Airbus A350 von Finnair: Blieben jetzt mehrheitlich am Boden.

Keine Flüge mehr nach AsienUkraine-Krieg trifft Finnair ins Mark

Die finnische Fluggesellschaft setzt voll auf Umsteigeverkehr nach Asien. Dabei überfliegt sie Russland. Das ist jetzt nicht mehr möglich und bringt Finnair nach Corona bereits die nächste existenzielle Krise.

Top-Jobs

k5 logo

Captain A320 (m/w/d)

K5-Aviation GmbH
München, Hamburg, Stuttgart
Feste Anstellung
Business Aviation
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
logo-gi-group

Teamleiter (gn) am Flughafen Hamburg

Hamburg
Feste Anstellung
Gi Group Recruiting
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Hahnair Logo

Kapitän C680A (all genders) mit Zusatzaufgaben

Düsseldorf
Feste Anstellung
Hahn Air Lines GmbH
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Hahnair Logo

Deputy Continuing Airworthiness Manager (all genders)

Düsseldorf
Feste Anstellung
Hahn Air Lines GmbH
Deutschland
Vollzeit
Top jobs

Vor zehn Tagen strotzte Topi Manner noch vor Zuversicht. «Ich bin davon überzeugt, dass das Jahr 2022 unseren Mitarbeitenden mehr Vorhersehbarkeit und Erfolgserlebnisse bringen wird, da wir bei der Bewältigung der Pandemie erhebliche Fortschritte machen werden», sagte der Chef von Finnair bei der Bekanntgabe der Resultate für 2021. Die Corona-Krsie hatte auch Finnair heftig zugesetzt, jetzt aber sah das Managaemnt Licht am Ende des Tunnels.

Mit dem Angriff Russlands auf die Ukraine ist die Aussage Manners Makulatur geworden. Nicht nur sorgt der Krieg in der Ukraine für Verwerfungen. Die Sanktionen gegen Russland und die russischen Gegenreaktionen treffen Finnair ins Mark. Denn die Fluggesellschaft hat sich darauf spezialisiert, Reisende aus Nordamerika und Europa via ihr Drehkreuz Helsinki nach Asien zu fliegen - dank Nutzung nördlicher Routen schneller als andere.

Zuerst nur sieben Tage...

Dabei benutzt Finnair den russischen Luftraum intensiv. So führt mehr als die Hälfte der Route von Helsinki nach Singapur (Flug AY131) über das riesige Land. Bei AY73 von Helsinki nach Tokio beträgt der russische Anteil an der Strecke rund drei Viertel.

Nachdem die EU ihren Bann für Flugzeuge aus Russland bekannt gegeben hatte, worauf Russland seinen Luftraum ebenfalls schloss, verkündete am Sonntagabend Finnair zuerst eine Annullierung aller Flüge nach Asien zwischen dem 28. Februar und dem 6. März. Sowohl die Passagier- als auch Frachtflüge nach Seoul, Osaka, Tokio, Shanghai und Guangzhou wurden gestrichen. Bereits am Montagmorgen (28. Februar) schob die Fluggesellschaft eine zweite Mitteilung nach.

... dann «länger andauernde Situation»

Man stelle sich inzwischen auf «eine länger andauernde Situation» ein, so Finnair. «Die Krise in der Ukraine berührt alle Europäerinnen und Europäer, und wir verstehen die Entscheidung der EU, ihren Luftraum zu schließen», erklärt Manner. Das Umfliegen des russischen Luftraums verlängere aber die Flugzeiten nach Asien «beträchtlich».  Daher seien «die meisten unserer Passagier- und Frachtflüge nach Asien wirtschaftlich nicht mehr tragbar oder wettbewerbsfähig», so der Chef von Finnair.

Man setze deshalb einen Notfallplan um. Man erwäge «verschiedene Lösungen für den Fall, dass die Situation länger andauert», so Finnair. Man stehe auch «in einem aktiven Dialog mit dem finnischen Staat».

Mehr zum Thema

Warum Finnairs neuer Business-Class-Sitz ein echter Coup ist

Warum Finnairs neuer Business-Class-Sitz ein echter Coup ist

Finnair fliegt auf Flug AY1 von Helsinki nach Los Angeles LAX.

Finnair greift SAS in Stockholm an

Ingenieur und ausgeflottetes Flugzeug: Der Prozess ist streng reguliert.

Warum aus dem Finnair-A319 keine Sammlerstücke werden

ilyushin il 114 300 kaelte

Polar Airlines will Ilyushin Il-114-300 - aber nur, wenn sie noch ein zusätzliches Detail bekommt

Video

Absturzstelle: Hier prallte der Jet ins Gebirge.
Der Absturz von Flug MU5735 beschäftigt Ermittlungsbehörden seit mehr als vier Jahren. Jetzt deuten neue Daten darauf hin, dass es im Cockpit der Boeing 737 von China Eastern Airlines vor dem Crash zu einem Kampf um die Kontrolle kam.
Laura Frommberg
Laura Frommberg
Der Moment vor der Berührung: Die Boeing 767 von United fliegt extrem niedrig an.
Eine Boeing 767 von United Airlines ist bei der Landung in Newark extrem tief geflogen. Neue Videoaufnahmen zeigen nun von außen, wie das Hauptfahrwerk den Lastwagen auf der Autobahn berührte.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
Moment der Kollision: Zum Glück verletzte sich der Fahrer nur leicht.
Eine Boeing 767 von United Airlines berührte beim Anflug in Newark einen Lastwagen und einen Lichtmast. Flug UA169 landete dennoch sicher. Brisant: Weder Cockpit noch Flugsicherung registrieren die Kollision zunächst.
Laura Frommberg
Laura Frommberg