Der Airbus A320 mit dem Kennzeichen EI-DSV absolvierte den letzten Flug von Alitalia.

Flug AZ1586Um 23:23 Uhr sagte die alte Alitalia Ciao Ciao

Die italienische Nationalairline hat ihren Betrieb eingestellt. Gefeiert wurde der allerletzte Flug von Alitalia nicht. Denn ein Nachfolger steht schon fest. Eindrücke vom Flughafen Rom-Fiumicino.

Top-Jobs

bwlv

Fluggerätmechaniker (m/w/d)

BWLV-Motorflugschule Hahnweide
Vollzeit
Kirchheim/Teck
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Flugschule
Pilatus Logo

Team Leader Account Management

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Hahnair Logo

Compliance Monitoring Manager (all genders)

Hahn Air Lines GmbH
Vollzeit
Düsseldorf
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
Etihad Job

Captain A320

Etihad Airways
Vollzeit
Abu Dhabi
Top jobs
United Arab Emirates
Feste Anstellung

Etwas ist an diesem Abend anders am Flughafen Rom-Fiumicino. Nach 22 Uhr am Donnerstag (14. Oktober) treffen die allerletzten Flüge von Alitalia ein. Sie kommen aus Alghero, Catania, Olbia und Palermo. Anstatt am Terminal werden fast alle Flugzeuge mit der weiß-grün-roten-Lackierung auf dem Vorfeld geparkt - und das, obwohl am Terminal 3 fast jede Fluggastbrücke frei ist.

Gefeiert wird das historische Ereignis nicht. Kein Tiefflug über den internationalen Romer Flughafen zum Abschluss, keine Wasserfontäne. Dabei endet die 74-jährige Alitalia-Geschichte. Es fällt ein Nationalheiligtum.

Airline-Aus mit Gelassenheit

Der allerletzte Flug dieser italienischen Ikone ist AZ1586. Er kommt aus Cagliari auf Sardinien. Der Airbus A320 mit dem Kennzeichen EI-DSV absolviert ihn. Um 23:23 Uhr landet er auf Piste 34L des Flughafens Rom-Fiumicino. An Gate E13 von Terminal 3 steigen die rund 150 Fluggäste aus, als wäre heute kein besonderer Tag.

Trotz dem Ende fallen manche der Mitarbeitenden weich. Das merkt man am Abend nach Ankunft der letzten Alitalia-Flüge. Anders als bei manch einem vergangenen Airline-Aus – etwa dem von Air Berlin – wirken die Besatzungen gelassen – so auch bei Flug AZ1586. Denn eine Nachfolgerin für Alitalia steht schon fest.

Nachfolger ist schon startklar

Die italienische Regierung hat mit ITA Italia Trasporto Aereo eine neue Nationalairline aufgebaut. Sie wurde von der alten losgelöst errichtet, so wollte es die EU. Bereits am Freitagmorgen (15. Oktober) wird sie den Betrieb aufnehmen - kleiner als die Vorgängerin.

Auf der einen Seite ist die Liquidierung der hoch verschuldeten Alitalia und der Start einer neuen Airline eine große Chance. Doch alles frisch ist bei ITA nicht. Die neue Gesellschaft wird vieles von Alitalia übernehmen. Auch ist sie auf Geld vom Staat angewiesen, um überhaupt erst abheben zu können.

In der oben stehenden Galerie sehen Sie Bilder des letzten Fluges der alten Alitalia.

Mehr zum Thema

Airbus A319 von Alitalia: Nur noch bis zum 14. Oktober buchbar.

Alitalia sagt am 14. Oktober Addio

Im Herbst 2020 gründete die italienische Regierung dann ein neues Unternehmen für die Nachfolge für Alitalia: ITA Italia Trasporto Aereo. Sie nimmt den Betrieb am 15. Oktober 2021 auf, Alitalia stellt ihn am 14. Oktober ein. ITA  kaufte die Marke Alitalia für 90 Millionen Euro.

ITA weiß noch nicht, wie sie heißen wird

Airbus A220: Künftig auch bei ITA im Einsatz.

ITA bestellt Airbus A220, A320 Neo und A330 Neo

ticker-alitalia

Die letzten 1900 Angestellten von Alitalia haben die Kündigung erhalten

Video

Ex-Swissair-Personalchef Matthias Mölleney zum Unglück von Flug SR1111: «...»
Als Flug SR111 von Swissair vor Halifax abstürzte, war Matthias Mölleney erst seit 95 Tagen Personalchef der Airline. Plötzlich musste er die Angehörigen und Mitarbeitenden betreuen und zugleich den Flugbetrieb aufrechterhalten. Fast drei Jahrzehnte später erinnert er sich an die schwersten Tage seiner Karriere – und an die Lehren für das spätere Grounding.
Christopher Scheffelmeier
Christopher Scheffelmeier
aeroTELEGRAPH-Herausgeber Stefan Eiselin zum Unglück von Flug SR1111: «»
Rauch im Cockpit, ausfallende Instrumente und schließlich ein nicht mehr kontrollierbares Flugzeug: Der Absturz von Flug SR111 von Swissair kostete 229 Menschen das Leben. Die Erkenntnisse aus der Katastrophe führten später zu neuen Sicherheitsregeln – und wirken bis heute nach.
Christopher Scheffelmeier
Christopher Scheffelmeier
Testflug für die Autoland-Zertifizierung für den Pilatus PC-12: Die Testcrew musste nicht eingreifen.
Knopf drücken, und der Rest passiert von selbst. Pilatus zeigt erstmals, wie Autoland den PC-12 Pro sicher auf die Piste bringt. Easa und FAA haben das System nun für das Flugzeug zugelassen.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies