am Dienstag kam es erneut zu Problemen.

Erneut technische Störung: Skyguide muss Kapazität im Schweizer Luftraum halbieren

Deutsche Flugsicherung

Fluglotse / Fluglotsin (w/m/d) werden bei der Deutschen Flugsicherung

Kontrollturm am Flughafen Paris Charles de Gaulle Airport: Die französische Flugsicherung braucht Veränderung.

Frankreichs Flugsicherung verursacht mehr als zwölf Jahre Verspätung - in einem Jahr

Video

Gulfstream G400 von Baires Fly: Das Flugzeug mit der Kennung LV-JQW brachte Flavio Bolsonaro in die USA.
Eine rund 22 Jahre alte Gulfstream G400 von Baires Fly brachte Flávio Bolsonaro und seine Familie über Ecuador nach Miami. Die argentinische Charterfirma flog einst auch Javier Milei - und auch ihr Eigentümer hat Ärger mit der Justiz.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
lufthansa fra gate of the future 07
Lufthansa und der Flughafen Frankfurt testen im Terminal 1, wie ein Gate effizienter funktionieren kann und zugleich komfortabler für die Gäste wird. Dabei geht es sowohl um Lounge-Elemente, als auch darum, Bewegungen zu analysieren und einem Software-Wirrwarr Herr zu werden.
Timo Nowack
Timo Nowack
airbus a340 600 lufthansa abschied duesseldorf
Der erste von vier Airbus A340-600 von Lufthansa hat Düsseldorf wieder verlassen. Der lange Vierstrahler winkte zum Abschied.
Timo Nowack
Timo Nowack