Die EU plant neue Regeln für Verkehrssuchmaschinen: Damit sollen mehr Reisende auf die Schiene gelockt werden.
<h1 class="article-header__title"></h1>

Neues EU-GesetzEU will, dass Flugsuchmaschinen auch Züge anzeigen

Zahlreiche Zugverbindungen zwischen europäischen Städten werden nicht gebucht, weil sie in Suchmaschinen schlicht nicht auftauchen. Das will die EU ändern.

Top-Jobs

Goldeck Logo

Kapitän Pilatus PC-12NGX (f/m/d)

Goldeck-Flug Gesellschaft m.b.H.
Vollzeit
Top jobs
Wien / Wiener Neustadt
Österreich
Feste Anstellung
Business Aviation
Sparfell Logo

Captain/First Officer Embraer 550 / Legacy 500 (m/f)

SPARFELL Luftfahrt GmbH
Vollzeit
Vienna
Top jobs
Österreich
Feste Anstellung
Business Aviation
Pilatus Logo

Mechaniker Flugzeugkomponenten (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller

Zwischen Dresden und Krakau gibt es keine direkte Flug- oder Zugverbindung. Suchmaschinen empfehlen aktuell folgende Reiseroute: Ein Flug von Dresden nach München und von München nach Krakau. Dabei werden 145 Kilogramm CO₂ ausgestoßen. Eine weitere Reiseroute könnte mit dem Zug nach Berlin und von dort mit dem Flugzeug nach Krakau führen.

Die Verbindung wäre besser für die Umwelt und schneller für den Reisenden. Einfach zu finden ist diese Lösung nicht, denn intermodale Suchmaschinen, die Kombinationen aus Zug und Flug zeigen, gibt es nicht. Wenn es nach dem Willen der EU-Kommission geht, soll sich das zeitnah ändern, und zwar per Gesetz.

EU plant neues Gesetz

So soll noch im September ein neues EU-Gesetz vorgeschlagen werden, das es Online-Buchungsanbietern erleichtern würde, echte Anbieter multimodaler digitaler Mobilitätsdienste (MDMS) zu werden, berichtet das Portal Energy Monitor.

Reisenden sollen künftig alle Flug-, Schienen-, Straßen- und Seeverbindungen aufgezeigt werden. Zudem sollen die Verkehrsunternehmen verpflichtet werden, ihre Daten Suchplattformen zur Verfügung zu stellen. Nach EU-Plänen soll der Kunde über die Plattformen auch gleich Kombitickets aus verschiedenen Verkehrsträgern kaufen können.

Kritik von Bahnunternehmen

Die Kommission verspricht sich davon, Reisenden alternative Reiserouten aufzuzeigen und so einen weiteren Schritt auf dem Weg zum klimaneutralen Kontinent zu gehen, den die EU mit dem Green Deal bis 2050 sein will. Denn vielfach fehlt das Wissen darum, dass es beispielsweise auch günstige und schnelle Zugverbindungen zwischen verschiedenen Städten gibt.

Kritik kommt von unter anderem auch Bahnbetreibern. Manche europäische Unternehmen wie Renfe aus Spanien, SNCF in Frankreich oder die Deutsche Bahn wollen ihre Reise- und Preisinformationen nicht an Suchseiten weitergeben, weil sie nicht möchten, dass Wettbewerber die Daten erhalten. Die Community of European Railway and Infrastructure Companies (CER) argumentiert gar, dass das Vorhaben zu höheren Ticketkosten führen könnte.

Vorschlag bereits abgeschwächt

Im Juni wurde der ursprüngliche Plan angepasst. In der abgeschwächten Version sollen lediglich die verschiedenen Reiserouten aufgezeigt werden, ohne dass ein Kombiticket gekauft werden kann. Adina Vălean, EU-Kommissarin für Verkehr, soll Verständnis für die Bedenken der Bahnbetreiber gezeigt haben. Beide Vorschläge sind der EU-Regulierungskontrolle vorgelegt worden. Die Ergebnisse sollen Anfang September kommen.

Mehr zum Thema

Jet startet - zu sehen vom Fernbahnhof des Airport Düsseldorf: Weniger Inlandsflüge.

Zug statt Flug vor allem Richtung Frankfurt stärker

Flieger zieht Kondensstreifen: Organisation untersucht Klimafreundlichkeit von Airlines.

Warum Co2-neutral nicht direkt umweltfreundlich ist

Aus Flug wird Zug: BDL und DB sehen Millionen-Potenzial.

4,3 Millionen Passagiere sollen auf die Bahn umsteigen

Ein Rollstuhlfahrender an einem Flughafen: Simulierende Reisende stellen Fluggsellschaften und Flughäfen vor Probleme.

Wenn 55 Gäste im Rollstuhl ein- und 30 von ihnen zu Fuß aussteigen

Video

Airbus A340-300 von Mahan Air bei der Landung im Jemen: Der Airport ist seit zehn Jahren gesperrt.
Ein Airbus A340 von Mahan Air weicht auf einen seit über zehn Jahren gesperrten Flughafen aus, nachdem Regierungstruppen die Landebahn in Sanaa beschossen haben. Die Regierung hat den gesamten Luftverkehr ausgesetzt.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
boeing 787 dreamliner fenster knopf
Die Boeing 787 hat elektronisch dimmbare Kabinenfenster. Die Knöpfe für deren Bedienung müssen jedoch immer wieder ersetzt werden - auch, weil Fluggäste unnötig häufig drücken.
Timo Nowack
Timo Nowack
Ilyushin Il-114-300: Nur eingeschränkt zugelassen
Die russische Luftfahrtbehörde hat der Ilyushin Il-114-300 die Musterzulassung erteilt. Doch der Schritt hat einen Haken: Das neue Regionalflugzeug darf zunächst nur unter sehr eingeschränkten Bedingungen abheben.
Laura Frommberg
Laura Frommberg