Tom Wagner: United vergaß den Passagier einfach.

United vergisst Passagier im Flieger

Flugbegleiter von United Airlines vergaßen einen Passagier und schlossen ihn im Flugzeug ein. Sicherheitsexperten finden das besorgniserregend.

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Eigentlich beneidenswert, diese Passagiere, die einschlafen, sobald sie im Flugzeug sitzen. Doch die Schläfrigkeit kann auch böse enden, wie nun ein Zwischenfall in den USA zeigt. Tom Wagner flog von Lousiana nach Kalifornien und musste in Houston im Bundesstaat Texas umsteigen. Den Weiterflug verpasste er allerdings. Denn er schlief ein – und wurde von der Crew im Flugzeug vergessen und eingesperrt.

«Als ich aufwachte, was es stockdunkel und kalt», erzählt er dem Nachrichtensender ABC News (siehe Videointerview unten). Wagner stand auf, lief in der Kabine herum und rüttelte an den Türen. Doch die Ausgänge waren alle verschlossen. Alle rund 40 Passagiere des United Express-Fluges sowie die Crew waren schon lange ausgestiegen.

Handy noch mit Batterie

«Zum Glück war meine Handybatterie noch nicht alle», so Wagner weiter. Panisch rief er seine Freundin an. «Debbie», rief er ins Telefon, «Kein Scherz, ich bin in einem Flugzeug eingeschlossen. Du machst dich besser schnell auf den Weg und sorgst dafür, dass ich hier raus komme!»

Wagners Freundin rief bei United Airlines an. Eine halbe Stunde später wurde der vergessene Passagier aus dem Jet befreit. Laut Wagner hatten die Mitarbeiter der Fluggesellschaft ihn zunächst aufgefordert, den Zwischenfall für sich zu behalten.

Zwischenfall wird untersucht

Doch Wagner ging damit an die Medien. Die United-Regionaltochter erklärt mittlerweile in einer Stellungnahme auf ihrer Internetseite, dass man untersuche, wie man einen Passagier einfach vergessen konnte. Ein Kontrollgang der Kabine habe stattgefunden, heißt es weiter. «Wir entschuldigen uns für die Unannehmlichkeiten, die dem Passagier deswegen entstanden», so United Express.

Sicherheitsexperten sehen darin noch ein anderes Problem. «Wenn man einen Passagier einfach so übersehen kann, was ist dann mit Rucksäcken oder Koffern?», so James Conway, ein ehemaliger FBI-Agent und Terrorismus-Experte, gegenüber ABC News. «Man sollte einiges aus diesem schweren Zwischenfall lernen.»

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