Schaumwein: Französisch statt luxemburgisch bei Luxair.

Crémant-GateLuxemburger Weinbauern sind sauer auf Luxair

Luxemburgs Nationalairline schenkt keinen luxemburgischen Schaumwein mehr aus. Das gehe für ein Staatsunternehmen nicht, sagen Kritiker, und fordern Luxair zum Umdenken auf.

Top-Jobs

Weeze

Verkehrsleiter vom Dienst (w/m/x)

Flughafen Niederrhein GmbH
Weeze
Feste Anstellung
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
DERTOUR Logo

Virtuelle Reisebetreuung (m/w/d)

Reiseveranstalter
DERTOUR Destination Services AG
Home Office
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

CAMO Engineer f/m/d (full time) in Vienna (Austria)

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs
DERTOUR Logo

Reiseleiter (m/w/d)

Reiseveranstalter
DERTOUR Destination Services AG
Griechenland
Spanien
Portugal
Top jobs

Luxemburg hat einen Skandal. Und wie es sich für ein kleines Land gehört, ist es ein kleiner Skandal. Dennoch erregt der die Gemüter im Großherzogtum. Was ist passiert? Ende Februar hatte der neue Luxair-Chef Gilles Feith erklärt,  der Fluggesellschaft gehe es «sehr schlecht». Darum müsse man «die Kosten reduzieren, wo immer es möglich ist».

Aus diesem Grund hat Luxair bereits im vergangenen Jahr nicht nur jede achte Stelle abgebaut, sondern alle Verträge neu ausgehandelt. Und dabei blieb auch ein Luxemburger Traditionsprodukt auf der Strecke. Bisher hat die Nationalairline ihren Passagieren Crémant de Luxembourg ausgeschenkt, der aus der Mosel-Region stammt. Künftig wird ein Schaumwein aus Chardonnay aus dem Jura kredenzt, also ein französisches Produkt. Der sei «billiger» und «attraktiver», so Feith.

Regierung muss Weinbauern unterstützen

Das können viele in Luxemburg nicht verstehen und bereits wird von Crémant-Gate gesprochen. Es könne nicht sein, dass Luxair als dem Staat gehörendes Unternehmen einheimische durch ausländische Produkte ersetze, so der Tenor. Immerhin gehe es nicht nur der Fluglinie schlecht, sondern auch der luxemburgischen Weinindustrie. Darum habe die Regierung ja vergangenes Jahr 350.000 Euro ausgegeben, um die Nachfrage nach luxemburgischen Weinen anzukurbeln, schreibt der Rundfunkanbieter RTL.

Die Winzer haben gegen die Maßnahme der Nationalairline bereits mit einer Demonstration reagiert und sprechen von einem «Mangel an Respekt». Im Parlament gab es zudem Vorstöße zum Thema. Und auch Landwirtschaftsminister Romain Schneider musste sich schon äußern. Er trägt aber die Entscheidung von Luxair. «Auch als Teilhaberin kümmert sich die Regierung nicht direkt um das laufende Geschäft», Zitiert die Zeitung Tageblatt das Regierungsmitglied.

«Richtung Product Placement»

Luxair lässt dem Crémant de Luxembourg aber eine Hintertür offen. Man werde ihn wieder ins Angebot an Bord aufnehmen, wenn man ihn geschenkt bekomme, so Feith. Er meint das nicht ironisch. Man gehe «in Richtung Product Placement», indem man nationale Partner an Bord lasse, die dort «präsent sein wollen», wie der der Zeitung Luxemburger Wort erklärte.

Mehr zum Thema

Luxair baut jede achte Stelle ab

Luxair baut jede achte Stelle ab

Die orangene Spezialbemalung zum Thema Gewalt gegen Frauen ist nicht mehr unterwegs.

Luxair färbt Flieger orange

Dash 8 von Luxair: Im Winter wenig in der Luft.

Luxair fürchtet Einschnitte von bis zu 50 Prozent

Die erste Embraer E195-E2 von Luxair: Ist in Luxemburg angekommen.

Luxair hat erste Embraer E195-E2 übernommen

Video

antonov leipzig 14
Aufgrund des russischen Angriffskriegs musste die ukrainische Frachtfluggesellschaft ihre Basis nach Deutschland verlegen. aeroTELEGRAPH hat Antonov Airlines und ihre An-124 am Flughafen Leipzig/Halle besucht.
Timo Nowack
Timo Nowack
Erster Being 737-800 Kombifrachter: Air Inuit hat das Flugzeug am 13. Januar in den Liniendienst aufgenommen.
Fast fünfzig Jahre prägten röhrende 737-200 C den Alltag im Norden Québecs. Jetzt hebt erstmals eine Boeing 737-800 Kombi für Air Inuit ab – mit 90 Sitzen, Palettenfracht und als Weltpremiere.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Das Doomsday Plane bei der Landung in Los Angeles. Rarer Vogel.
In Los Angeles tauchte erstmals seit Langem wieder eine Boeing E-4B öffentlich auf. Während der Ersatz für die Weltuntergangsflugzeuge der USA bereits entsteht, absolvierte der alternde fliegende Kommandoposten einen ungewöhnlichen Rundflug über das Land.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin