Boeing 737 von Utair: Früher waren die Jets in der Karibik registriert.

Ausnahmeregelung Utair kauft Boeing-Jets von Leasingfirmen

Die russische Fluggesellschaft kauft Leasingfirmen Flieger ab. So will Utair unabhängiger werden und sich absichern.

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Luftfahrt

Bereits vor dem Angriff Russlands auf die Ukraine hatte Utair damit begonnen, geleaste Flugzeuge von Leasinggesellschaften zu kaufen. Als der Kreml seinen Krieg startete, beschleunigte die russische Fluggesellschaft den Prozess. 35 Boeing 737 habe sie seither von verschiedenen Leasinggesellschaften erworben, so eine Quelle zur Wirtschaftszeitung RBK.

Möglich macht den Kauf der Jets eine Ausnahmeregelung in der Sanktionsverordnung der EU vom April. Die «Übertragung des Eigentums an dem Luftfahrzeug nach vollständiger Begleichung der Leasingverbindlichkeiten» heißt es darin. Eine Fluglinie muss also erst alle Leasingraten bezahlen.

Flugzeuge und Hubschrauber in der Flotte

Dabei hat Utair auch Flieger von Sberbank erworben. «Nach der Verhängung der westlichen Sanktionen kaufte Utair alle geleasten Objekte von Sberleasing zurück und beendete seine Leasingverpflichtungen», so Anatoly Popov, Chef der staatlichen russischen Sparkasse. Auch Hubschrauber habe die Fluglinie zurückgekauft. Der Flugzeugleasingtochter SB Leasing Ireland sitzt in Dublin und ist deshalb den Sanktionen ebenfalls unterworfen.

Gemäß dem Luftfahrtdatenabieter CH Aviation gehören aktuell noch zehn von Utairs Flugzeugen westlichen Leasingfirmen. Die Flotte umfasst 60 Flugzeuge und Dutzende Hubschrauber. Mit dem Rückkauf legalisiert Utair die Nutzung der Flieger. Zudem sichert sich die Airline für den Tag ab, an dem die Sanktionen enden.

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