Schaumwein: Französisch statt luxemburgisch bei Luxair.

Crémant-GateLuxemburger Weinbauern sind sauer auf Luxair

Luxemburgs Nationalairline schenkt keinen luxemburgischen Schaumwein mehr aus. Das gehe für ein Staatsunternehmen nicht, sagen Kritiker, und fordern Luxair zum Umdenken auf.

Top-Jobs

Smartline

Commander / First Officer Cessna Latitude C680A (m/f/d)

Smartline Luftfahrt GmbH
Vollzeit
Airport St. Gallen Altenrhein
Top jobs
Österreich
Feste Anstellung
Business Aviation
Smartline

Commander / First Officer Cessna C560XLS (m/f/d)

Smartline Luftfahrt GmbH
Vollzeit
Airport St. Gallen Altenrhein
Top jobs
Österreich
Feste Anstellung
Business Aviation
Smartline

Commander / First Officer Cessna 525 (m/f/d)

Smartline Luftfahrt GmbH
Vollzeit
Airport St. Gallen Altenrhein
Top jobs
Österreich
Feste Anstellung
Business Aviation
Interpersonal

Trainer (SFI/TRI/TRE, all genders)

Interpersonal trainerpool
Vollzeit
Hamburg
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt

Luxemburg hat einen Skandal. Und wie es sich für ein kleines Land gehört, ist es ein kleiner Skandal. Dennoch erregt der die Gemüter im Großherzogtum. Was ist passiert? Ende Februar hatte der neue Luxair-Chef Gilles Feith erklärt,  der Fluggesellschaft gehe es «sehr schlecht». Darum müsse man «die Kosten reduzieren, wo immer es möglich ist».

Aus diesem Grund hat Luxair bereits im vergangenen Jahr nicht nur jede achte Stelle abgebaut, sondern alle Verträge neu ausgehandelt. Und dabei blieb auch ein Luxemburger Traditionsprodukt auf der Strecke. Bisher hat die Nationalairline ihren Passagieren Crémant de Luxembourg ausgeschenkt, der aus der Mosel-Region stammt. Künftig wird ein Schaumwein aus Chardonnay aus dem Jura kredenzt, also ein französisches Produkt. Der sei «billiger» und «attraktiver», so Feith.

Regierung muss Weinbauern unterstützen

Das können viele in Luxemburg nicht verstehen und bereits wird von Crémant-Gate gesprochen. Es könne nicht sein, dass Luxair als dem Staat gehörendes Unternehmen einheimische durch ausländische Produkte ersetze, so der Tenor. Immerhin gehe es nicht nur der Fluglinie schlecht, sondern auch der luxemburgischen Weinindustrie. Darum habe die Regierung ja vergangenes Jahr 350.000 Euro ausgegeben, um die Nachfrage nach luxemburgischen Weinen anzukurbeln, schreibt der Rundfunkanbieter RTL.

Die Winzer haben gegen die Maßnahme der Nationalairline bereits mit einer Demonstration reagiert und sprechen von einem «Mangel an Respekt». Im Parlament gab es zudem Vorstöße zum Thema. Und auch Landwirtschaftsminister Romain Schneider musste sich schon äußern. Er trägt aber die Entscheidung von Luxair. «Auch als Teilhaberin kümmert sich die Regierung nicht direkt um das laufende Geschäft», Zitiert die Zeitung Tageblatt das Regierungsmitglied.

«Richtung Product Placement»

Luxair lässt dem Crémant de Luxembourg aber eine Hintertür offen. Man werde ihn wieder ins Angebot an Bord aufnehmen, wenn man ihn geschenkt bekomme, so Feith. Er meint das nicht ironisch. Man gehe «in Richtung Product Placement», indem man nationale Partner an Bord lasse, die dort «präsent sein wollen», wie der der Zeitung Luxemburger Wort erklärte.

Mehr zum Thema

Luxair baut jede achte Stelle ab

Luxair baut jede achte Stelle ab

Die orangene Spezialbemalung zum Thema Gewalt gegen Frauen ist nicht mehr unterwegs.

Luxair färbt Flieger orange

Dash 8 von Luxair: Im Winter wenig in der Luft.

Luxair fürchtet Einschnitte von bis zu 50 Prozent

ticker luxair neu

Luxair bestellt drei weitere Embraer E190-E2

Video

alaska airlines missionarin
Eine christliche Influencerin hielt in einem Flugzeug von Alaska Airlines unaufgefordert eine Rede über Gott und Jesus - und das nicht zum ersten Mal. Nun musste sie am Gate weiterpredigen.
Timo Nowack
Timo Nowack
airbus a321 neo jetsmart sprayer
Sprayer haben am Flughafen Santiago de Chile einen Airbus A321 Neo besprüht, der noch nicht mal ein Jahr alt ist. Es handelt sich um einen von drei Jets im Besitz von Jetsmart, die Wizz-Air-Farben tragen.
Timo Nowack
Timo Nowack
Boeing AH-64 Apache - in 19 Armeen rund um den Erdball unterwegs
Militärfluggeräte kommen und gehen. Der Apache bleibt. Der Kampfhubschrauber flog vor mehr als 50 Jahren zum ersten Mal und wird wohl noch bis 2060 im Dienst der US Army und weiterer Armeen bleiben. Dies liegt nicht nur an seiner Panzerung und seiner Wendigkeit.
gerard al fil
Gérard Al-Fil