Tu-214 von Transaero mit der Registrierung RA-64509: Die Airline gibt es nicht mehr, der Flieger ist eingelagert.

Tupolev Tu-204 und Tu-214Ex-Passagierjets sollen bald U-Boote jagen

Russland braucht neue Flieger, um U-Boote auszuspüren und zu bekämpfen. Die Regierung plant nun den Umbau von ausrangierten Tupolev Tu-204 und Tu-214.

Top-Jobs

Sparfell Logo

Flight Operations Officer in Vienna (Austria)

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

First Officer Embraer 550 / Legacy 500 (m/f)

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

Compliance Monitoring Manager – Flight Operations

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs
LBV Logo

Sachbearbeiter:in Betriebssicherheit

Schönefeld (bei Berlin)
Feste Anstellung
Luftfahrtbehörde
Landesamt für Bauen und Verkehr
Deutschland
Vollzeit
Top jobs

Nur 86 Exemplare der Tupolev Tu-204 und ihrer Weiterentwicklung Tu-214 wurden je gebaut. Einige der russischen Mittelstreckenjets fliegen noch. So bringt etwa eine Tu-204-300 der nordkoreanischen Air Koryo regelmäßig Passagiere von Pjöngjang nach Peking. Eine Tu-204-100C der russischen Frachtfluggesellschaft Aviastar ist im Auftrag von DHL zwischen Leipzig und Moskau unterwegs. Auch die russische Post setzt auf das Modell.

Die meisten der Flugzeuge sind aber außer Dienst. Künftig will das russische Militär den ausrangierten Tupolev Tu-204 und Tu-214 allerdings zu einer zweiten Karriere verhelfen - als U-Boot-Jagdflugzeuge. Das berichtet die Zeitung Isvestia unter Berufung aus Informationen aus Russlands Verteidigungsministerium.

Veraltete Flotte ohne Jetantrieb

Mindestens 30 der Maschinen sollen demnach in Russland eingelagert sein. Sie sind nun Kandidaten für einen möglichen Umbau. Die einstigen Passagierflieger sollen dazu mit modernster Technik zur Seeaufklärung und zum Angriff auf U-Boote ausgerüstet werden.

Zurzeit setzt Russland auf drei Flugzeugtypen zur Auffindung und Bekämpfung von U-Booten: Ilyushin Il-38 (Erstflug 1961), Tupolev Tu-142 (1956) und Beriev Be-12 (1964). Alle werden von Propellern angetrieben und sind daher langsamer. Zudem sind sie in die Jahre gekommen. Die Tu-204 und Tu-214 könnten der gesuchte Ersatz mit Jetantrieb und modernerer Technik sein.

P-8 Poseidon basiert auf Boeing 737-800

Dass ein U-Boot-Jagdflugzeug auf Basis eines Passagierfliegers entstehen kann, zeigt in den USA die Boeing P-8 Poseidon - sie basiert auf der Boeing 737-800. Zudem gibt es auch von der Tu-214 schon Varianten mit moderner Technologie für andere Zwecke als den Transport von Passagieren oder oder Fracht. Zwei Flieger des Typs Tu-214ON sind etwa für Überwachungsflüge im Rahmen des internationalen Open-Skies-Abkommens ausgestattet.

Mehr zum Thema

Air Koryo bemüht sich um neue russische Flugzeuge

Air Koryo bemüht sich um neue russische Flugzeuge

Peter I. und Katharina II heißen die beiden neuen Tupolev Tu-204.

Russische Post baut Flotte mit Tu-204 aus

Flugzeuge in der Wartungshalle von Ural Airlines: Die Airline will die Lebenszyklen ihrer Flotte deutlich verlängern.

Ural Airlines will ihre A320 über 20.000 Stunden länger fliegen lassen als von Airbus vorgesehen

Bombardier Global 6000 von Swiss Private Jet: Landete plötzlich in Russland.

Schweizer Bombardier Global 6000 fliegt nach Umweg über Oman mit russischem Kennzeichen

Video

Flugzeug auf Zug: Waghalsiges Manöver.
Ein Pilot, ein fahrender Güterzug – und kaum Platz für Fehler. In der Türkei ist ein außergewöhnliches Landemanöver gelungen.
Laura Frommberg
Laura Frommberg
Bildschirmfoto 2026-02-16 um 095023
Nach 16 Jahren im Dienst hat der Flugzeugbauer sein letztes Dreamliner-Testflugzeug ausgemustert. Die Boeing 787-8 sollte ursprünglich einen anderen Zweck bekommen.
Laura Frommberg
Laura Frommberg
Boeing 777 von Latam: Kurz danach wurde der Start abgebrochen.
Kurz vor dem Abheben entschied sich die Crew eines Fluges von Latam zum Startabbruch. Die Boeing 777-300 ER kam erst am Ende der 3700 Meter langen Piste von São Paulo-Guarulhos zum Stehen. Erfolgte der Abbruch zu spät?
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies