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Gespräche mit Gewerkschaften

Tuifly krebst zurück – ein klein wenig

Um die Krise zu entschärfen, kommt der deutsche Ferienflieger den erbosten Angestellten entgegen. Das Tuifly-Management machte ihnen diverse Zugeständnisse und gab Garantien ab.

Tuifly

Flieger von Tuifly: Die Lage beginnt sich zu entspannen.

Für Tuifly war es ein schwarzer Freitag. Mehr als hundert Flüge musste der deutsche Ferienflieger annullieren. Am Samstag (8. Oktober) sieht es schon besser aus. Dank der Miete von Fliegern und Crews von anderen Airlines, darunter auch solchen aus dem Umfeld der künftigen Partnerin Etihad, werden mehr Flüge durchgeführt. Aber die Lage bleibt wegen den kurzfristigen Massen-Krankmeldungen von Mitarbeitern angespannt.

Um schnell Beruhigung zu schaffen, hat Tuifly reagiert. Aufsichtsratsvorsitzender Henrik Homann sowie drei weitere Manager saßen am Freitag mit Vertretern der Arbeitnehmer zusammen. Dabei haben die Mitarbeiter Zeit gewonnen. Tuifly wird nicht am 26. Oktober über den Plan zur Schaffung eines neuen Verbundes mit Etihad entscheiden, sondern erst Mitte November. Bis dahin will man weiter mit den Gewerkschaften verhandeln und «alternative Lösungsansätze erörtern und im Vorfeld gemeinsame Lösungen erarbeiten», wie sich Personalvorstand Elke Eller ausdrückt.

Löhne werden nicht gekürzt

Zudem bekamen die Angestellten einige Garantien. Vor allem versprach Tuifly, dass der Sitz des Unternehmens «für die Dauer von mindestens drei Jahren» in Deutschland bleibt. Die befürchtete Verlagerung nach Österreich ist damit vorerst vom Tisch. Zudem werden die heutigen Arbeitsverträge der Tuifly-Mitarbeiter und die Betriebsvereinbarungen und Tarifverträge beibehalten. Zudem versprach das Management, dass es «keine Einschnitte bei den Gehältern gibt».



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