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Gute Gelegenheit

Vietnam Airlines will trotz Krise 50 Flieger kaufen

Die staatliche Fluggesellschaft des Landes fliegt Verluste ein. Dennoch will Vietnam Airlines jetzt Flieger kaufen. Es sei eine gute Gelegenheit.

Tis Meyer/Planepics.org

Airbus A321 von Vietnam Airlines: Die Airline sucht neue Flieger.

Die Aktionäre haben bereits Ja gesagt. Bei der Hauptversammlung 2019 stimmten sie dem Kauf von neuen Kurz- und Mittelstreckenflugzeugen zu. Damals stand die Boeing 737 Max im Fokus. Die staatlichen Behörden haben den Plan aber noch nicht abgesegnet.

Trotz Corona-Krise hat die staatliche Fluggesellschaft den Plan noch nicht aufgegeben. Im Gegenteil. Jetzt sei der ideale Moment, um neue Flugzeuge zu kaufen, sagte Vorstandsvorsitzender Duong Tri Thanh kürzlich, wie lokale Medien berichten. Wenn man jetzt Aufträge vergebe, sei man unter den ersten, welche die neuen Flieger dann geliefert bekomme – just wenn der Markt wieder anziehe, so der Manager.

Ideal für Aufschwung

Aktuell schreibt die Fluglinie Verluste. Die Führung erwartet für das laufende Jahr ein Minus von rund 50 Billionen Dong oder umgerechnet 2 Milliarden Euro. Dennoch könne sich die Fluggesellschaft den Kauf leisten, so Duong Tri Thanh. Denn zuerst müsse man nur eine Anzahlung leisten, der große Teil des Kaufpreises falle erst später an.

Das sei ideal, wie man bei früheren Flugzeugkäufen gesehen habe. Vietnam Airlines brauche bis 2025 rund 135 bis 149 Flugzeuge, so der Vorstandsvorsitzende. Darunter seien 34 bis 37 Langstrecken- und 95 bis 120 Kurzstreckenflieger. Das bedeute, dass man sechs bis 20 weitere Flüge für Überseeziele sowie 50 bis 75 für Inlands- und Regionalziele brauche.

Auslandsflüge ab Juli

Vietnam Airlines will im Juli die Langstreckenflüge wieder aufnehmen. Derzeit fliegt sie einzig von Hanoi und Ho Chi Minh City nach Seoul sowie von Hanoi nach Frankfurt.



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