Jet von Asiana: Die Fluglinie brauchte bereits Nothilfe.

Übernahme droht zu scheiternSchicksalsstunden bei Asiana

Die Übernahme der südkoreanischen Fluggesellschaft steht vor dem Aus. Dann müsste Asiana in Gläubigerschutz. Eine letzte Chance gibt es indes.

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Der Deal wurde noch vor der Corona-Krise eingefädelt. Im vergangenen November gab Hyundai Development bekannt, für 323 Milliarden Won oder umgerechnet 223 Millionen Euro 31,05 Prozent der Anteile von Asiana Airlines zu kaufen. Durch eine spätere Kapitalerhöhung um 2170 Milliarden Won hätte sich der Anteil des Mischkonzerns weiter erhöht.

Die Fluggesellschaft hätte ihren hohen Schuldenberg abtragen können. Asiana ist nach einem hohen Verlust 2018, Ungereimtheiten in den Büchern, dem Abgang des Chefs und auch wegen des knallharten Konkurrenzkampfes in eine akute Krise geraten. Die Covid-19-Pandemie hat die Lage verschlimmert und die südkoreanische Airline brauchte bereits Nothilfe von ihren Gläubigern.

Streit um Buchprüfung - und Preis

Deshalb versucht Hyundai Development, die Bedingungen für den Einstieg bei Asiana neu zu verhandeln. Immer wieder wurde der Abschluss des Deal deshalb hinausgeschoben.  So versuchte der designierte Käufer wiederholt, eine neue Buchprüfung durchzusetzen.

Während Asiana-Großaktionär Kumho bereit ist, für die Prüfung vier Wochen zuzugestehen, verlangt Hyundai Development zwölf Wochen. Das Ziel ist es selbstredend, danach einen tieferen Preis herauszuholen. Doch so viel Zeit hat Asiana nicht, sagt Kumho. Und deshalb könnte der Deal noch diese Woche für definitiv gescheitert erklärt werden, berichten südkoreanische Medien.

Gläubigerschutz anmelden

Das würde bedeuten, dass Asiana frisches Geld von den Gläubigern und vom Staat bräuchte und Gläubigerschutz anmelden müsste. Immerhin haben Verkäuferin Kumho und Käuferin Hyundai Development aber Gespräche in letzter Minute vereinbart. Dabei könnte der Übernahmepreis von mehr als 2000 Milliarden Won halbiert werden, heißt es.

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