Betankung einer Boeing 737: Bald mit 100 Prozent nachhaltigem Treibstoff betankbar?

Bis 2030Alle Boeing-Flugzeuge sollen biokerosinkompatibel sein

Der Flugzeugbauer hat sich verpflichtet: In neun Jahren sollen alle Boeing-Modelle auch zu 100 Prozent mit nachhaltigem Flugkraftstoffen fliegen können.

Top-Jobs

Pilatus Logo

Team Leader Account Management

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
HahnAir

Compliance Monitoring Manager (all genders)

Hahn Air Lines GmbH
Vollzeit
Düsseldorf
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
Etihad Job

Captain A320

Etihad Airways
Vollzeit
Abu Dhabi
Top jobs
United Arab Emirates
Feste Anstellung
Etihad Job

First Officer A320

Abu Dhabi
Feste Anstellung
Etihad Airways
United Arab Emirates
Vollzeit
Top jobs

Selbst wenn es finanziell attraktiv wäre, würden Fluggesellschaften ihre Flugzeuge nicht vollständig mit Biokerosin – im Branchenjargon Sustainable Aviation Fuels oder kurz SAF genannt – betanken. Denn das ist derzeit gar nicht erlaubt. Maximal die Hälfte des Treibstoffs darf gemäß den aktuellen Vorschriften aus alternativen Quellen stammen.

Das liegt daran, dass die Funktion der Kraftstoffsysteme der Flugzeuge und damit die Sicherheit auch mit neuen Gemischen garantiert werden muss. Vor allem beim Niveau der sogenannten aromatischen Verbindungen können sich herkömmliche und alternative Treibstoffe unterscheiden, daher die Vorsichtsgrenze. Boeing will sie jedoch überwinden. Der Konzern hat sich zum Ziel gesetzt, dass bis 2030 alle Flugzeuge mit 100 Prozent Biokerosin betrieben werden können.

Zusammenarbeit mit Luftfahrtaufsichtsbehörden

«Unsere Branche und unsere Kunden haben sich verpflichtet, den Klimawandel anzugehen, und nachhaltige Flugkraftstoffe sind die sicherste und messbarste Lösung, um die Kohlenstoffemissionen der Luftfahrt in den kommenden Jahrzehnten zu reduzieren», kommentiert Boeings Zivilluftfahrtchef Stan Deal in einer Mitteilung vom Freitag (22. Januar). Man werde nun in Zusammenarbeit mit den Luftfahrtaufsichtsbehörden analysieren, welche Änderungen es brauche, damit ein Betrieb mit alternativen Treibstoffen möglich wird.

Der Einsatz von Biotreibstoffen ist ein Weg, um das Ziel einer besseren Klimabilanz in der Luftfahrt schnell zu erreichen. Sie  werden aus nachhaltigen Ressourcen wie Altölen, nicht essbaren Pflanzen wie etwa Leindotter, Müll, Algen oder Abfällen wie Sägespänen hergestellt. Sie verursachen daher rund 80 Prozent weniger Treibhausgasemissionen. Sie haben derzeit aber noch einen großen Nachteil, sie sind rund vier Mal so teuer wie as herkömmliches Kerosin.

Strenge Prüfkriterien

Nachhaltige alternative Kraftstoffe müssen strenge Kriterien erfüllen. Sie werden zum einen im Hinblick auf einen sicheren Betrieb überprüft. Zum anderen überwachen spezialisierte Organisationen auch, ob sie in  ökonomischer, sozialer und ökologischer Hinsicht nachhaltig sind.

Eine von Airbus und Boeing mitgetragene Initiative des Weltwirtschaftsforums WEF hat die EU bereits aufgefordert, eine Pflicht zur Beimischung alternativer Kraftstoffe einzuführen. Dadurch würde es für Hersteller spannender, in die Herstellung zu investieren, was sich langfristig wiederum in der Form niedrigerer Preise niederschlagen würde. Getrieben von der Politik forscht Airbus jedoch an alternativen Treibstoffen, vor allem an Wasserstoffantrieben.

Mehr zum Thema

Das Testtriebwerk von Rolls-Royce: Hängt in Derby in Großbritannien.

Rolls-Royce will Triebwerke ganz mit Biokerosin antreiben

Flugzeug: Alternative Treibstoffe können aus Energiepflanzen wie etwa Leindotter gewonnen werden.

Airbus, Boeing, KLM und Co. fordern Biokerosin-Pflicht

Reto Knutti: «Kein anderer Bereich wächst in puncto CO<sub>2</sub>-Emissionen so stark.»

«Wir müssen mittelfristig den Ausstoß auf null bringen»

Airbus A320 Neo wird bei Tarmac Aerosave zerlegt: Das Unternehmen erweitert seine Zerlegungskapazitäten.

Warum wenige Jahre alte Airbus und Boeing-Flugzeuge schon verschrottet werden

Video

midway atoll usfws
Die USA müssten mindestens 100 Millionen Dollar investieren, um den Flughafen des Midway Atolls betriebsbereit zu halten. Etliche Airlines und der Flugzeugbauer Boeing werben für die Investition - obwohl es so gut wie keine Starts und Landungen an dem Airport gibt.
Timo Nowack
Timo Nowack
Feuerwerk und Flugzeug: Keine gute Kombination.
Feuerwerk und Flugzeuge sind keine gute Kombination. Das zeigte sich am Flughafen Mundo Maya in Guatemala, als ein Airbus A320 von Avianca zur Landung ansetzte.
Laura Frommberg
Laura Frommberg
Der neue Honda Jet: Die Maschine heißt ab sofort Echelon.
Der japanische Businessjet-Hersteller vermeldet Fortschritte beim Bau der ersten Echelon-Maschine, muss aber gleichzeitig eine deutliche Verzögerung einräumen. Erstflug und Zulassung verschieben sich um bis zu drei Jahre.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies