Airbus A321 Neo in Avolon-Bemalung: Viele Flugzeuge der Leasingfirma stecken in Russland fest.

Prozess in DublinVersicherer: Flugzeuge in Russland sind nicht definitiv verloren

Russland hat Flugzeuge nach Ausrufung der Sanktionen behalten und im eigenen Land registriert. Das kostet westliche Leasinggeber Milliarden. Wer bezahlt den Verlust? Darüber wird nun auch in Dublin gestritten.

Top-Jobs

Smartline

Commander / First Officer Cessna Latitude C680A (m/f/d)

Smartline Luftfahrt GmbH
Vollzeit
Airport St. Gallen Altenrhein
Top jobs
Österreich
Feste Anstellung
Business Aviation
Smartline

Commander / First Officer Cessna C560XLS (m/f/d)

Smartline Luftfahrt GmbH
Vollzeit
Airport St. Gallen Altenrhein
Top jobs
Österreich
Feste Anstellung
Business Aviation
Smartline

Commander / First Officer Cessna 525 (m/f/d)

Smartline Luftfahrt GmbH
Vollzeit
Airport St. Gallen Altenrhein
Top jobs
Österreich
Feste Anstellung
Business Aviation
Interpersonal

Trainer (SFI/TRI/TRE, all genders)

Interpersonal trainerpool
Vollzeit
Hamburg
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt

Es ist ein Sonderfall, mit dem man so nicht gerechnet hatte - ein teurer Sonderfall. Um die 400 Flugzeuge, die eigentlich Leasingfirmen gehören, hat der russische Staat im Laufe der Jahre nach dem Angriff auf die Ukraine beschlagnahmt und im eigenen Land neu registriert. Nur ein Bruchteil davon wurde bezahlt.

Für Leasingfirmen bedeutet das große Verluste. Insgesamt geht es um einen Wert von rund zehn Milliarden Dollar. Doch wer kommt dafür auf? Nachdem bereits in London ein Prozess der Leasingfirmen gegen große Versicherer läuft, der das klären soll, ist nun auch in Dublin einer im Gange.

Sind die Flugzeuge wirklich verloren?

Die weltweit zweit- und drittgrößten Leasinggeber SMBC und Avolon sowie BOC Aviation, CDB Aviation, Nordic Aviation Capital und Hermes Aircraft gehören zu den Firmen, die ihre Ansprüche in Irland geltend machen. Es geht um rund 2,5 Milliarden Euro. Mehr als 60 Prozent der weltweit geleasten Flugzeuge sind dort registriert.

Die Leasingfirmen argumentieren, die Versicherungen müssten die umregistrierten Flugzeuge als Verluste abdecken. Auf der Gegenseite stehen Assekuranzriesen wie Lloyd’s, AIG und Chubb. Sie sagen, dass es keine Beweise für die Zerstörung oder Beschädigung gebe und sie daher nicht zahlen müssten.

Über 180 Anwältinnen und Anwälte involviert

Die Flieger seien zudem nicht definitiv verloren. Zudem seien die Vermögenswerte ja nicht mehr Gegenstand von Leasingverträgen. Mehr als 180 Anwältinnen und Anwälte sind jetzt seit Monaten darin involviert, diese Fragen zu verhandeln. Der Prozess dürfte sich noch lange hinziehen.

Mehr zum Thema

Flugzeuge von S7: Jetzt in Russland registriert.

In Russland verlorene Flugzeuge sorgen für Monster-Prozess in London

Flieger von Ural Airlines: Viele Jets nun in Russland registriert.

Russland hat schon 360 Flugzeuge neu registriert

Eine Boeing 737-800 von Nordstar: Airline-Chef warnt vor zu hohen Schulden.

Auslandsschulden könnten russische Airlines ihre Zulassung kosten

ticker-russland

Russland erhöht Finanzierung für Leasing heimischer Flugzeuge deutlich

Video

alaska airlines missionarin
Eine christliche Influencerin hielt in einem Flugzeug von Alaska Airlines unaufgefordert eine Rede über Gott und Jesus - und das nicht zum ersten Mal. Nun musste sie am Gate weiterpredigen.
Timo Nowack
Timo Nowack
airbus a321 neo jetsmart sprayer
Sprayer haben am Flughafen Santiago de Chile einen Airbus A321 Neo besprüht, der noch nicht mal ein Jahr alt ist. Es handelt sich um einen von drei Jets im Besitz von Jetsmart, die Wizz-Air-Farben tragen.
Timo Nowack
Timo Nowack
Boeing AH-64 Apache - in 19 Armeen rund um den Erdball unterwegs
Militärfluggeräte kommen und gehen. Der Apache bleibt. Der Kampfhubschrauber flog vor mehr als 50 Jahren zum ersten Mal und wird wohl noch bis 2060 im Dienst der US Army und weiterer Armeen bleiben. Dies liegt nicht nur an seiner Panzerung und seiner Wendigkeit.
gerard al fil
Gérard Al-Fil