Flugzeuge von S7: Jetzt in Russland registriert.

Leasingfirmen gegen VersichererIn Russland verlorene Flugzeuge sorgen für Monster-Prozess in London

Leasingfirmen erhalten von Russland ihre Flugzeuge nicht zurück. Das wollen sie jetzt von Versicherungen bezahlt bekommen. Die sehen das anders. Die Frage wird vor Gericht entschieden.

Top-Jobs

aaa aviation academy austria logo

ATO Training Expert (m/f/d)

Aviation Academy Austria
Vollzeit
Neusiedl am See
Top jobs
Österreich
Feste Anstellung
Flugschule
Pilatus Logo

Head of Mechanical Final Assembly PC-12 (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Logo

Lizenzierter Luftfahrzeugmechaniker Experimental Shop (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
.

Event Manager (m/f, 100%)

Vollzeit
IRF Reputation AG
Basel
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Luftfahrt

Für diese Situation gibt es keinen Präzedenzfall. Nach dem Angriff Russlands auf die Ukraine erließen westliche Staaten schnell Sanktionen - auch Überflugsverbote herrschen seither, russische Airlines können mit ihren Flugzeugen nicht mehr nach Europa oder in die USA.

Um die 400 Flugzeuge, die eigentlich Leasingfirmen gehören, hat der russische Staat mittlerweile beschlagnahmt und im eigenen Land neu registriert. Nur für wenige davon wurden die Leasingfirmen auch bezahlt. Daher steht jetzt die Frage im Raum: Wer zahlt dafür? Denn insgesamt geht es um einen Wert von rund zehn Milliarden Dollar.

Leasingfirmen gegen Versicherungen

Das sorgt jetzt für einen Monster-Prozess in London, der ein Vorbild für weitere in den USA und Irland werden dürfte. Die Leasingfirmen Aercap, DAE, Merx Aviation, KDAC Aviation Finance und Falcon klagen gegen Versicherer wie AIG, Lloyd's, Chubb und Swiss Re.

Denn die Leasingfirmen sind der Meinung, dass die Versicherer für die Flugzeuge zahlen müssen. «Die Realität ist, dass das Flugzeug und die Motoren verloren sind», so der Anwalt von Aercap laut der Nachrichtenagentur Reuters. In dem Londoner Verfahren geht es um Ansprüche im Zusammenhang mit rund 150 der 400 Flugzeuge, die ursprünglich auf bis zu 4,7 Milliarden Dollar geschätzt wurden. Einige Vergleiche mit Russland - wenn auch zu Preisen unterhalb des Versicherungswertes - haben den Wert jedoch auf etwa 3,0 Milliarden reduziert.

Abgedeckt oder nicht?

Die Versicherer argumentieren hingegen, dass es keine Beweise für die Zerstörung oder Beschädigung der Flugzeuge gebe. Policen würden Ereignisse, die das schlichte Verlorengehen beinhalten, nicht abdecken. Laut den Leasinggebern fällt jedoch auch das unter die Klausel All Risks, also alle Risiken. Außerdem sollen auch Kriegsrisiken mit abgedeckt sein, zu denen die Leasingfirmen die Situation zählen.

Das Verfahren soll bis Ende des Jahres beendet sein. Ein erster Vergleich wurde offenbar schon ausgehandelt. Der Leasinggeber Dubai Aerospace Enterprise DAE hat sich laut Reuters mit dem Versicherer Axa geeinigt. Die Details des Vergleichs sind vertraulich.

Mehr zum Thema

Aeroflot-Flugbegleiterinnen: Die Airline war einmal die größte der Welt.

Aeroflot - vom Giganten zum Schatten ihrer selbst

Flieger von Ural Airlines: Viele Jets nun in Russland registriert.

Russland hat schon 360 Flugzeuge neu registriert

Russland erlässt Gesetz, das es Leasingfirmen erschwert, Flugzeuge aus Russland zurückzuholen

Russland erlässt Gesetz, das es Leasingfirmen erschwert, Flugzeuge aus Russland zurückzuholen

Airbus A330 Siam Wings: Die Airline hat enge Verbindungen nach Russland.

Thailands neue Langstrecken-Airline hat eine brisante Vorgeschichte

Video

air new zealand syknest
Air New Zealand verschiebt den Start ihrer Schlafkojen für die Economy Class abermals. Eigentlich sollte Syknest 2026 endlich in der Boeing 787 abheben. Doch noch fehlt die Zertifizierung - da erneut eine Behörde bei der Zulassung nicht hinterherkommt.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Gulfstream G400 von Baires Fly: Das Flugzeug mit der Kennung LV-JQW brachte Flavio Bolsonaro in die USA.
Eine rund 22 Jahre alte Gulfstream G400 von Baires Fly brachte Flávio Bolsonaro und seine Familie über Ecuador nach Miami. Die argentinische Charterfirma flog einst auch Javier Milei - und auch ihr Eigentümer hat Ärger mit der Justiz.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
lufthansa fra gate of the future 07
Lufthansa und der Flughafen Frankfurt testen im Terminal 1, wie ein Gate effizienter funktionieren kann und zugleich komfortabler für die Gäste wird. Dabei geht es sowohl um Lounge-Elemente, als auch darum, Bewegungen zu analysieren und einem Software-Wirrwarr Herr zu werden.
Timo Nowack
Timo Nowack