Visualisierung einer 737 Max 7 in der Businessjet-Version BBJ: Wann darf sie wieder fliegen?

KrisenfliegerVIP-Kunde ordert 737 Max und Boeing hofft auf mehr

Ein Auftraggeber zeigt sein Vertrauen in die gegroundete 737 Max. Er hat ein Exemplar als Business- oder VIP-Jet bestellt. Boeing gibt sich zuversichtlich für weitere Verkäufe.

Top-Jobs

Etihad Job

Captain A320

Etihad Airways
Vollzeit
Abu Dhabi
Top jobs
United Arab Emirates
Feste Anstellung
Etihad Job

First Officer A320

Abu Dhabi
Feste Anstellung
Etihad Airways
United Arab Emirates
Vollzeit
Top jobs
ticker-dfs-deutsche-flugsicherung

Fluglotse (w/m/d)

Deutsche Flugsicherung DFS
Studium
Langen b. Frankfurt
Top jobs
Deutschland
.

Event Manager (m/f, 100%)

Vollzeit
IRF Reputation AG
Basel
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Luftfahrt

Boeing hat im September Bestellungen für 25 Flugzeuge erhalten. 15 davon sind Tanker für die U.S. Air Force. Dazu kam eine Order über acht 787-10 von Air New Zealand und ein Auftrag über eine 767-300 in der Frachtversion von einem nicht genannten Kunden. Die spannendste Bestellung stammt aber von einem ebenfalls anonymen Käufer, der aus dem Bereich Businessjet-/VIP-Kunde kommt: Es ist eine Boeing 737 Max. Der unbekannte Auftraggeber zeigt mit der Order Vertrauen in das seit März gegroundete Modell.

Tatsächlich ist es aber nicht die erste Max-Bestellung, seitdem der Flieger am Boden ist. Schon im April sicherte sich ein nicht genannter Kunde vier 737 Max. Dagegen ist die Absichtserklärung von IAG über 200 Boeing 737 Max, die der Luftfahrtkonzern im Juni abgegeben hatte, noch nicht zur festen Order geworden und in die Bücher eingegangen.

Gespräch «weit fortgeschritten»

Allerdings gibt sich Boeing optimistisch für weitere Verkäufe, und das gerade aufgrund der Absichtserklärung des britischen Luftfahrtriesen. So zitiert die Zeitung The National Boeings Verkaufschef Ihssane Mounir, mit den Wort, man führe zurzeit mit einer Reihe von Airlines Gespräche, die «ziemlich weit fortgeschritten» seien im Hinblick auf den Kauf von 737 Max. Der Deal mit IAG habe dabei definitiv für Aufmerksamkeit gesorgt.

IAG-Chef Willie Walsh hatte im Juni bei der Paris Air Show verkündet, 200 Boeing 737 Max ordern zu wollen. Einen Monat zuvor hatte er im Interview mit aeroTELEGRAPH erklärt, dass die Flieger sowohl für Vueling als auch für British Airways geeignet wären. Die unterzeichnete Absichtserklärung bezog sich auf 737-8 und 737-10, ohne dass eine Aufteilung auf die Varianten genannt wurde. Während Walsh von einer «großartigen Ergänzung für die Flotte von IAG» sprach, spekulierte die Branche schon, wie hoch Boeings Rabatte für diesen auch symbolischen so wichtigen Vertrauensbeweis in den Flieger sein mögen.

Airlines offenbar zufrieden

Mittlerweile steht Boeing davor, die Änderungen an der Flugsteuerung der 737 Max den Luftfahrtbehörden weltweit vorzulegen, allen voran der FAA in den USA. «Die Software ist fertig», so Mounir. Man teste sie und arbeite mit den Behörden daran, dass sie richtig implementiert werde. Boeings Verkaufschef erklärte weiter: «Jede einzelne Fluggesellschaft, mit der wir gesprochen haben, ist zufrieden mit dem, was wir im Hinblick auf die Sicherheit am Flugzeug getan haben in Sachen Software und technische Änderungen.» Nun müsse man das Vertrauen der Öffentlichkeit zurückgewinnen.

Mehr zum Thema

Boeing liefert immer weniger Jets aus

Boeing liefert immer weniger Jets aus

Produktion der 737 Max: Steht seit Januar still.

Sparte Boeing bei der 737 Max auf Kosten der Sicherheit?

Infos für die Passagiere zu 737 NG und 737 Max: Rückblickend fühlen sich die Piloten über die Unterschiede nicht ausreichend informiert.

Southwest-Piloten klagen gegen Boeing

ticker-boeing-1

Boeing führt neues Pilotentrainingssystem in Thailand ein

Video

regent viceroy first flight
Der amerikanische Hersteller Regent will seine Seegleiter in Küstenregionen in aller Welt liefern. Jetzt hat das Bodeneffektfahrzeug Viceroy erstmals einen bemannten Flug absolviert. Und die Zulassung verläuft anders als bei einem Flugzeug.
Timo Nowack
Timo Nowack
eurowings training center dus
Eurowings und Lufthansa Aviation Training haben ein Ausbildungszentrum eröffnet: In Düsseldorf üben Flugbegleiterinnen und Flugbegleiter künftig, wie sie eine verrauchte Kabine evakuieren, einen bewusstlosen Piloten retten und eine Axt benutzen. aeroTELEGRAPH erhielt einen ersten Einblick ins neue Crew Training Center und sprach mit den Trainerinnen und Trainern.
Timo Nowack
Timo Nowack
Blick auf die Unglücksstelle: Die Boeing 767 F rutschte weit über die Piste hinaus.
Der Stimmenrekorder der in Miami verunglückten Boeing 767 F liefert erstmals Einblicke in die entscheidenden Minuten im Cockpit. Einer der Piloten des Fluges von Amazon Air warnte wiederholt vor dem hohen Tempo, automatische Systeme schlugen mehrfach Alarm.
Laura Frommberg
Laura Frommberg