Jet startet - zu sehen vom Fernbahnhof des Airport Düsseldorf: Weniger Inlandsflüge.

BDL und BahnZug statt Flug vor allem Richtung Frankfurt stärker

Deutsche Bahn und BDL wollen innerdeutsch mehr Umsteiger auf die Schiene bringen. Bisher stehen dabei der Flughafen Frankfurt und ein Angebot von Lufthansa im Zentrum.

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Rund 20 Prozent der innerdeutschen Flugreisenden sollen auf die Bahn umsteigen - dieses Ziel setzten sich im April 2021 gemeinsam die Deutsche Bahn und der Bunddesverband der Deutschen Luftverkehrswirtschaft BDL. Mittelfristig wolle man «rund 4,3 Millionen Fluggäste für den Umstieg auf den Zug gewinnen», erklärten die beiden Partner damals.

Nun haben Bahn und BDL eine erste Zwischenbilanz gezogen. Konkrete Gesamtzahlen gab es aber nicht zu hören. Zwar könne man sagen, dass im innerdeutschen Luftverkehr das Angebot im ersten Halbjahr 2023 rund 56 Prozent des Niveaus von 2019 erreicht, erklärte BDL-Präsident Jost Lammers, der auch Chef des Flughafens München ist. Jedoch ließe sich die Zahl der Umsteiger auf den Zug «wegen der erheblichen Einbrüche und Umbrüche und Verwerfungen im Luftverkehr durch die Krise aktuell nicht seriös beziffern».

Lob vor allem für Lufthansa Express Rail

Lob gibt es vor allem für Lufthansas Angebot Express Rail, bei dem Fluggäste ihre gesamte Reise zum/vom Flughafen Frankfurt im ICE in einem Ticket über Lufthansa buchen.  «Das Angebot umfasst mittlerweile nahezu alle innerdeutschen Ziele der Deutschen Lufthansa - insgesamt 24 Ziele, also sieben zusätzliche Ziele im Vergleich zu 2021», so BDL und Bahn. Die Anzahl der Verbindungen habe sich von 135 auf 240 Fahrten am Tag fast verdoppelt.

Auch generell liegt ein Schwerpunkt auf dem größten deutschen Flughafen. Seit dem Fahrplanwechsel im Dezember habe die Bahn «das Sitzplatzangebot zum Frankfurter Flughafen in diesem Jahr um bis zu 60 Prozent gegenüber 2022 erhöht», so die Partner. Mit Blick auf den Flughafen München fordern sie vom Bundesverkehrsministerium, dass die Anbindung des bayerischen Airports ans ICE-Netz in Angriff genommen wird.

Keine konkrete Forderung zu Pünktlichkeit

«Seitdem Münster in das Lufthansa-Express-Rail-Netz aufgenommen wurde und die Anbindung an den Flughafen Frankfurt mit mehr ICE-Halten und stündlichen Verbindungen weiter verbessert wurde, stieg die Nachfrage auf der Strecke um 27 Prozent», so ein Beispiel.

Ein großes Problem der Bahn im vergangenen Jahr war die Pünktlichkeit - weniger als 66 Prozent der Fernzüge waren pünktlich. Auf die Frage, welchen Wert er sich von der Bahn wünsche, wollte Lammers keine Zahl nennen. Er sagte nur, «dass Verlässlichkeit da sein müsste» und Pünktlichkeit«maßgeblich für eine Reiseentscheidung» sei.

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Redaktion