Flieger von Air New Zealand: Nachhaltige Treibstoffe Made in New Zealand - das ist möglich.

Mit HolzabfällenAir New Zealand sieht gute Chancen für nachhaltigen Treibstoff aus Neuseeland

Wo soll all das nachhaltige Kerosin herkommen? Die Frage treibt gerade alle Fluggesellschaften um. Air New Zealand hat zumindest eine Idee.

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Die Antwort auf die Frage, wie die Luftfahrt klimafreundlicher werden kann, lautet für viele aktuell: Nur mit nachhaltigen Treibstoffen, kurz SAF. Die Abkürzung steht für Sustainable Aviation Fuel. Doch damit das klappt, muss erst einmal genug davon produziert werden. Aktuell reicht das Angebot nicht einmal annähernd aus. Entsprechend hoch sind die Preise.

Air New Zealand hat daher untersuchen lassen, wie man das Problem lösen kann. Das Ergebnis: Zumindest ein Teil des Bedarfs könnte durch Produktion  im eigenen Land gedeckt werden. Und dadurch würden auch Arbeitsplätze geschaffen. Treibstoff aus Holzabfällen könnte eine Industrie im Wert von 430 Millionen neuseeländischen Dollar (236 Millionen Euro) pro Jahr schaffen und Flugzeuge, Lastwagen und andere Transportmittel antreiben, so das Ergebnis einer Studie, welche die Airline jetzt veröffentlicht hat.

Ein Viertel des Bedarfs für Inlandsflüge

Mit lokal hergestelltem nachhaltigem Treibstoff könnte man laut Air New Zealand immerhin bis zu einem Viertel des jährlich für Inlandsflüge benötigten Kerosins decken. Das ist zwar nicht wahnsinnig viel - aber: Aktuell macht SAF weniger als ein Prozent des weltweiten Angebots an Flugtreibstoff aus. Die neuseeländische Produktion könnte zunächst 102 Millionen Liter produzieren, so die Studie. Air New Zealand verbrennt jährlich etwa 1,3 Milliarden Liter Kerosin, vor allem auf Überseeflügen.

Der Einsatz von nachhaltigen Treibstoffen ist ein Weg, um das Ziel einer besseren Klimabilanz in der Luftfahrt schnell zu erreichen. Sie  werden aus nachhaltigen Ressourcen wie Altölen, nicht essbaren Pflanzen wie etwa Leindotter, Müll, Algen oder Abfällen wie Sägespänen hergestellt. Sie verursachen daher rund 80 Prozent weniger Treibhausgasemissionen. Sie haben derzeit aber noch einen großen Nachteil, sie sind viel teuer als das herkömmliche Kerosin.

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