Boeing 747-8: Ein solcher Jet soll angeblich schon bald in den Iran geliefert werden.

Iran-VerkäufeUS-Parlament will Boeings Iran-Deal verbieten

Eigentlich hat Boeing grünes Licht für den Verkauf von Flugzeugen in den Iran erhalten. Doch die Republikaner im Kapitol setzen alles daran, das zu verhindern.

Top-Jobs

bwlv

Fluggerätmechaniker (m/w/d)

BWLV-Motorflugschule Hahnweide
Vollzeit
Kirchheim/Teck
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Flugschule
Pilatus Logo

Team Leader Account Management

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Hahnair Logo

Compliance Monitoring Manager (all genders)

Hahn Air Lines GmbH
Vollzeit
Düsseldorf
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
Etihad Job

Captain A320

Etihad Airways
Vollzeit
Abu Dhabi
Top jobs
United Arab Emirates
Feste Anstellung

Eigentlich erhoffte sich Boeing dank des Atom-Deals mit dem Iran glänzende Geschäfte. Nachdem Airbus eine Order von etwas über 100 Flugzeugen eingeheimst hatte, kamen irgendwann auch die Amerikaner zum Zug. Sie verbuchten eine iranische Bestellung von 109 Flugzeugen. Der Deal hat nach Listenpreisen einen Wert von 25 Milliarden Dollar. Doch ganz so einfach kann Boeing das Geld nicht verdienen.

Das Repräsentantenhaus der USA hat nun mit 243 zu 174 Stimmen für einen Gesetzesentwurf gestimmt, der Boeing den Verkauf von Flugzeugen an den Iran verbietet. Die Stimmen für den Entwurf stammen hauptsächlich von Republikanern, die schon lange klar machen, dass sie Probleme damit haben, dass US-Unternehmen mit dem Iran Geschäfte machen.

«Der größte staatliche Sponsor von Terror»

Das Gesetz würde es dem Finanzdepartement verbieten, den Flugzeugverkauf durchzuwinken. Die Export Import Bank dürfte außerdem nicht bei der Finanzierung helfen. «Der größte staatliche Sponsor von Terror auf der Welt sollte nicht von unseren Steuerzahlern und unserem Finanzsystem unterstützt werden», so der republikanische Politiker Bob Dold laut der Nachrichtenagentur Bloomberg über den Entwurf.

Die Republikaner waren von Anfang an gegen den Atomdeal, laut dem der Iran sich einverstanden erklärte, seine Nuklearanlagen zu überarbeiten und abzurüsten – im Gegenzug wurden westliche Wirtschaftssanktionen gelockert. Donald Trump, der ab 20. Januar 2017 als US-Präsident agieren wird, hatte während des Wahlkampfes mehrfach erklärt, er wolle den Deal neu verhandeln oder ganz auflösen.

Obama kündigt Veto an

Dass die Republikaner mit dem Gesetzesentwurf wirklich durchkommen, ist nicht sehr wahrscheinlich. Ein ähnlicher Entwurf scheiterte schon einmal beim Bankenkommittee des Senats. Außerdem hat Präsident Barack Obama angekündigt, von seinem Vetorecht Gebrauch zu machen, bevor es so weit kommt. Die Geschäfte mit dem Iran seien im Interesse der internationalen Sicherheit, so eine Mitteilung des Weißen Hauses. Solange der Iran sich an seinen Teil der Abmachung halte, müsse man dasselbe tun.

Im September hatten Boeing und der europäische Konkurrent Airbus von den US-Behörden eigentlich grünes Licht für die Verkäufe erhalten. Laut verschiedenen Brancheninsidern bereitet das Unternehmen denn auch bereits die Auslieferung von Jumbo-Jets vor, die eigentlich für die bankrotte russische Airline Transaero gedacht waren. Es wäre der erste Flugzeugverkauf von Boeing an den Iran in fast 40 Jahren. 1977 hatte das Unternehmen zuletzt Boeing 747 an den Iran verkauft.

Mehr zum Thema

Logo von Iran Air auf einem Airbus: Bald soll das alltäglich sein.

Airbus und Boeing dürfen Jets an Iran Air liefern

Boeing 747 von Iran Air: Bald sollen neue US-Flugzeuge zur Flotte stoßen.

Boeing und Iran Air sind sich einig

Parked aircraft in southern French Tarbes: Tarmac Aerosave can store up to 230 aircraft in both locations.

Der clevere Iran-Deal von Airbus

A321 mit dem temporären Kennzeichen D-AVXF: Von Hamburg nach Teheran?

Startet hier der erste neue Airbus von Iran Air?

Video

Testflug für die Autoland-Zertifizierung für den Pilatus PC-12: Die Testcrew musste nicht eingreifen.
Knopf drücken, und der Rest passiert von selbst. Pilatus zeigt erstmals, wie Autoland den PC-12 Pro sicher auf die Piste bringt. Easa und FAA haben das System nun für das Flugzeug zugelassen.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
airbus a330 200 iran air
Ausnahmen sind offenbar nicht geplant: Der US-Finanzminister kündigt an, ab Mittwoch alle Unternehmen zu sanktionieren, die mit jedweder iranischen Fluggesellschaft zusammenarbeiten. So wollen die Vereinigten Staaten die Airlines international lahmlegen.
Timo Nowack
Timo Nowack
midway atoll usfws
Die USA müssten mindestens 100 Millionen Dollar investieren, um den Flughafen des Midway Atolls betriebsbereit zu halten. Etliche Airlines und der Flugzeugbauer Boeing werben für die Investition - obwohl es so gut wie keine Starts und Landungen an dem Airport gibt.
Timo Nowack
Timo Nowack